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Unglaublich! – Wir sind wirklich in Singapur.

Wir sind wirklich in Singapur und können es gar nicht fassen. Die Stadt hat uns in ihren Bann gezogen, vielleicht auch weil wir nicht darauf vorbereitet waren. Es war eine unserer Spontanentscheidungen nach Singapur zu fliegen und Nicholas zu treffen. Nicholas haben wir in der Transsib von Moskau nach Peking kennengelernt und er meinte wir können uns gerne in Kuala Lumpur treffen. Dort haben wir ihn um wenige Tage verpasst und da wir nicht wollten, dass er wegen uns nach KL kommt, haben wir Singapur vorgeschlagen. Nicholas hatte tatsächlich Zeit für uns, also buchten wir die Flüge.

Jetzt sind wir hier und hatten einen tollen Tag mit einem großartigen Guide in einer fantastischen Stadt.
Kurz nach 8 Uhr haben wir uns an der Metro (MRT) in der Nähe des Hostels getroffen und es war toll Nicholas wieder zu sehen und er war noch so sympathisch wie in unserer Erinnerung.  Zunächst die Frage: Frühstück?  – Ja, gerne. – Local oder Europäisch? –  Local natürlich.
Und schon ging es los zu einem Hawker (hier gibt es verschiedene Essensstände, da es keine Straßenstände in Singapur gibt) zwei Stationen vom Hostel entfernt.
Nicholas bestellt für uns Karottenkuchen, welcher nicht im entferntesten etwas mit Karotten zu tun hatte und Chwee Kueh, dazu gab es Kopi (Kaffee Singapurstyle). Es war wirklich gut und selbst der Kaffee überzeugte.

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Danach fuhren wir nach  Sentosa, eine kleine vorgelagerte Insel mit jeder Menge Attraktionen und einem Strand. Wir waren am Meer angekommen und ganz weit weg konnten wir unser nächstes Ziel Malaysia sehen/erahnen.2016-07-08 14.59.52

Hier steht das Schild südlichster Punkt des asiatischen Festlandes. Ist jedoch nur für Touristen, so klärte Nicholas auf. Singapur ist eine Insel, also kein Festland mehr, und selbst auf Sentosa gibt es südlichere Punkte.

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Auf dem Rückweg noch einen Snack für mich, einen nicht scharfen Curry Puff (Teigtasche mit Hühnchen und Pilzen) und einen Shake für Sarah und auf nach Chinatown.  Es war gut, dass wir so früh unterwegs waren, denn auf dem Rückweg kamen uns viele Menschen entgegen. Es war ein nationaler Feiertag, was wir natürlich nicht wußten.
In Chinatown angekommen tranken wir Zuckerrohrsaft mit Zitrone – sehr lecker und solltet ihr auf jeden Fall testen. Danach schlenderten wir durch die Geschäfte.Hier kann man jede Art von Souvenirs kaufen, Tempel und die alten Häuser bestaunen.

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Nicholas musste uns leider am Nachmittag verlassen, stattete uns aber mit einer Karte und jeder Menge Kringel + Hinweisen aus und wir verabredeten uns für den nächsten Morgen.

Es war toll mit Nicholas, denn neben den sehenswerten Plätzen, haben wir auch viel über das Leben in Singapur erfahren. In Singapur besitzt man ein Auto eigentlich nicht wirklich, sondern man „kauft“ es für 10 Jahre und danach muss man es wieder abgeben. Einen Toyota zu „kaufen“ ist jedoch genauso teuer wie in anderen Ländern ein Ferrari. Der Unterschied ist jedoch, den Ferrari kann man behalten. Viele Dinge sind auch sehr strikt geregelt und mit hohen Geldstrafen versehen. In der Metro ist Essen und Trinken verboten und es hält sich tatsächlich jeder daran.

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Vielleicht sind diese Regeln und hohen Strafen dafür verantwortlich, dass alles so sauber ist und das Zusammenleben der verschiedene Kulturen so gut funktioniert, denn auch Rassismus wird hart bestraft.

Wir verabschiedeten uns von Nicholas und tauschten, wie von Nicholas empfohlen, Singapur Dollar in Malaysia Ringgit für unsere Weiterreise. Es ist die Wechselstube mit dem besten Kurs und entsprechend lang war die Schlange. Neben dran gab es Shakes, wie praktisch für die Wartezeit, wir kauften 2 und können sagen Finger weg von Weizengras. Der hat uns absolut nicht geschmeckt.

Weiter zur Bugis-Street, wo wir um wieder kleine Snacks kauften und uns in die Menschenmengen stürzten.

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Zu Fuß liefen wir nach Little India.

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Den Abend wollten wir mit den Lightshows ausklingen lassen und fuhren mit der Metro bis zur Promenade. Durch den Olympiapark, mit einem Pfefferminz-Schokoeis (super!) über die Formel 1-Strecke bis zum Hawker am Esplanade. Dort kauften wir das Abendessen Ananasreis (war nicht so gut) und frittierte Bananen mit Kokosdip und setzten uns auf die kleine Tribüne am Esplanade, wo jeden Abend um 19 Uhr ein kostenloses Konzert stattfindet. Juli war der Jazz-Monat und während wir aßen spielte die Band.

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Um 19.45 Uhr und 20.45 Uhr findet jeden Abend die Lightshow an den Supertrees statt. Wir waren verzaubert.

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20.30 Uhr und 21.30 Uhr erleutet die Marina Bay in verschiedenen Farben bei einer Lightshow.

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Zum Abschluss des Tages liefen wir am Fluß entlang und bewunderten die schön beleuchtete Stadt. Es gibt so wahnsinnig viele Details, alles ist gestaltet und ordentlich gepflegt.

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Am Clark Quay reihen sich Bars neben Restaurants und Clubs. Im Hintergrund die Musik der Bars, wir sitzend auf den Treppen am Fluß, haben wir den Tag Revue passieren lassen und waren uns einig: Die Planänderung war die richtige Entscheidung! Es war wie ein Tag Urlaub von der Weltreise. Mit schmerzenden Füßen nach über 15km mit 18.500 Schritten fielen wir ins Bett.

Morgen geht es wieder in das „reale“ Asien.

Am nächsten Morgen haben wir uns wie besprochen mit Nicholas getroffen und gingen erstmal frühstücken. Dieses Mal im Hawker an der Bugis Street.


Nicholas hatte uns angeboten mit nach Malaysia zu fahren und mit dem Bus zu helfen. Er ist einfach so nett und wir haben das Angebot gerne angenommen. Nach dem Frühstück ging es zur Busstation ganz in der Nähe von Bugis.


Für 3.30SGD was ungefähr 2,20€ entspricht (extra für Udo ;o) sind wir mit Causeway Link zur Grenze gefahren (ca. 30 min). Dort mussten wir aussteigen und in ein Gebäude zur Ausreise (war super unkompliziert), danach wieder zur Busstation auf der anderen Seite. Das Gleiche an der malaysischen Seite nochmal. Das Ticket gilt bis Larkin, einer Busstation in Malaysia ca. 10 min von der Grenze entfernt. Deshalb unbedingt das Ticket aufheben, es muss jedes Mal vorgezeigt werden.
Angekommen in Larkin hat Nicholas nach den Bussen geschaut. Gute und vertrauenswürdige Busse sind KKKL und Causeway. Der nächste Bus fuhr um 13 Uhr und es gab noch zwei Plätze für uns. Für 35 Ringit je Person (7,80€) gehörten sie uns.

Der Bus war super und gegen 17 Uhr waren wir in Kuala Lumpur.

Ausgestattet mit einer Wegbeschreibung zum Hostel und einer Metrokarte von Kuala Lumpur von Nicholas  (er hat wirklich an alles gedacht) haben wir auch unser Hostel im Nu gefunden und konnten sogar noch auf Sightseeingtour gehen.

BIG THANKS to Nicholas! We had a great time in Singapur!

Abschiedsbild- Nicholas und wir in Malaysia an der Busstation
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Wir sind zu alt für so etwas!

Da wir unseren Flug nach Singapur kurzfristig gebucht hatten (mal wieder eine Spontanentscheidung), fehlte auf die schnelle noch ein Zimmer. Nicholas aus Singapur empfahl uns ein Hostel, was für Singapur-Verhältnisse günstig und gut sein soll. Aufgrund mangelnder Alternativen, wir haben ewig nach einem halbwegs bezahlbarem Doppelzimmer gesucht, buchten wir 2 Betten im gemischten Schlafsaal. Es gab nicht mal mehr Zimmer im Frauen-Schlafsaal.

Jetzt liegen wir hier in unseren Kapseln und befürchten kein Auge zu zukommen.

Mein (Elke) Bett ist unten und direkt neben der Tür, oben schmieft es und hinten quaken zwei Chinesinnen.

Das kann ja lustig werden… 

Falls wir nochmal auf so eine Schnapsidee kommen: Bitte, bitte haltet uns davon ab! Wir sind über 30 und definitiv zu alt für so etwas! 

Wenigstens ist es sauber, die Metro nur wenige Meter entfernt und es gibt eine Waschmaschine und einen Trockner. Die werden wir beide morgen gleich nutzen.

Und das ganz TOLLE ist: Wir sind in Singapur! 

Hier schon mal die ersten Eindrücke: