Der Norden der Nordinsel Neuseelands

Angekommen am Flughafen in Auckland blieben uns noch ein paar Stunden bis wir endlich unser ‚Zuhause für 3 Wochen‘ entgegennehmen konnten. Nach einem kleinen Missverständnis  (Auto musste geholt werden) und der Suche nach einem Bringdienst, da uns das Taxi nicht mitnehmen wollte, haben wir kurz nach 8 Uhr den Camper erhalten. Zum Taxi muss ich noch etwas loswerden: Er dachte allen Ernstes wir können ihn nicht bezahlen… . Wir sahen vielleicht müde aus, aber auch wenn wir schon 2 Monate unterwegs sind, sehen wir nicht heruntergekommen aus! Frechheit!

Unser Campervan ist ein weißer Hyundai mit hohem Dach und allem was man für 3 Wochen zum ‚darin wohnen‘ braucht.

Wie der Titel schon sagt sind wir zuerst in den Norden gefahren & haben als 1. Stop Whangarei gewählt. Unterwegs hielten wir bei Pakn’Save um unseren Vorrat zu füllen & Thermosocken zu kaufen. Der beste Kauf überhaupt! Es war so kalt, von wegen subtropisch! 12 Grad zählen bei mir nicht dazu! Zum Glück haben wir auch eine kleine Heizung bekommen, die mit Strom funktioniert. 

Unser Campingplatz war an den Whangarei Heads und wir hatten eine tollen Ausblick auf die Bucht. Am Morgen nach dem Frühstück erkundeten wir Whangarei und liefen den Hatea Loop. Die Stadt hat viele tolle Details, die man bei einem Rundgang entdecken kann.

Collage Whangarei

Mit einem leckeren Kaffee aus dem Mokaba Café ging es weiter Richtung Norden zu der Bay of Islands mit einem Zwischenstopp in Kawakawa, um die Hundertwasser-Toiletten anzusehen.

Collage Kawakawa

In Paihia übernachteten wir auf einem Campingplatz fußläufig zu Stadt und den Treaty Grounds, der Gründungsstätte des modernen Neuseelands. 

Collage Paihia – Bay of Islands

Für die Treaty Grounds sollte man sich unbedingt Zeit nehmen und wir beschlossen es auf den Folgetag zu verschieben. Im Eintritt ist eine Führung, Aufführung und das Museum enthalten. Dank bookme.co.nz haben wir ordentlich Rabatt auf den Eintritt erhalten und waren einen halben Tag dort. Der Besuch ist definitiv zu empfehlen!

Collage Treaty Ground Waitangi

Nach der Besichtigung wanderten wir den Mangroventrack bis zu den Haruru Falls und an der Straße zurück. Der Rückweg an der Straße ist nicht so schön und wir würden empfehlen den Weg zur die Mangroven wieder zurück zulaufen.

Collage Mangroventrack Whaitangi

Die Bay of Islands hat wahnsinnig viel zu bieten und wir blieben nicht nur eine Nacht, wie ursprünglich geplant.

Da unsere Walsichtung in Auckland und auch in der Südsee nicht von Erfolg gekrönt war, probierten wir es mit der Hole in the Rock Tour. Neben dem Ausblick auf die Inseln und dem „berühmten“ Loch im Felsen standen die Chancen ganz gut Orcas und Delfine zu sehen. An den Vortages wurden immer welche gesichtet. Wir hatten leider kein Glück und sind jetzt im Besitz eines Gutscheins für eine erneute Fahrt. Diesen Gutschein erhält man, wenn man keine Delfine oder Wale sieht. Super, uns wären die Wale lieber gewesen. Der Gutschein verfällt zwar nicht, aber wer weiß wann wir mal wieder da sind. 

Collage Ausfahrt zum Hole of the Rock – Paihia

Weiter ging es Richtung Norden mit dem Ziel Cape Reinga. Unterwegs hielten wir an einigen schönen Stränden und bei einer netten Dame bei Taipa, um Avocados zu kaufen (tolles „Office“ direkt am Stand).

Cape Reinga erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang. Ein Traum:

Sonnenuntergang am Cape Reinga

Nach einem kurzen Spaziergang fuhren wir zu unserer Schlafstätte, einem Strand unterhalb des Cape Reinga. Der Campingplatz Tapotutopu Bay hat nicht viel zu bieten außer Toiletten, liegt jedoch in einer tollen Bucht und so macht der Morgenspaziergang gleich doppelt Spaß.

Unser Camper auf dem Campingplatz an der Tapotutopu Bay

Vom Cape Reinga zum 90 Mile Beach und den Te Paki Sanddünen, die wir am Morgen erklommen, ist es nur ein Katzensprung. Unterwegs kann man sich auch für 10 NZD ein Board leihen und die Te Paki Sanddünen herunter sausen.

Collage Te Paki und der 90 Mile Beach

Nachdem wir die letzten Tage langsamer unterwegs waren als geplant, mussten wir uns jetzt beeilen und den ganzen Weg bis nach Auckland an einem Tag zurücklegen. Wir hatten dort unseren Wiederholungstermin für die Walsichtung, da diese das erste Mal abgesagt wurde. Ich kann gleich vorwegnehmen, dass sie auch dieses Mal abgesagt wurde und wir extra bis Auckland gefahren sind. Sehr ärgerlich!

Auf unserem Rückweg haben wieder an wunderschönen Stränden, wie z.B. dem Waipu Cove und Langs Beach Halt gemacht, gepicknickt und natürlich Muscheln gesammelt. Hier gibt es wirklich tolle Muscheln, wir sind uns nur über den Transport noch nicht einig.

der Norden der Nordinsel inkl. unserer Route (grün)

Der Norden ist wirklich schön und es ist uns ein Rätsel warum ihn so viele Touristen auslassen. Wir wären gerne noch länger geblieben und es hätte noch so viel zu entdecken gegeben.