Unterwegs auf der Thermalstraße bis zur Westküste

Zunächst ging es nach Rotorua vorbei an der riesigen Kiwi, die leider geschlossen hatte.

In Rotorua nimmt man den Geruch nach Schwefel sofort wahr, sobald man aus dem Auto steigt. Überall dampft es in der Stadt und es gibt viele heiße Quellen zum Baden und viele schön angelegte Parkanlagen, wo man sich sogar ein warmes Fußbad for free gönnen kann.

Collage Rotorua

Wir besuchten den Polynsian Spa, bummelten durch die Stadt, die menschenleer schien, und verbrachten einen Vormittag in Rainbow Springs. Dort sahen wir das erste Mal Kiwis live, da sich hier eine der wichtigsten Brutstationen befindet. Um Kiwis zu erhalten, werden die Eier eingesammelt und ausgebrütet. Nachdem die Kiwis 1 kg wiegen werden sie wieder in die Freiheit entlassen, da sie dann bessere Überlebenschancen haben.
Zwischen Rotorua & Taupo, unserem nächsten Ziel, liegt Wai-o-tapu.

Wai-o-tapu, eine ungewöhnliche Vulkanlandschaft, die in vielen Farben erstrahlt. Es raucht, blubbert und riecht überall aufgrund der geothermischen Aktivitäten. Der Vulkan Lady Knox sprüht täglich um 10.15 Uhr, was durch Seife ausgelöst wird. Zusätzlich wird eine Tour (inkl.) angeboten, bei der jede Menge interessante Fakten erzählt werden.

Um Taupo gibt es viele Wanderwege und sehenswerte Orte, wie z.B. die Huka-Falls.

Huka-Falls

Angekommen in Taupo haben wir uns im Supermarkt für die nächsten Tage eingedeckt und einen wirklich schönen Campingplatz mit angrenzendem Spa bezogen. Es war schön einfach mal wieder einen Tag nichts zu tun außer Lesen, Essen, Schlafen und Muscheln sortieren. Ob das beim Känguru als nichts tun gezählt hätte weiß ich nicht…;-)         (für alle Känguru Fans)

An einem Tag haben wir das Tongariro Crossing gemacht, aber das könnt ihr im separaten  Beitrag lesen, und belohnten uns abends mit einem Besuch im Freiluftspa. Im Wasser sehr warm, nur außerhalb ziemlich frisch. Es gibt hier in den Spas leider keine schönen warmen Aufenthaltsbereiche zum Entspannen, wie in Deutschland. Somit verkürzten sich unsere Aufenthalte darin deutlich. 

Die Stadt Taupo ist als Backpacker freundlichste Stadt gekührt worden, und das nicht nur wegen ihres Free Wifi am Seeufer. Es laden viele nette Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Auch wir haben dies genutzt und uns hier einen halben Tag mit Blog schreiben und Fotos hochladen die Zeit vertrieben. 

Collage Taupo

Ansonsten gibt es hier noch viele Outdoor Aktivitäten, wie z.B. Kayak fahren, Mountainbiken, Fallschirmspringen und sehr witziges Golf spielen am Seeufer, wobei sich das Loch auf einer Plattform im Wasser befindet (Hole in One).

Samstags haben wir Taupo verlassen und haben noch einem Stop am Markt gemacht, der nur samstags stattfindet. Es gibt viele tolle Leckereien wie Lamm-Curry-Wurst, selbst gebackene Kuchen und Kekse, frisch gerösteten Kaffee und wenn mann Obst und Gemüse benötigt kann man hier zuschlagen. Da wir nur noch 4 Tage hatten, haben wir uns auf die Leckereien beschränkt.

Von Taupo fuhren wir wieder Richtung Norden in die Nähe von Hamilton zu Hobbiton. Unterwegs hielten wir noch in dem kleinen Städtchen Putaruru, für eine Käseverkostung im ‚over the moon‘ und natürlich haben wir auch gleich unser Abendessen gekauft. Dazu gab es dann neuseeländischen Wein, dunkles Brot und Dips. So lässt es sich lebe!

Auch das kleine Städtchen Cambridge, welches auf unserem Weg lag, lud uns zum Verweilen ein.

Nachdem wir noch am gleichen Abend zu Hobbiton konnten, haben wir uns den nächstgelegenen Campingplatz gesucht. Er war sehr klein und auf einem Privatgrundstück. Witziger Weise waren die 4 anderen Besucher ebenfalls Deutsche und wir saßen alle gemeinsam draußen, aßen Abendbrot und quatschten. Schön wars!

Unsere letzten Tage wollten wir nochmal an den Strand und haben uns für Raglan entschieden. Ein kleines Surferstädchen mit gemütlichen Cafés und natürlich tollem Strand. 

Collage Raglan

Für dieser Sonnenuntergang hat es sich schon gelohnt nochmal an die Küste zu fahren:

Sonnenuntergang am Strand von Raglan
Sonnenuntergang in Raglan

Ich hatte sogar Glück und fand so eine besondere Paua Muschel, ja es gibt sie wirklich in Natur, nicht nur im Laden. Leider war sie nicht komplett und musste am Strand bleiben.

Paua Muschel

Nach einem letzten Strandspaziergang fuhren wir wieder Richtung Hamilton und das Neuseeländische Wetter wollte sich offensichtlich von uns so verabschieden, wie es uns begrüßt hatte – regnerisch. Wir bummeln noch durch die Stadt und dann der nächste Schock, ein Strafzettel am Auto. 200 NZD, dass kann nicht wahr sei, dachten wir. Ich wollte zum Amt und alles klären, da wir natürlich ordnungsgemäß ein Parkticket gelöst hatten, zum Glück. Fand dann die „Politessen“, die mir nach längerer Diskussion erläuterten, dass der Strafzettel für das Auto ( fehlende Registrierung/TÜV oder so) ist und nicht fürs parken. Sehr gut, dann geben wir den einfach bei der Auto Übergabe am nächsten Tag ab.

Hamilton hat noch einen tollen Park zu bieten und da das Wetter am nächsten Vormittag gut war, nutzten wir das für eine kleine Weltreise (China, Japan, Italien,….) im Garden of the Year.

Collage Hamilton Garden

Die Abgabe unseres Autos war unspektakulär und wir wurden zum Flughafen gebracht.

Das letzte Bild mit unserem Camper.