Es muss unbedingt Sarajevo sein!

Altstadt von Sarajevo

Warum Sarajevo?
Ich weiß es nicht so genau …

Sarajevo ist für jeden ein Begriff aus den Nachrichten der 90er Jahre, aber man kennt kaum mehr als die Kriegsberichte über diese Stadt. Das will ich ändern.

Als ich den Balkan-Roadtrip plante, fiel mir sofort Sarajevo ins Auge und die Stadt lag mehr oder weniger auf dem Weg, also wurde der Pin in meiner Planungskarte gesetzt. 

Oh, war ich aufgeregt und voller Vorfreude ….

Auf dem Rückweg von Albanien nach Deutschland fuhr ich über Montenegro bis nach Sarajevo. Der Grenzübergang von Montenegro nach Bosnien war klein, aber die Abfertigung schnell und innerhalb weniger Minuten war ich in Bosnien. Die nächsten Kilometer waren sehr holprig, aber nach ca. 30 Minuten erreicht man eine geteerte Bundesstraße und es läuft.

Von der Grenze sind es knapp 2 Stunden bis in die Hauptstadt.

Der Regen konnte mich nicht aufhalten und nachdem ich mein Zimmer mit Blick über die Stadt bezogen hatte, ging es gleich in die Innenstadt die ersten Sehenswürdigkeiten erkunden.

Los geht`s durch Sarajevo!

Sarajevo

Mein Bild von Sarajevo war so ziemlich auf die Kriegsberichte der neunziger Jahre begrenzt und ich wurde von einer modernen, orientalisch angehauchten Stadt mit Kriegsnarben überrascht.

Zu Fuß lässt sich die Stadt sehr gut erkunden, da die Entfernungen in der Innenstadt nicht groß sind. Auf diese Weise entdeckt man in den kleinen Gassen und Straßen immer wieder Details, die Sarajevo ausmachen und wenn man einfach nur das Treiben der Stadt beobachten möchte, laden die vielen kleinen Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. 

Meine Empfehlungen, die bei einem Besuch Sarajevos nicht fehlen dürfen:

Ein Muss ist die Fahrt mit der alten Straßenbahn.

Erfahre viel über den Krieg von 1993 bis 1995 im Tunnel von Sarajevo.

Bummel durch die Gassen des alten Basar und entdecke das ein oder andere Souvenir für daheim.

Immer mal einen Blick auf den Boden werfen und du wirst überall in der Stadt die Rosen von Sarajevo entdecken.

Erklimme die Berge am Rande der Stadt, um einen tollen Ausblick zu erhalten.

Lasse dich in die Kunst des Kaffee trinkens im Café Dzirlo einführen und genieße bosnischen Kaffee im gemütlichen Ambiente.

Begib dich auf die Suche nach den Spuren der Geschichte der Stadt. An unzähligen Ecken sind sie zu entdecken und zahlreiche Museen bieten Erläuterungen.

Spaziere über die Lateiner Brücke, auf der das Attentat auf Prinz Ferdinand und seine Frau verübt wurde und dies zum ersten Weltkrieg führte.

Beobachte die Menschen und Tauben auf dem Baščaršija-Platz.

Spaziere in der olympische Bobbahn von 1984 und genieße die Ruhe außerhalb der Stadt, allein in einer Bobbahn.

Ein Blick hoch auf die Spitze der Gazi-Husrev-Beg-Moschee.

Lerne die Geschichte der Stadt kennen.

Vor allem die Geschichte der Stadt und der Bewohner haben mich interessiert und aus diesem Grund hatte ich mich für einige geführte Touren entschieden.

Ich kann die Free Tour ‚War scars and new times‘ von Neno jedem empfehlen. Man erfährt so viel über das Leben während des Krieges und heute.

Zusätzlich hatte ich mir einige der unzähligen Museen angeschaut und war besonders von dem Museum of crimes against humanity and genocide 1992-1995′ beeindruckt. Die ein oder andere Träne konnte ich nicht verkneifen und es ist noch erschreckender, wenn man bedenkt, dass diese Ereignisse noch gar nicht so lange zurück liegen und in anderen Teilen dieser Erde auch heute noch Alltag sind.

Fazit meines Sarajevo-Besuchs

Sarajevo hat viel zu bieten und wenn man die Stadt intensiv erkunden möchte, sind drei volle Tage der Mindestaufenthalt.

Am besten ist es, eine Übernachtung direkt in der Innenstadt zu buchen, damit man die Lebendigkeit der Stadt bei Einbruch der Dunkelheit erlebt. Die Stadt blüht am Abend nochmal richtig auf und bei bosnischer Pizza oder Cevapcici lässt sich das Treiben der Stadt genüsslich beobachten. 

Heute ist Sarajevo eine moderne Stadt mit Charme, die sich noch immer im Aufbruch befindet. Mich hat diese Stadt mehr als überzeugt und ich kann nur jedem einen Besuch nahelegen. Diese Stadt hat nach dem ganzen Leid definitiv eine Chance verdient.

Kosten

Zum Abschluss noch die Kosten, die euch bei einem Aufenthalt in Sarajevo erwarten.

Bezahlt wird mit Kovertible Markt und der Wechselkurs ist ca. 1 Euro : 2 KM.

Mit 30 bis 40 Euro am Tag kommt man alleine sehr gut zurecht und kann viel unternehmen und einheimisch Essen gehen. Zu Zweit wird es nochmals günstiger, da gerade die Übernachtung die Hälfte des Tagesbudgets einnimmt. Wer kein eigenes Zimmer wünscht, kann mit nur einem Drittel der Übernachtungskosten rechnen.

Unterkunft

Zwei Übernachtungen in einer Ferienwohnung haben 38 Euro gekostet.

Essen

Man kann sehr günstig essen und ist mit 5 bis10 Euro pro Tag gut versorgt.

Aktivität

Eintritt kostet in der Regel nur wenige Euro und somit kann man mit 5 bis 10 Euro am Tag schon einiges sehen.

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