Schlagwort-Archive: greenback-orangepack

Tortuguero Nationalpark

Einen Tag Anreise von Deutschland nach Costa Rica nehmen wir gerne in Kauf um dieses von vielen beschwärmte Land zu besuchen.

Unser erstes Ziel ist der Tortuguero Nationalpark im Nordosten Costa Ricas.

Mit unserem Mietwagen fahren wir 4,5h von San Jose bis nach La Pavona. Dabei führt unser Weg durch den Braulio Carillo Nationalpark bis nach Guápiles. Dort biegen wir links auf die 247 Richtung Cariari ab. Von Cariari ist der Tortuguero NP ausgeschildert und es geht 16km über eine Schotterpiste bis zum Bootsanleger nach La Pavona.

Anfahrt nach Tortuguero + Parkplatz in La Pavona

Da der Park nur per Boot erreichbar ist, müssen wir hier parken ($10 oder 5.000 Colones pro Tag auf einem bewachten Parkplatz) und kaufen uns die Tickets für die Fähre (einfache Fahrt = 3.000 Colones pro Person inkl. Gepäck) nach Tortuguero.
Bereits jetzt bekommen wir einen ersten Eindruck was uns erwartet. Ringsherum ist es grün und die ersten Tiere bekommen wir ebenfalls zu sehen. 45 Minuten dauert die Fahrt und wir werden bereits von unserem Hostel Paisajes del Tortuguero in Empfang genommen. Das Hostel haben wir bereits von Deutschland gebucht, es liegt direkt am Meer, die Zimmer sind einfach, aber sauber.

Tortuguero, das kleine Dorf am Eingang zum Nationalpark, ist komplett auf den Tourismus eingerichtet und es tummelt sich alles an der „Hauptstraße“:

Hauptstraße in Tortuguero

Der kleine Ort mit ca. 800 Einwohnern bietet einen kleinen Supermarkt, Souvenirshops, Restaurants& Cafés und viele Touranbieter, einzig die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Fortbewegungsmittel vor Ort sind Fahrräder & Boote, Autos gibt es hier keine.
Empfehlenswert ist die Soda Doña mit typisch karibischen Gerichten und günstigen Preisen. Das Buddha Cafe ist sehr gemütlich, aber relativ teuer. Vom Essen hier waren wir enttäuscht, für einen Drink nach der Tour ist das Café super. Das beste Frühstück gab es in der Doling’s Bakery, die bereits ab 5 Uhr geöffnet hat und in der man schon vor der Tour einen guten Kaffee bekommt. Seit kurzem gibt es am Ende der Hauptstraße einen Geldautomaten, der jedoch nicht immer befüllt ist. Aus diesem Grund ist es trotzdem ratsam ausreichend Bargeld mitzunehmen.

Touranbieter findet ihr jede Menge an der „Hauptstraße“ und die Preise sind bei allen Anbietern gleich:

  • 2h Nachttour = $20 oder 10.000 Colones (außerhalb des Parkes)
  • 2h Tagestour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kanutour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kayaktour = $40 oder 20.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2h Canopywalk = $35 oder 17. 500 Colones (innerhalb des Parkes) -$5 Discount
  • 2h Schildkrötentour = $25 oder 12. 500 Colones
  • 2,5h Vogelbeobachtungstour = $35 oder 17. 500 Colones
  • Cerro Tour (fantastischer Blick über die Landschaft, Flüsse & Meer) = $45 (außerhalb des Parkes)

Zu beachten ist, dass für alle Aktivitäten innerhalb des Parkes zusätzlich ein Ticket gekauft werden muss. Das Ticket kostet $15 oder 7500 Colones und ist einen Tag gültig. Man kann damit selbstständig im Park spazieren und auf Tiersuche gehen. 

Wir haben unsere Touren über ASOPROTUR, direkt am Bootsanleger gebucht. Die Kanutour um 6 Uhr am Morgen ist definitiv empfehlenswert. Die Landschaft ist atemberaubend und wir haben viele Tiere gesehen.

Kanufahrt am Morgen im Tortuguero NP

Eine Tour ist immer abhängig vom Guide und bei der Nachtwanderung hatten wir etwas Pech. Steven, unser Guide, schien wenig motiviert und nur dank eines anderen Guides haben wir ein Tier zu sehen bekommen. Es war unser Wunschtier, der grüne Frosch:

Rotaugen-Laubfrosch

Hätten wir noch etwas mehr Zeit gehabt, wären wir auf jeden Fall noch auf den Berg gewandert. Der Recherche nach, kann man auch mit der Fähre bis zum Berg fahren & dann allein hochwandern.

Plätze für den Folgetag zu bekommen war kein Problem, eine Vorreservierung ist also nicht von Nöten. 

Wir blieben 2 Nächte und fuhren auch mit der Fähre wieder zurück. Unsere Rückfahrt dauerte deutlich länger (etwas mehr als 2h) und wir waren froh das 9 Uhr Boot genommen zu haben.

Advertisements

Post aus aller Welt

Wie lange braucht eine Postkarte bis nach Deutschland und was kostet sie?

Wir haben mal ein Ranking aufgestellt, wohlwissend dass man sich über jede Karte freut (sofern sie ankommt).

Gewichtet wurden Kosten und Dauer gleich und somit entstand folgende Reihenfolge:
Platz 1: Singapur (am günstigsten -0,60 SGD- und innerhalb von 8 Tage da)
Platz 2: Malaysia (2 MYR und innerhalb von 2 Wochen angekommen)
Platz 3: Südsee (am weitestens entfernt und trotzdem in 10 Tage für 1 NZD bei uns)
Platz 4: Russland (für 35 RUB in 24 Tagen)
Platz 5: Neuseeland (die schnellste Post unserer Reise für stattliche 2,20 NZD)
Platz 6: China – Peking (für 5,40 CNY in 23 Tgen)
Platz 7: Kambodscha (kam nicht überall an)
Platz 8: China – Guilin (war einen Monat unterwegs und hat 5,40 CNY gekostet)
Platz 9: Peru (extrem teuer – 6,50 PEN und trotzdem 21 Tage unterwegs)
Platz 10: Brasilien (4 BRL und 24 Tage)
Platz 11: Mongolei (kam nie an)

Meist hat eine Briefmarkt um die 50 Cent gekostet, nur in Brasilien, Neuseeland und Peru haben wir mehr als einen Euro bezahlt pro Karte.

Unsere Karte aus Kambodscha kam nie an, unsere Familie und Freunde durften sich jedoch freuen, den sie haben ihre erhalten.

Wir haben uns ebenfalls in einigen Ländern nach Paketsendungen erkundigt und aus Malaysia sogar eins versendet. Es ist tatsächlich nach ziemlich genau 3 Monaten angekommen und hat uns inkl. Verpackung für knapp 5 kg nur 23 Euro gekostet.

In Neuseeland hätte uns das ca. 120 Euro gekostet und in Peru 80 Euro. Dort entschieden wir uns die Souvenire und Geschenke lieber weiter zu schleppen. Hat ja auch alles noch in den Rucksack gepasst und die Gepäckgrenze der Fluggesellschaften war ebenfalls nicht erreicht. Anstrengend war es trotzdem.

Der malaysische Teil Borneos – unser Fazit

1. Malaysier lieben Schnulzen

Sowohl im Flugzeug werde zum Start und zur Landung Celine Dion oder Toni Braxton gespielt, als auch in den Einkaufszentren, im Taxi und beim Karaoke.

2. Borneo ist total anders als wir es uns vorgestellt hatten.

Wir dachten es ist ein afrikanisches Asien. Malaysia ist jedoch deutlich weiter entwickelt und „moderner“. Die Straßen sind asphaltiert und in guten Zustand und in den modernen Einkaufszentren bekommt man alles was man benötigt.

3. Die Städte auf Borneo laden nicht zum Verweilen ein.

Sowohl Miri, Kota Kinabalu, Kudat als auch Sandakan haben wenig zu bieten. Am besten nutzt man die Städte nur, um Vorräte aufzufüllen, Wäsche zu waschen oder für den Transport ( Flughafen, Busbahnhof).

4. Fliegen ist günstig und spart viel Zeit.

Der Flug hat uns meist nur unwesentlich mehr gekostet als eine Busfahrt, dafür aber viele Stunden gespart. Bsp. Kudat nach Sandakan: Bus = 60-70 MYR; Flug = 97 MYR → 30 MYR Differenz was ca. 7€ entspricht und uns mindestens 7h im Minivan erspart hat + ein super Rundflug über Borneo war.

5. Borneo ist kein günstiges asiatisches Reiseland.

Alle Backpacker, die wir getroffen haben, hatten die Kosten unterschätzt. Die Preise sind nicht mit Laos, Kambodscha oder Thailand vergleichbar. Vor allem Touren und Eintrittspreise müssen berücksichtigt werden. Es wäre jedoch schade, vor Ort zu sein und nichts von der Natur zu sehen. Eine 2-3 tägige Tour (ohne jeglichen Luxus) kostet mindestens etwas über 100 Euro pro Person. Dabei war jedoch alles außer Getränke inkl. und das fanden wir vollkommen in Ordnung. Da die Attraktionen meist sehr weit weg von Städten liegen, steigen die Kosten für Getränke oder Lebensmittel extrem. Da kann eine kleine Flasche Wasser schon mal 1 € kosten, was sich bei der Hitze schnell summiert. Auch wir haben hier erstmalig unser Budget nicht eingehalten, was jedoch an unserer Unterkunft in Mulu lag. Mit 50-60€ pro Tag sollte ihr pro Person rechnen und es ist auch so, dass ein Doppelzimmer (mind. 20€) teurer war als zwei Einzelbetten (ca. 6€) im Dorm.

6. Handeln ist nicht notwendig

Positiv ist uns aufgefallen, dass wir nicht handeln mussten. Transportpreise standen immer fest, am Flughafen gab es einen stand für Taxicoupons, die Minivans haben die Preise lt. Hostel verlangt und auf den Märkten gab es Preisschilder. Nur ein Mal hatten wir das Gefühl, dass wir mehr zahlen mussten -auf unserer letzten Fahrt zum Flughafen.

7. Wunderschöne gefährdete Natur

Borneo bietet traumhafte einsame Strände und Dschungel. Uns sind jedoch die vielen Palmölplantagen aufgefallen, die bereits eine große Flächen von Borneo einnehmen und somit den bedrohten Tieren den Lebensraum einschränken. Wir hoffen sehr, dass das Wachstum gestoppt wird und die Bevölkerung andere natur- & tierfreundliche Einnahmequellen findet.

8. Alle Religionen und Kulturen feiern und leben gemeinsam.

Es was sehr schön anzusehen, dass die Menschen trotz unterschiedlichem Glauben oder verschiedener Herkunft miteinander feiern. Egal welche Religion einen Feiertag hat, jeder feiert mit und scheint die andere Religion zu respektieren. Natürlich ist auch hier noch nicht alles perfekt und einige Randgruppen sind noch außen vor. Wir hoffen, dass Malaysia sich in dieser Richtung noch öffnet. Die vielen Vorschriften bzgl. Kleidung und Verhalten aus dem Reiseführer sind unserer Meinung nach überzogen und nicht erforderlich.

Wir verlassen Asien

Der erste große Teil unserer Reise geht heute zu Ende. Wir verlassen Asien und nehmen viele tolle Eindrücke, Erinnerungen, nette Kontakte und natürlich Fotos mit.

Insgesamt sind wir 10.992 km mit dem Zug,  2.430 km mit dem Bus gefahren und haben 5.289 km mit dem Flugzeug zurückgelegt.

Was uns am meisten beeindruckt hat oder am besten gefallen hat? Das können wir so nicht sagen! Es gab an jedem Ort etwas Besonderes.

Hier ein paar unserer TOPs:

  • beeindruckendste Bauwerke: Chinesische Mauer & Ankgor
  • schönste Stadt: Singapur
  • gemütlichste Stadt: Luang Prabang
  • schönster Wasserfall: Kuangsi in Laos
  • freundlichsten Menschen: Laos & Mongolei
  • tollste Kontakt: Nicholas aus Singapur
  • bestes Essen: Peking
  • bester Snack: Kokosnuss-Pancakes
  • besten Fruchtshakes: Luang Prabang
  • schönste Natur: Mulu auf Borneo & Wüste Gobi in der Mongolei
  • tollsten Tiererlebnisse: Orang Utans in Sepilok und Nightwalk in Mulu
  • schönster Sonnenuntergang: Sanddüne in der Wüste Gobi
  • bester Flug: Kudat nach Sandakan

    Es war unser erstes Mal in Asien -anders und besser als gedacht. Auch wenn unser Herz immer noch Afrika gehört, werden wir in Zukunft Asien in unsere Urlaubspläne integrieren.

    Weiter geht es jetzt mit Air Asia nach Auckland-Neuseeland.