Der malaysische Teil Borneos – unser Fazit

1. Malaysier lieben Schnulzen

Sowohl im Flugzeug werde zum Start und zur Landung Celine Dion oder Toni Braxton gespielt, als auch in den Einkaufszentren, im Taxi und beim Karaoke.

2. Borneo ist total anders als wir es uns vorgestellt hatten.

Wir dachten es ist ein afrikanisches Asien. Malaysia ist jedoch deutlich weiter entwickelt und „moderner“. Die Straßen sind asphaltiert und in guten Zustand und in den modernen Einkaufszentren bekommt man alles was man benötigt.

3. Die Städte auf Borneo laden nicht zum Verweilen ein.

Sowohl Miri, Kota Kinabalu, Kudat als auch Sandakan haben wenig zu bieten. Am besten nutzt man die Städte nur, um Vorräte aufzufüllen, Wäsche zu waschen oder für den Transport ( Flughafen, Busbahnhof).

4. Fliegen ist günstig und spart viel Zeit.

Der Flug hat uns meist nur unwesentlich mehr gekostet als eine Busfahrt, dafür aber viele Stunden gespart. Bsp. Kudat nach Sandakan: Bus = 60-70 MYR; Flug = 97 MYR → 30 MYR Differenz was ca. 7€ entspricht und uns mindestens 7h im Minivan erspart hat + ein super Rundflug über Borneo war.

5. Borneo ist kein günstiges asiatisches Reiseland.

Alle Backpacker, die wir getroffen haben, hatten die Kosten unterschätzt. Die Preise sind nicht mit Laos, Kambodscha oder Thailand vergleichbar. Vor allem Touren und Eintrittspreise müssen berücksichtigt werden. Es wäre jedoch schade, vor Ort zu sein und nichts von der Natur zu sehen. Eine 2-3 tägige Tour (ohne jeglichen Luxus) kostet mindestens etwas über 100 Euro pro Person. Dabei war jedoch alles außer Getränke inkl. und das fanden wir vollkommen in Ordnung. Da die Attraktionen meist sehr weit weg von Städten liegen, steigen die Kosten für Getränke oder Lebensmittel extrem. Da kann eine kleine Flasche Wasser schon mal 1 € kosten, was sich bei der Hitze schnell summiert. Auch wir haben hier erstmalig unser Budget nicht eingehalten, was jedoch an unserer Unterkunft in Mulu lag. Mit 50-60€ pro Tag sollte ihr pro Person rechnen und es ist auch so, dass ein Doppelzimmer (mind. 20€) teurer war als zwei Einzelbetten (ca. 6€) im Dorm.

6. Handeln ist nicht notwendig

Positiv ist uns aufgefallen, dass wir nicht handeln mussten. Transportpreise standen immer fest, am Flughafen gab es einen stand für Taxicoupons, die Minivans haben die Preise lt. Hostel verlangt und auf den Märkten gab es Preisschilder. Nur ein Mal hatten wir das Gefühl, dass wir mehr zahlen mussten -auf unserer letzten Fahrt zum Flughafen.

7. Wunderschöne gefährdete Natur

Borneo bietet traumhafte einsame Strände und Dschungel. Uns sind jedoch die vielen Palmölplantagen aufgefallen, die bereits eine große Flächen von Borneo einnehmen und somit den bedrohten Tieren den Lebensraum einschränken. Wir hoffen sehr, dass das Wachstum gestoppt wird und die Bevölkerung andere natur- & tierfreundliche Einnahmequellen findet.

8. Alle Religionen und Kulturen feiern und leben gemeinsam.

Es was sehr schön anzusehen, dass die Menschen trotz unterschiedlichem Glauben oder verschiedener Herkunft miteinander feiern. Egal welche Religion einen Feiertag hat, jeder feiert mit und scheint die andere Religion zu respektieren. Natürlich ist auch hier noch nicht alles perfekt und einige Randgruppen sind noch außen vor. Wir hoffen, dass Malaysia sich in dieser Richtung noch öffnet. Die vielen Vorschriften bzgl. Kleidung und Verhalten aus dem Reiseführer sind unserer Meinung nach überzogen und nicht erforderlich.