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Unterwegs in Norden Costa Ricas

Unsere Reise führt uns von der Karibikküste zurück ins Landesinnere. Wir fahren über San José, Heredia und Alajuela zum Parque National Volcán Poás. Die Strecke von 152 km legen wir in 5h zurück. Einen etwas längeren Stopp haben wir in La Union eingelegt, nur 50m nach der Abzweigung der N4 Richtung Puerto Viejo. Wir wollten eigentlich nur etwas Obst und Gemüse einkaufen, doch die Besitzerin des Standes hat uns nahezu alles aus ihrem Sortiment probieren lassen. Es gab unter anderem gegrillte Palmfrucht, Mangostan, Caimito, und auch ihre Käsesorten mußten wir testen. Sehr lecker und natürlich sind wir mit deutlich mehr gegangen als geplant.

Ihr Plan ist also aufgegangen ;o)

Sie war super nett und die Kommunikation sehr witzig, denn Sie und ihr Mann haben die passenden Tiergeräusche zu den Käsesorten nachgemacht als wir es auf spanisch leider nicht verstanden haben.

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Lebensmittelstand auf dem Weg zum Poas

Die Straße hoch zum Poás wird gesäumt von schönen Cafés und Erdbeerständen. Beides wird dort angebaut und ist überaschenderweise extrem teuer. Für 1 kg Kaffeebohnen zahlt man hier schon mal über 20$ und die Erdberren kosten über 5$ für ca. 500g (so sah es zumindestens aus).  Das war uns dann doch etwas zuviel.

Die Straße windet sich in Serpentinen bis auf eine Höhe von über 2500m. Nur ein kleines Schild am Wegesrand zeigt uns die Abzweizung zu unserer spektakulären Unterkunft. In der Beschreibung stand schon, dass es eine abenteuerliche Strecke wird und nur mit 4WD zu bewältigen. Wir dachten zuerst so schlimm kann es nicht sein, wurden aber Vorort eines besseren belehrt. Ein Allradantrieb ist bei der ca 1,5km langen Anfahrt zur Lagunillas Lodge von Nöten. Es ist eine staubige Schotterpiste, zudem noch sehr steil und man verbraucht jede Menge Benzin im 4Rad-Antrieb.

Wir waren froh, dass wir unten angekommen sind, nur leider hatten wir zu wenig Benzin um wieder rauf zu kommen. Also auf keinen Fall unter mit zu wenig Benzin den Berg runter! Die netten Besitzer haben uns ausgeholfen und das Abendessen war ebenfalls super lecker und empfehlenswert!

Am nächsten Morgen konnten wir mir gefülltem Tank starten und ein Hoch auf Sonja unsere Fahrerin, dass Sie uns da wieder hoch gebracht hat.

Die Unterkunft selbst war wie ein Ferienhäuschen im Allgäu, nur das Läuten der Kuhglocken hat gefehlt. Die Aussicht war super sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

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unser Zimmer im „Allgäu“-Häuschen am Poas mit einem fantastischen Ausblick

Der Vulkan Poás gehört zu den aktivsten Vulkanen Costa Ricas und ist zudem auch der am meisten besuchte Nationalpark im Land. Das liegt vielleicht daran, dass man bequem mit dem Auto bis fast zum Kraterrand fahren kann.

Wir sind früh aufgebrochen, da es bereits Vormittags zuziehen kann und wir noch nach Arenal wollten. Wir hatten wirklich Glück, denn es waren wenige Touristen da und wir hatten einen super Blick und konnten weit schauen, was wohl (lt. belauschter Reiseführerin einer kleinen dt. Gruppe) nur selten möglich ist.

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Poas

Auf unserem Weg nach La Fortuna machten wir einen kleinen Halt am LaPaz Wasserfall… entdeckten einen Nasenbären am Straßenrand…und fuhren durch riesige Ananasplantagen.

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Nasenbär am Straßenrand

Leider war die N4 wegen Umbaus gesperrt und haben deshalb für unsere 125 km über 4 Stunden gebraucht. Man sollte die Strecken niemals unterschätzen, und das nicht nur in Costa Rica.

La Fortuna ist unser Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen am Vulkan Arenal. Es gibt dort viele Touren, wie z.B. Wanderungen, Mountainbiking, Rafting, Kajakfahren oder Reitausflüge. Wir haben den Cerro Chato bestiegen, den kleineren ruhenden Bruder des Arenal-Vulkans. Der Vulkan wurde nur eine Woche nach unserer Besteigung für Touristen geschlossen um die örtliche Tierwelt zu schützen. Da hatten wir mal wieder echt großes Glück. Vom Parkplatz der Observatory Lodge(10$ pro Person) geht es auch für Nicht-Gäste über gut ausgeschilderte Wanderwege zum Cerro Chato. Der Anstieg über die letzten 1500m war sehr steil und ziemlich beschwerlich, da der Boden matschig und rutschig war aufgrund der Regenfälle der letzten Tage.

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Weg zur Lagune Cerro Chato

Manchmal mußten wir uns sogar auf allen Vieren fortbewegen und über großes Wurzel und Baumwerk klettern. Es war alles andere als leicht, und so waren wir etwas enttäuscht als wir oben aufgrund des Nebels nichts sehen konnten. Belohnt wurden wir unten an der Lagune Cerro Chato. Ein erfrischendes Bad in der Lagune, der Nebel verzog sich und auf dem Weg zurück war der Blick nach unten frei.

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Blick auf die Lagune Cerro Chato

Die Straße von La Fortuna zum Arenal ist links und rechts gesäumt von Wellness-, Thermalbädern und Spas. Es gibt etwas für jede Preisklasse. Wir entschieden uns für die „öffentliche“ Badestelle El Chollín ohne Schnick Schnack ;o).

Diese Badestelle liegt unterhalb des Balneario Tabacón direkt neben der Straße. Es gibt ein paar warme Badepools inmitten einer Dschungellandschaft, die man sich mit vielen Menschen teilen muss. Mit viel Glück, es ist gerade jemand gegangen als wir gekommen sind, konnten wir einen eigenen kleinen Pool erhaschen.

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unser Pool in der Badestelle El Chollín

Parken kann  man direkt an der Straße, wo wir das Glück hatten noch diesen Einwohner Costa Ricas zu entdecken:

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Faultier an der Badestelle El Chollín

Toller Abschluss im Norden!

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