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Kosten Costa Rica

Costa Rica wird auch gerne die Schweiz Süd- und Mittelamerika genannt, aber überzeugt euch selbst:

1 Euro = 590 Colones

Unterkunft:

immer pro Person und Nacht

Hotel Puerta del Sol in San José: 25 Euro
Paisajes del Tortuguero in Tortuguero: 17 Euro
Lagunillas Lodge in Paosito: 21 Euro
Hotel Villas Wilma in Fortuna: 23 Euro
Camino Verde B&B in Monteverde: 21 Euro
Tropical Beach in Uvita: 22.50 Euro
Casa Mariposa in Drake Bay: 14 Euro
Natural Pacific Suites in Manuel Antonio: 18 Euro
Hotel Vista del Sol in San José: 26 Euro

Transport:

Mietwagen Toyota Raw4 über Check24/Europcar: 37 Euro pro Tag
Boot von La Pavona nach Tortuguero: 3000 Colones pro Fahrt mit Gepäck
Boot von Sierpe nach Drake Bay: 8000 Colones pro Fahrt mit Gepäck

Essen & Getränke:

Cola 600ml: 790 Colones
Apfelsaft 600ml: 790 Colones
Orangensaft 1000ml: 935 Colones
Milch 1000ml: 545 Colones
Wassermelone 1kg: 2380 Colones
Cappuccino: 1400 Colones
Latte: 1500 Colones
Flasche Wein: 3500-4500 Colones
Cocktail im Restaurant: 3000-3500 Colones
Bier im Restaurant: 1700 Colones
Tüte Bananenchips: 1125 Colones
Frischkäse: 1225 Colones
Stück Käse: 1900 Colones
Dose Thunfisch: 775 Colones
Tomaten 1kg: 1150 Colones
Frühstück in Soda: 2500-3200 Colones p.P.
Essen im Restaurant: 6000-10.000 Colones p.P.
Essen in Soda: 3000-4000 Colones p.P.

Eintritt:

Tortuguero NP: 15$
Parkplatz La Pavona Bootsanleger: 5000 Colones pro Tag
Parkplatz Poas Vulkan: 1500 Colones
Poas Vulkan: 15 $
Observatory Lodge Arenal: 10.000 Colones
Parkplatz Sierpe Bootsanleger:
NP Manuel Antonio: 16 $

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Unterwegs in Norden Costa Ricas

Unsere Reise führt uns von der Karibikküste zurück ins Landesinnere. Wir fahren über San José, Heredia und Alajuela zum Parque National Volcán Poás. Die Strecke von 152 km legen wir in 5h zurück. Einen etwas längeren Stopp haben wir in La Union eingelegt, nur 50m nach der Abzweigung der N4 Richtung Puerto Viejo. Wir wollten eigentlich nur etwas Obst und Gemüse einkaufen, doch die Besitzerin des Standes hat uns nahezu alles aus ihrem Sortiment probieren lassen. Es gab unter anderem gegrillte Palmfrucht, Mangostan, Caimito, und auch ihre Käsesorten mußten wir testen. Sehr lecker und natürlich sind wir mit deutlich mehr gegangen als geplant.

Ihr Plan ist also aufgegangen ;o)

Sie war super nett und die Kommunikation sehr witzig, denn Sie und ihr Mann haben die passenden Tiergeräusche zu den Käsesorten nachgemacht als wir es auf spanisch leider nicht verstanden haben.

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Lebensmittelstand auf dem Weg zum Poas

Die Straße hoch zum Poás wird gesäumt von schönen Cafés und Erdbeerständen. Beides wird dort angebaut und ist überaschenderweise extrem teuer. Für 1 kg Kaffeebohnen zahlt man hier schon mal über 20$ und die Erdberren kosten über 5$ für ca. 500g (so sah es zumindestens aus).  Das war uns dann doch etwas zuviel.

Die Straße windet sich in Serpentinen bis auf eine Höhe von über 2500m. Nur ein kleines Schild am Wegesrand zeigt uns die Abzweizung zu unserer spektakulären Unterkunft. In der Beschreibung stand schon, dass es eine abenteuerliche Strecke wird und nur mit 4WD zu bewältigen. Wir dachten zuerst so schlimm kann es nicht sein, wurden aber Vorort eines besseren belehrt. Ein Allradantrieb ist bei der ca 1,5km langen Anfahrt zur Lagunillas Lodge von Nöten. Es ist eine staubige Schotterpiste, zudem noch sehr steil und man verbraucht jede Menge Benzin im 4Rad-Antrieb.

Wir waren froh, dass wir unten angekommen sind, nur leider hatten wir zu wenig Benzin um wieder rauf zu kommen. Also auf keinen Fall unter mit zu wenig Benzin den Berg runter! Die netten Besitzer haben uns ausgeholfen und das Abendessen war ebenfalls super lecker und empfehlenswert!

Am nächsten Morgen konnten wir mir gefülltem Tank starten und ein Hoch auf Sonja unsere Fahrerin, dass Sie uns da wieder hoch gebracht hat.

Die Unterkunft selbst war wie ein Ferienhäuschen im Allgäu, nur das Läuten der Kuhglocken hat gefehlt. Die Aussicht war super sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

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unser Zimmer im „Allgäu“-Häuschen am Poas mit einem fantastischen Ausblick

Der Vulkan Poás gehört zu den aktivsten Vulkanen Costa Ricas und ist zudem auch der am meisten besuchte Nationalpark im Land. Das liegt vielleicht daran, dass man bequem mit dem Auto bis fast zum Kraterrand fahren kann.

Wir sind früh aufgebrochen, da es bereits Vormittags zuziehen kann und wir noch nach Arenal wollten. Wir hatten wirklich Glück, denn es waren wenige Touristen da und wir hatten einen super Blick und konnten weit schauen, was wohl (lt. belauschter Reiseführerin einer kleinen dt. Gruppe) nur selten möglich ist.

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Poas

Auf unserem Weg nach La Fortuna machten wir einen kleinen Halt am LaPaz Wasserfall… entdeckten einen Nasenbären am Straßenrand…und fuhren durch riesige Ananasplantagen.

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Nasenbär am Straßenrand

Leider war die N4 wegen Umbaus gesperrt und haben deshalb für unsere 125 km über 4 Stunden gebraucht. Man sollte die Strecken niemals unterschätzen, und das nicht nur in Costa Rica.

La Fortuna ist unser Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen am Vulkan Arenal. Es gibt dort viele Touren, wie z.B. Wanderungen, Mountainbiking, Rafting, Kajakfahren oder Reitausflüge. Wir haben den Cerro Chato bestiegen, den kleineren ruhenden Bruder des Arenal-Vulkans. Der Vulkan wurde nur eine Woche nach unserer Besteigung für Touristen geschlossen um die örtliche Tierwelt zu schützen. Da hatten wir mal wieder echt großes Glück. Vom Parkplatz der Observatory Lodge(10$ pro Person) geht es auch für Nicht-Gäste über gut ausgeschilderte Wanderwege zum Cerro Chato. Der Anstieg über die letzten 1500m war sehr steil und ziemlich beschwerlich, da der Boden matschig und rutschig war aufgrund der Regenfälle der letzten Tage.

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Weg zur Lagune Cerro Chato

Manchmal mußten wir uns sogar auf allen Vieren fortbewegen und über großes Wurzel und Baumwerk klettern. Es war alles andere als leicht, und so waren wir etwas enttäuscht als wir oben aufgrund des Nebels nichts sehen konnten. Belohnt wurden wir unten an der Lagune Cerro Chato. Ein erfrischendes Bad in der Lagune, der Nebel verzog sich und auf dem Weg zurück war der Blick nach unten frei.

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Blick auf die Lagune Cerro Chato

Die Straße von La Fortuna zum Arenal ist links und rechts gesäumt von Wellness-, Thermalbädern und Spas. Es gibt etwas für jede Preisklasse. Wir entschieden uns für die „öffentliche“ Badestelle El Chollín ohne Schnick Schnack ;o).

Diese Badestelle liegt unterhalb des Balneario Tabacón direkt neben der Straße. Es gibt ein paar warme Badepools inmitten einer Dschungellandschaft, die man sich mit vielen Menschen teilen muss. Mit viel Glück, es ist gerade jemand gegangen als wir gekommen sind, konnten wir einen eigenen kleinen Pool erhaschen.

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unser Pool in der Badestelle El Chollín

Parken kann  man direkt an der Straße, wo wir das Glück hatten noch diesen Einwohner Costa Ricas zu entdecken:

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Faultier an der Badestelle El Chollín

Toller Abschluss im Norden!

Tortuguero Nationalpark

Einen Tag Anreise von Deutschland nach Costa Rica nehmen wir gerne in Kauf um dieses von vielen beschwärmte Land zu besuchen.

Unser erstes Ziel ist der Tortuguero Nationalpark im Nordosten Costa Ricas.

Mit unserem Mietwagen fahren wir 4,5h von San Jose bis nach La Pavona. Dabei führt unser Weg durch den Braulio Carillo Nationalpark bis nach Guápiles. Dort biegen wir links auf die 247 Richtung Cariari ab. Von Cariari ist der Tortuguero NP ausgeschildert und es geht 16km über eine Schotterpiste bis zum Bootsanleger nach La Pavona.

Anfahrt nach Tortuguero + Parkplatz in La Pavona

Da der Park nur per Boot erreichbar ist, müssen wir hier parken ($10 oder 5.000 Colones pro Tag auf einem bewachten Parkplatz) und kaufen uns die Tickets für die Fähre (einfache Fahrt = 3.000 Colones pro Person inkl. Gepäck) nach Tortuguero.
Bereits jetzt bekommen wir einen ersten Eindruck was uns erwartet. Ringsherum ist es grün und die ersten Tiere bekommen wir ebenfalls zu sehen. 45 Minuten dauert die Fahrt und wir werden bereits von unserem Hostel Paisajes del Tortuguero in Empfang genommen. Das Hostel haben wir bereits von Deutschland gebucht, es liegt direkt am Meer, die Zimmer sind einfach, aber sauber.

Tortuguero, das kleine Dorf am Eingang zum Nationalpark, ist komplett auf den Tourismus eingerichtet und es tummelt sich alles an der „Hauptstraße“:

Hauptstraße in Tortuguero

Der kleine Ort mit ca. 800 Einwohnern bietet einen kleinen Supermarkt, Souvenirshops, Restaurants& Cafés und viele Touranbieter, einzig die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Fortbewegungsmittel vor Ort sind Fahrräder & Boote, Autos gibt es hier keine.
Empfehlenswert ist die Soda Doña mit typisch karibischen Gerichten und günstigen Preisen. Das Buddha Cafe ist sehr gemütlich, aber relativ teuer. Vom Essen hier waren wir enttäuscht, für einen Drink nach der Tour ist das Café super. Das beste Frühstück gab es in der Doling’s Bakery, die bereits ab 5 Uhr geöffnet hat und in der man schon vor der Tour einen guten Kaffee bekommt. Seit kurzem gibt es am Ende der Hauptstraße einen Geldautomaten, der jedoch nicht immer befüllt ist. Aus diesem Grund ist es trotzdem ratsam ausreichend Bargeld mitzunehmen.

Touranbieter findet ihr jede Menge an der „Hauptstraße“ und die Preise sind bei allen Anbietern gleich:

  • 2h Nachttour = $20 oder 10.000 Colones (außerhalb des Parkes)
  • 2h Tagestour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kanutour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kayaktour = $40 oder 20.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2h Canopywalk = $35 oder 17. 500 Colones (innerhalb des Parkes) -$5 Discount
  • 2h Schildkrötentour = $25 oder 12. 500 Colones
  • 2,5h Vogelbeobachtungstour = $35 oder 17. 500 Colones
  • Cerro Tour (fantastischer Blick über die Landschaft, Flüsse & Meer) = $45 (außerhalb des Parkes)

Zu beachten ist, dass für alle Aktivitäten innerhalb des Parkes zusätzlich ein Ticket gekauft werden muss. Das Ticket kostet $15 oder 7500 Colones und ist einen Tag gültig. Man kann damit selbstständig im Park spazieren und auf Tiersuche gehen. 

Wir haben unsere Touren über ASOPROTUR, direkt am Bootsanleger gebucht. Die Kanutour um 6 Uhr am Morgen ist definitiv empfehlenswert. Die Landschaft ist atemberaubend und wir haben viele Tiere gesehen.

Kanufahrt am Morgen im Tortuguero NP

Eine Tour ist immer abhängig vom Guide und bei der Nachtwanderung hatten wir etwas Pech. Steven, unser Guide, schien wenig motiviert und nur dank eines anderen Guides haben wir ein Tier zu sehen bekommen. Es war unser Wunschtier, der grüne Frosch:

Rotaugen-Laubfrosch

Hätten wir noch etwas mehr Zeit gehabt, wären wir auf jeden Fall noch auf den Berg gewandert. Der Recherche nach, kann man auch mit der Fähre bis zum Berg fahren & dann allein hochwandern.

Plätze für den Folgetag zu bekommen war kein Problem, eine Vorreservierung ist also nicht von Nöten. 

Wir blieben 2 Nächte und fuhren auch mit der Fähre wieder zurück. Unsere Rückfahrt dauerte deutlich länger (etwas mehr als 2h) und wir waren froh das 9 Uhr Boot genommen zu haben.