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Eine lange Fahrt nach Laos

Im Regen verlassen wir Guilin, vollgepackt mit Essen und Getränken, da wir noch nicht wissen wann wir in Laos ankommen.

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Mit nassen Schuhen erreichen wir den Bahnhof in Guilin. Leider kam uns erst danach die Idee, die wasserfesten Wanderschuhe anzuziehen.
Jetzt versuchen wir verzweifelt die Schuhe und Socken im Zug trocknen zu lassen und belästigen andere mit unserem Geruch. Naja, ist nur die Revanche für das Schmatzen und Schlürfen. Hmm, wir haben Kopfhörer mit Musik, ob sie Nasenklammern dabei haben?

Ein letzter Blick aus dem Zug auf die schöne Landschaft um Guilin:

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Hier unser Reiseplan:
1. Schnellzug von Guilin nach Nanning – ca 2,5h
2. Nachtzug von Nanning nach Hanoi – ca. 10h
Danach gibt es mehrere Alternativen. Unsere liebte Wahl wäre noch einen Flug von Hanoi nach Vientiane oder Luang Prabang zu erwischen, da wären wir tatsächlich in 1h in Laos.
Falls das nicht klappt soll es einen Nachtbus von Hanoi nach Vientiane geben. Dazu haben wir einige Horrorgeschichten gelesen und würde mindestens 24h dauern. Wir haben den Ticketservice bereits angeschrieben, aber auch nach 5 Tagen keine Antwort erhalten (ein weiterer Grund für unsere spontane Flugentscheidung).
Da wir nicht wissen wo dieser Bus abfährt, haben wir eine weitere Alternative gesucht. Wir würden dann mit dem Zug bis Vinh (Vietnam) und von dort mit dem Bus oder mehreren nach Laos reisen, was wahrscheinlich mindestens 48h dauern würde.
Wir hoffen auf unser Glück.

Guilin bis Hanoi
Unser Zug von Guilin war wieder pünktlich, so wie wir es von den Schnellzügen in China gewöhnt waren.
Unseren Aufenthalt in Nanning verbrachten wir mit Leute beobachten und Musik hören und 18:05 Uhr startete unsere Fahrt nach Hanoi.
Unser Zug sah aus wie die Transsib, nur rot und älter.
Drinnen erlebten wir eine Überraschung! Der Zug war zwar älter, aber deutlich sauberer, die Betten waren bereits gerichtet, jeder hatte 2 Kopfkissen und es standen Schlappen bereit. Es gab separate Waschräumen, die Toilette war sauber und es hing sogar eine Duftkugel darin. Warum war das in der Transsib nicht? War doch auch ein chinesischer Zug!
Unsere Fahrkarten sind ebenfalls sehr interessant. Es ist das erste Mal, dass wir sie lesen können. Es ist alles auf deutsch und russisch beschrieben. Bei der Transsib dachten wir noch es liegt daran, dass wir sie von Deutschland aus gekauft hatten. Ist wohl immer so.

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In unserem Abteil war noch eine Vietnamesin, die englisch sprach und ein älterer Chinese, der unendlich laut schnarchte.
22.10 Uhr wurde überall Licht angeschaltet und 22.15 Uhr kamen wir an der chinesischen Grenze an.
Wir mussten dieses Mal mit Sack und Pack den Zug verlassen und in ein Gebäude gehen. Dort wurden die Sachen zuerst durchleuchtet und danach anstellen in die Reihe für die Passkontrolle. Alles ohne Probleme und wir bekamen den Ausreisestempel.

Das Witzige war, dass man den Beamten danach noch bewerten durfte/sollte. Es gab 4 Smiley-Buttons: sehr zufrieden, zufrieden, zu lange Wartezeit, schlechter Service. Wir haben natürlich sehr zufrieden gedrückt. Was passiert wohl, wenn man ’schlechter Service‘ drückt?

22.45 Uhr waren wir wieder im Zug und 23.30 Uhr ging es weiter.
Um 0.25 Uhr die gleiche Prozedur auf der vietnamesischen Seite, nur nicht so professionell. Wir erhielten eine Aufenthaltsgenehmigung bis 29.06.2016, da Deutsche bis 30.06.2016 kein Visum benötigen.

Das Merkwürdige war, dass ich von mehreren Chinesen angesprochen wurde (während ich auf Sarah wartete) ob ich Geld gezahlt hätte. Ich verneinte und das fanden sie verwunderlich. Die Grenzbeamten ließen mich auf Sarah warten, hielten mich aber möglichst von Chinesen fern.
Ein Chinese erläuterte mir, dass sie jedes mal TIP geben mussten und wenn es nicht genug war bekamen sie den Pass nicht.
Nach 30 min waren wir wieder im Zug, die Chinesen kamen erst 1h nach uns und danach fand noch eine Diskussion in unserem Abteil statt.
Ab und zu sah uns der Chinese an und gab eine kurze Zusammenfassung in Englisch.
Eine weitere Stunde später setzte sich der Zug wieder in Bewegung, wir stellten die Uhr 1h zurück und versuchten zu schlafen.

5.30 Uhr waren wir am Bahnhof in Hanoi, wenn man das Bahnhof bezeichnen kann, und liefen zu dem Flughafen in der Nähe.
Da wir bereits 1 h um den Flughafen liefen und wir den Weg zum Terminal nicht fanden, befragten wir die Leute und hatten bei einer jungen Frau Glück, denn sie sprach Englisch. Sie begleitete uns auf dem Weg und erklärte uns beim Laufen, dass es ein kleiner Flughafen ist.

Klein?
Gibt es noch einen?
Ja den internationalen Flughafen, sehr weit weg.
Dann müssen wir zu dem!
Wie ohne Dong? – Das Taxi wollte keine Dollar von uns.

Sie verhandelte mit dem Fahrer und für $20 wurden wir zum richtigen Flughafen gefahren.
Einen Dank an die Aquabike-Damen!! Das Geld wurde gut angelegt.

Da wir Glückskinder sind sitzen wir jetzt (etwas müde) mit Tickets nach Luang Prabang in der Hand am Flughafen, trinken Kaffee und surfen im Internet.

Wir melden uns aus Laos!

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Kosten in China

Wenn man möchte kann man günstig durch China reisen, wenn man sich von Straßenessen oder Markt ernährt und in Dorms schläft. Grundsätzlich ist China jedoch nicht so günstig wie man denkt. Vor allem in den Touristengiebieten bei Aktivitäten und Attraktionen wurden die Preise stark angehoben.
In Guilin hatten wir auch das Gefühl, dass es nur um Geld geht und Touristen definitiv mehr bezahlen müssen und auch unfreundlich behandelt werden (dieses Gefühl hatten wir an keinem anderen Ort).
Bei Kleidung und Accessoires sieht es ähnlich aus. Günstig sind nur die Produkte mit schlechter Qualität. Bei besser Qualität zahlt man fast deutsche Preise.
In meinem neuen Lieblingsladen Miniso bekommt man Kosmetikartikel und Kirmskram relativ günstig. Über die Qualität kann ich nichts sagen, da ich befangen bin 😉
Den Transport haben wir als günstig und sehr gut empfunden.

ESSEN & GETRÄNKE
Straßenessen: 1-3 Yuan (in Guilin 3-8 Yuan)
Wasser : 1-2 Yuan im Supermarkt 550mL; 2-4 Yuan für 1,55L
Cola: 3-4 Yuan
Saft: 4-5 Yuan
süßes Stückchen/Brötchen: 4-6 Yuan
Kalter Kaffee: 4,5-6 Yuan
Warme Kaffee: 15-30 Yuan (ist schwer zu finden, außer bei den bekannten Ketten )
Dumplings im Shop: 2-4 Yuan
Abendessen in lokalem Restaurant: 50 Yuan p.P.
Bier auf der Straße: 5-8 Yuan
Eis: 3-5 Yuan
Wassermelone: 3 Yuan je kg
Bananen: 4-6 Yuan je kg
Abendessen im Hotel: 20-40 Yuan
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TRANSPORT
Metro Peking/Shanghai: je Strecke zwischen 2-5 Yuan
Schnellzug Peking – Shanghai: 553 Yuan
Schnellzug Shanghai – Guilin: 659,50 Yuan
Schnellzug Guilin – Nanning: 111 Yuan
Bus Guilin – Yangshuo: 25 Yuan
Boot Guilin – Yangshuo: 185 Yuan
Zug Softsleeper Nanning – Gialam (Hanoi): 215 Yuan
Taxi Yangshuo 5km: 30-40 Yuan
Bus Fuli -Yangshuo: 3 Yuan

ÜBERNACHTUNGEN im Doppelzimmer – Preis pro Zimmer
Hostel Peking: 225 Yuan -Saga International
Hostel Shanghai: 190 Yuan -Old West Gate (über Booking nur 165 Yuan)
Hostel Yangshuo: 190 Yuan -Outside Inn
Hostel Guilin: 89-120 Yuan -Riverside

EINTRITT/TOUR
alter Sommerpalast Peking: 60 Yuan
neuer Sommerpalast Peking: 80 Yuan
Gold Cave Yangshuo: 82 Yuan (im Hostel 70 Yuan)
Bambooboat-Tour: 200 Yuan für 1,5h (Preise haben sich seit letztem Jahr verdoppelt)
Lightshow Yaugshuo: 120-600 Yuan je nach Kategorie & wo man kauft
Moonhill Yangshuo: 15 Yuan

SONSTIGES
Wäsche Hostel Peking: 20 Yuan je kg
Wäsche Hostel Yangshuo: 50 Yuan je 3kg
Ganzkörper-Massage je Wunsch 90-170 Yuan
Fußmassage: 80-120 Yuan
Nägel lackieren: 50-80 Yuan (Franzosen haben uns etwas von 2€ erzählt, dass haben wir jedoch nirgends gefunden.)
Fahrrad Peking: 50 Yuan pro Tag

Gerade bei Dienstleistungen ist durch Verhandlung immer ein besser Preis erzielbar.

Der aktuelle Wechselkurs: 1 Euro = 7,3 Yuan

Fazit China und ein paar Tipps

Es gibt viele Vorurteile über Chinesen, die uns von allen Seiten vorab zugetragen wurden:
– sie sind sehr laut
– sie stinken
– ohne Chinesisch geht gar nichts
– unfreundlich
– drängeln vor
– …

Als Erstes müssen wir hier eine Lanze für China brechen.
Es ist ein sehr schönes Land und wir haben uns sicher und willkommen gefühlt. Die Menschen waren uns gegenüber immer aufgeschlossen, höflich und hilfsbereit. Auch ohne 1 Wort chinesisch sind wir von A nach B gekommen, konnten im Restaurant essen und sind auch sonst nicht verhungert. Natürlich wissen wir bis heute nicht was alles im Essen war.
Trotz Straßenessen hatten wir keine Probleme und haben sogar das Leitungswasser zum Zähne putzen benutzt.
Es hat nahezu nie gestunken, was daran liegen kann, dass es unzählige öffentliche Toiletten (die meist auch sauber sind) gibt und die Straßen regelmäßig geputzt werden.

Natürlich gibt es auch ein paar Dinge, die sich bewahrheitet haben. Sie reden sehr laut und geben komische Geräusche von sich. Und wir fragen uns: Wie viele Liter Spucke ein Chinese pro Tag produziert? Das ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig. Die meisten Geräusche haben wir im Zug festgestellt. Sie schauen Filme auf ihren Handys, aber ohne Kopfhörer und essen nahezu die ganze Fahrt. Wie das ganze Essen in so zierliche Personen oder auch Kleinkinder passt? Keine Ahnung!

So hat je Nation etwas anderes, was aber niemanden von einem Besuch abhalten sollte.

Die Verkehrsverbindungen sind top und die Busse und Züge waren meistens pünktlich. Der Ticketkauf war widererwartend auch sehr einfach.
Weiterhin als positiv haben wir die vielen elektrobetrieben Fahrzeuge empfunden.

Streiten kann man sich natürlich über die Politik, aber da durften wir sehr viele Staaten dieser Welt nicht besuchen!

Einige Webseiten sind in China tatsächlich gesperrt z.B. Google und Facebook. Alle die ihre Mail über GMail empfangen, haben somit ein Problem und auch Google Maps ist nicht nutzbar. Aber dafür gibt es Lösungen. Entweder ihr verwendet Alternativen (z.B. Maps me) oder ihr nutzt VPN. Beides muss vor der Einreise organisiert werden.
Zu VPN können wir zwei Technikfreaks leider nichts sagen, da wir das vorher nicht wußten und uns dieses Wort auch nichts sagt.

Eine weitere Empfehlung ist eine Übersetzungsapp, die Englisch in Schriftzeichen anzeigt und andersherum. Auch diese App vorab besorgen, da auch der Playstore nicht funktioniert. Wir hatten diese also auch nicht. Wie ihr seht waren wir gut vorbereitet :o)

Auf eines solltet ihr euch noch bereit machen: Fotos von euch werden immer wieder gemacht, mal heimlich oder auch schüchtern fragend/zeigend. Wenn wir es mitbekamen haben wir meist gelächelt und der Person gedeutet, das wir auch eins zusammen machen können. Darüber haben sie sich dann wahnsinnig gefreut. Ab und zu ist man auch ins Gespräch gekommen, was aufgrund der schlechten Englishkenntnisse der Chinesen und unserer nicht vorhandenen Chinesischkenntnisse sehr zäh und kurz war.

Es gibt noch jede Menge in China zu entdecken, wie auf dieser Karte, die wir kurz vor unserer Abreise entdeckt hatten, zu sehen ist.

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Das muss gefeiert werden!

Heute sind wir einen Monat unterwegs und haben schon viel erlebt.
Bisher hatte jeder Ort seine Besonderheiten, auch wenn wir nicht alles ein 2. Mal haben müssten… z.B. Zug Nr. 4 dürfte das nächste Mal lieber Nr. 6 sein, in der 1. Jurte bräuchten wir keine 2. Nacht, in Jurte Nr. 5 war es eine spezielle Erfahrung und wir würden das nächste Mal ein anderes Hostel in Shanghai wählen.
Ansonsten war es bisher so, wie wir uns vorgestellt hatten (soweit das überhaupt geht) oder besser.

Wir freuen uns auf die nächsten 4 Monate, die fremden Länder und Kulturen und spannende Eindrücke.
Zu Feier des Tage und unserem letzten Abend in China gibt es heute etwas Definierbares vom Straßenstand und einheimisches Bier.

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Unser letzter Tag in Yangshuo und das Fazit

Wie leider nicht anders zu erwarten sind wir auch an unseren letzten Morgen in Yangshuo mit einem Gewitter aufgewacht. Es schüttete den ganzen Vormittag und wir nutzten die Zeit mal wieder für unseren Blog und unsere weitere Reiserecherche. Bei einem Cappuccino und den Früchten vom gestrigen Marktbesuch ( Pitahaya. Babybananen, Minimango) startete der Tag für uns trotzdem gut, denn gegen ein bisschen faul sein und entspannen sprach nichts.

Gegen Mittag hörte der Regen dann doch auf und wir machten einen kleinen Spaziergang in die umliegenden Dörfer und zum Yulong Fluß, der mittlerweile an so mancher Stelle über die Ufer getreten war. Es half nichts – Schuhe ausziehen und hoffen, dass uns währenddessen kein Motorradfahrer entgegen kommt.

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Zum Wandern, Rad fahren und sonstige Outdoor Aktivitäten ist die Umgebung von Yangshuo wie gemacht. Ein bisschen Glück mit den Wetter muss man haben, aber das ist ja überall so. Die Landschaft mit ihren vielen Karstbergen ist wunderschön. Durch den vielen Regen war es sehr schwül und die Moskitos hatten uns zum fressen gern.

Yangshuo selbst ist sehr touristisch und uns hat es etwas außerhalb einfach besser gefallen. Es ist nicht mehr der Geheimtipp wie vor 10 Jahren, sondern ein sehr beliebtes Urlaubsziel der chinesischen Bevölkerung. Es gibt einen kleinen Hügel im Yanshuo Park von dem man einen schonen Blick von oben auf die Stadt hat.
Sehr begeistert waren wir von der Lichtershow, der Impression Sanjie Liu auf den Li River und der Goldwater Cave mit dem Schlammbad und der heißen Quelle.
Eine Bambooboat-Tour würden wir allerdings nicht wieder machen, da es unserer Meinung preislich überteuert war und nicht so schön war wie gedacht hatten.
Was uns aufgrund des vielen Regens leider verwährt blieb, ist die Tour mit einem Kormoran-Fischer. Er fängt seine Fische mit Hilfe des Vogels und dieser benötigt dafür klares, ruhiges Wasser.
Es war zwar kein so aktiver Abschluß in China, wie wir ihn geplant hatten, aber dafür gehen wir nun entspannt in den nächsten Teil unserer Reise – das farbenfrohe Laos soll noch sehr natürlich und wenig touristisch sein . Wir freuen uns darauf 🙂

Noch ein paar Worte zu Guilin:
Guilin ist ebenfalls sehr touristisch und schon bei der Ankunft wird man von unzähligen Frauen, die einem die ganze Zeit hinterher laufen und rufen “ Bus Yangshuo, Bus Yangshuo, verfolgt. Das war schon sehr nervig.
Ansonsten gibt es ein paar Dinge zu tun, da es jedoch nahezu die ganze Zeit in Strömen geregnet hat, haben wir kaum etwas gesehen außer:

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Von Guilin kann man sowohl mit den Bussen oder dem Zug in weite Teile Chinas reisen und ist für 1 Tag gut zu besuchen.
Noch ein Tipp für Kaffeetrinker oder Kuchenliebhaber: Es gibt ein sehr tolles Café (ist in China sonst schwer zu finden) Moma Cake an der Hauptstraße, Central Zhongshan Road, ca. 25min vom Bahnhof Richtung Mulong Lake Park. Hier gibt es guten Kaffee zu normalen Preisen, Rosinenbrot, dunkles Brot, Torten, belegte Brote und vieles mehr.

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Bauernmarkt in Fuli

Manchmal sind spontane Entscheidungen doch die besten Entscheidungen.
Wir saßen beim Kaffee und überlegten was wir heute machen könnten. Da es immer noch regnete waren wir eigentlich soweit im Hostel zu bleiben und unsere Reise zu planen.
Da andere Hotelgäste nach Fuli wollten wurden wir gefragt, ob wir das Taxi teilen. Wie viel Zeit haben wir? 15 Minuten – dann aber schnell!
Ohne Frühstück kamen wir wenig später am Markt an und der Regen hatte aufgehört.
Zunächst Frühstück suchen und dann weiter durch die Gänge schlendern und uns mit Obst eindecken.
Sie haben tatsächlich versucht teurere Preise von uns zu verlangen, aber ich bin ein Fuchs ;o)
Ich habe darauf geachtet was die Einheimischen pro kg bezahlt haben und hab reklamiert, wenn sie bei uns den Preis höher gestellt haben!
Sie lachten und stellten den Preis wieder nach unten.
So haben wir 0,5kg kleine Mangos für 4 Yuan, 4 Teigtaschen (ähnlich Berliner) für 4 Yuan, 2 Pitahaya (rot innen) für 2 Yuan und 2 Hefeklöse für 2 Yuan gekauft.
Nur bei den Bananen war die Frau cleverer und hat Sarah wahrscheinlich etwas abgezogen. Sie hat Bananen bestellt und der Preis wurde genannt. Okay für uns, also gab Sarah das Geld und danach hat die Dame 5 Bananen abgetrennt und uns gegeben. Naja, 5 Bananen für 5 Yuan sind auch nicht schlecht.
Lektion des Tages: Erst Ware, dann Geld!
Am Ende haben wir noch eine 32GB Speicherkarten gekauft (auch wenn man das nicht machen sollte) und 20 Yuan bezahlt. Beim ersten Test waren auch tatsächlich 32GB zu Verfügung. Mal schauen, ob sie hält.

Auf dem Markt gab es wirklich alles. Leider tatsächlich auch Hunde…
Ansonsten war es wirklich toll, wir haben frische Früchte und gut verhandelt!

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Danach ging es mit dem öffentlichen Bus zurück nach Yangshuo, wo wir uns gleich für Dienstag das Busticket gekauft haben.
In Yangshuo waren wir noch auf einem Aussichtspunkt (im Park), wo man über die Stadt schauen kann und sind durch die Gassen geschleundert.

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Pünktlich zum Regen waren wir wieder im Hostel.

Jetzt duschen und dann gibt es Abendbrot.

Entspannung – Die ersten Tage in Yangshuo.

Wer hätte wissen können, dass die Chinesen jetzt 3 Tage frei haben und alle unterwegs sind?
Gut, dass unser Hostel außerhalb von Yaugshuo liegt … .

Wir hatten uns für den ersten Tag vorgenommen nichts zu tun und das haben wir tatsächlich getan.
Naja, nicht wirklich nichts … nur Buch lesen, Recherchen für die weitere Reise, Tischtennis, Fotos & Videos sortieren und in die Cloud hochhaden (Das klappt wirklich super und so kann nichts passieren, falls unser Tablet oder die Kamera tatsächlich abhanden kommt.).
Am Abend sind wir dann doch noch zu den bekannten Light-Shows. Unser Hostel hatte sich um die Karten und das Taxi gekümmert und wir mussten nur noch einsteigen.
Die Show war wirklich toll. Die großen Felsen in der näheren Umgebung wurden angestrahlt und als Kulisse genutzt. Die Show selbst fand auf dem Wasser statt. Es gibt schwimmende Bühnen, einen Steg (der verschoben werden kann) und hunderte von kleinen chinesischen Fischerbooten. 7 unterschiedliche Abschnitte sollen es sein, aber da wir nicht einmal den Inhalt verstanden haben, waren uns die Abschnitte auch nicht ersichtlich. Unendlich viele Akteure sind an diesen Stück beteiligt – hinterher haben wir nachgelesen – und es sind 600. Ziemlich beeindruckend…
Vielleicht auch nur für uns, denn schon während der Show konnten wir viele Chinesen beobachten, die lieber mit ihrem Handy gespielt haben. Auch den Schluß konnten viele wohl einfach nicht erwarten, und so sind sie schon 5 Minuten vor Ende aufgestanden und gegangen.
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Am nächsten Tag wollten wir zu einem „geheimen“ Strand. Ganz so geheim kann er nicht sein, wenn er in Maps me (unserer tollen App, die wir nur wärmstens empfehlen können) steht.
Fahrräder kann man kostenfrei im Hostel bekommen. Wir nahmen also 2 Mountainbikes & los ging’s.

Dank der App haben wir den Strand gefunden, der definitiv nicht zum Verweilen einlud. Einen Besuch können wir nicht empfehlen!
Wir mussten durch Wasser laufen um zu der Insel mit dem „Strand“ zu gelangen und dort badeten tatsächlich andere Touristen und 4 einheimische Kinder.
Unsere Entscheidung war getroffen … nur die Füße. Plötzlich hatten wir große rote Flecken überall an den Beinen. Schnell weg, denn irgendetwas schienen wir nicht zu vertragen.

Zurück in Yangshuo hielten wir in einer kleineren Straße an einem Café. Das Café Echo gehört einem Deutschen und nach wenigen Minuten gesellte er sich zu uns. Kurz darauf kam noch eine Deutsche an unseren Tisch und wir hatten ein paar Stunden eine tolle Unterhaltung über das Leben in China (beide leben aktuell hier), Politik, Hartz IV und vieles mehr.
Wir fragten noch nach einer guten Massage-Dr. Lili- und nach der Verabschiedung fuhren wir zu ihr und gönnten uns eine Ganzkörpermassage. So lässt es sich aushalten ;o)
Mit etwas Verhandlung bekommt man auch einen Preisnachlass.

Für den dritten Tag hatten wir einiges geplant, nachdem es aber die ganze Nacht + Morgen geregnet hatte geriet unser Plan ins Wanken.
Vielleicht doch einfach hier bleiben?
Nein, wir sind nicht aus Zucker und so haben wir vielleicht eine Chance auf weniger andere Touristen.
Das Mountainbike wurde noch gegen ein bequemeres Fahrerad getauscht und wir fuhren zur Bambooboat-Stelle.
Unser Plan ging tatsächlich auf und bis zur nächsten Abfahrtsstelle waren wir allein auf den Fluß (Yolong).
Mittlerweile regnete es kaum noch und wir genossen die Fahrt.

Unsere Fahrräder wurden wie besprochen zum Endpunkt gebracht und von dort wollten wir weiter.
Zunächst zum Golden Cave und danach zum Moon Hill (das Loch im Berg soll wie ein Mond aussehen).

Unsere Tickets für den Cave hatten wir bereits im Hostel gebucht,da es günstiger war.
Dort angekommen wollten sie uns ein Schließfach verkaufen, da wir in der Höhle baden wollten und es so sicherer wäre. Wir entschieden uns dagegen und es war genau richtig. Wir waren nur zu viert bei der Tour und konnten während der Bäder immer einen Blick auf den Rucksack werfen. Gar kein Problem! Die anderen ärgerten sich eher, da sie die Kamera im Schießfach hatten.

Zunächst liefen wir durch die Höhle (alles war bunt angestrahlt) und uns wurde einiges erläutert. Das Highlight kam jedoch erst gegen Ende … die Bäder.
Erst ein Schlammbad & dann in die heißen Quellen.
Das Schlammbad war etwas kühl, daran gewöhnte man sich aber schnell, und wenn man sich hinlegte trieb man an der Oberfläche.
Danach abspülen und rein ins heiße Wasser. Wir hatten Spaß und die Becken fast für uns.
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Mittlerweile war es 16 Uhr und wir entschieden uns gegen den Moon Hill und radelten die ca 9km zurück zum Hostel.

Ein weiterer entspannter Tag. Morgen wollen wir zum Markt nach Fuli (ca. 15km) und zum Moon Hill.
Mal schauen, ob wir das schaffen. Es ist weiterhin viel Regen angesagt.

Es hält was es verspricht!

Angekommen in Yangshuo.

Heute morgen haben wir in Guilin am Busbahnhof Tickets nach Yangshou gekauft.
Wir konnten aus jeder Menge Abfahrtszeiten wählen und die Fahrt kostet 25 Yuan. Wir entschieden uns für 13.15 Uhr, damit wir noch in Ruhe frühstücken konnten.

Überpünktlich am Bahnhof mussten wir eine ganze Weile auf unseren Bus warten. Er hatte 20 Minuten Verspätung und nach weiteren 1,75h waren wir in Yangshou. Der Bus war sauber und es wurde ein Film abgespielt (in Chinesisch).
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Bei unserem Hostel hatten wir uns erkundigt was ein Taxi für die 5km kosten darf – 40 Yuan.
Also auf in die Verhandlung mit dem Fahrer. Er startete mit 60 Yuan, wir sagten 40 Yuan und er schüttelte den Kopf. Wir drehten uns um und liefen los und schon sagte er okay. 10 Minuten später waren wir da.

Ein frischer 0-Saft zu Begrüßung und einen super Eindruck – glaub wir haben das Richtige für uns ausgesucht.
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Shanghai – unterwegs im „westlichen“ China

Shanghai wirkt im Vergleich zu Peking deutlich moderner – schon allein die Skyline am Huangpu.

Unser Hostel ‚Old West‘ ist im Stadtteil Huangpu und auch hier war es etwas wie in den Hutongs, nur dreckiger. Straßenständen gab es auch hier und unsere Verpflegung war gesichert.

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Sehr zu empfehlen sind die angeberatenen Dumplings, an der ersten Ecke links vom Hostel. Hier stehen morgens sehr viele Menschen an und kaufen ihr Frühstück. Sie sind mit Hack gefüllt, typisch für Shanghai und man sollte mindestens 4 kaufen (kosten 4 Yuan). Wir haben beim ersten Mal 2 Stück zum testen gekauft und eine nette Dame, die mit uns anstand, hat uns alles auf Englisch erklärt. Gleich gegenüber ist ein weiterer Stand, der ebenfalls gut frequentiert ist und Gebäck ohne Fleisch verkauft -ebenfalls zu empfehlen. Die dicken Kugeln mit Sesam sind übrigens süß und klebrig. Achtung: gegen Mittag schließen diese beiden Stände!

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Am Morgen (7Uhr) haben wir unser Frühstück bei den Ständen gekauft und sind in den Gucheng Park gelaufen. Dort findet ihr eine freundliche TaiChi-Gruppe, die uns am 2. Tag während der Übungen schon zugewunken hat.  Die meisten sind toll gekleidet und auch der Fächer und das Schwert kommen zum Einsatz.

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Zu Fuß lässt sich sehr viel erkunden und so sind wir jeden Tag losgezogen und haben uns überraschen lassen. Wir sind z.B. zufällig auf einem Heiratsmarkt gewesen. Hier bieten die Eltern ihre Kinder an. Alle wichtigen Informationen stehen auf dem Schirm, wie der weitere Ablauf ist, ist uns leider unbekannt.

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Wir sind durch die Parks und fassen gelaufen oder auf dem Bund spaziert und konnten Touristen beim Posen beobachten. Am Abend haben wir die Lichter genutzt und mit der Kamera experimentiert, wie im letzten Shanghai-Beitrag gezeigt.

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Tianzifang hatte es uns besonders angetan und wir sind stundenlang durch die kleinen Gassen & Geschäfte geschleudert -sehr touristisch, aber schön.

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Weiterhin können wir den City God Tempel empfehlen. Er koste 10 Yuan Eintritt und liegt mitten in der Stadt beim Yu Garten.

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Unser Aufenthalt in Shanghai war nur kurz, da wir uns nach etwas Ruhe sehnen und das Hostel auch nicht besonders gut war.
Generell kann man sagen, dass Shanghai etwas teurer ist als Peking. Außerdem wirkt sowohl die Stadt als auch ihre Bewohner moderner und nicht mehr so traditionell.
Nach 3 Tagen verlassen wir die Stadt bereits wieder Richtung Süden, es hätte aber noch eine Menge zu eutdecken gegeben.

Fazit: Wir kommen wieder!

Erholung vom Reisen

Nachdem wir die letzten 3 Wochen immer unterwegs waren wollen wir jetzt Ruhe und reisen aus diesem Grund nach Yangshuo.
Dort hoffen wir auf Natur, Entspannung und viel von nichts ;o)

Die Tickets nach Guilin haben wir gestern am Bahnhof in Shanghai gekauft.
Wir fahren wieder mit dem Schnellzug (Dauer 9h) und dieser hat uns p.P. 653 Yuan gekostet.
1 Nacht werden wir in Guilin schlafen und von dort die Weiterreise nach Yangshuo organisieren.
Das Hostel in Yangshuo ist gebucht und wir hoffen es hält was es verspricht. Die Fotos, die Beschreibung und die Bewertungen sind vielversprechend.
Wir werden im Outside Inn übernachten…