Bahia – an der Küste Brasiliens

Unser eigentlicher Plan den Amazonas bis an die Küste nach Belem zu befahren, mussten wir aufgrund Zeitmangels leider abkürzen und auch der Weg Überland bis an die Küste Bahia’s war einfach gesagt viel zu weit. Somit entschieden wir uns in Manaus für einen Flug bis Salvador. 

Um 2 Uhr morgens flogen wir los und mit 1 Zwischenlandung in Fortaleza und 1 mal umsteigen in Recife landeten wir gegen halb 11 in Salvador. Mit dem öffentlichen Bus sind wir für nur 5 Reales bis zum Placa de Ser im „Centro historico“ gefahren. Das Taxi für 100 Reales oder auch der Airport Bus für 33 Reales wären deutlich teuer gewesen. Die Fahrt hat zwar 1,5h gedauert, aber dafür hatten wie eine kleine Stadtrundfahrt für fast umsonst.

Unser Hostel Pousada Pais Tropical liegt an einen kleinen Platz mitten im historischen Zentrum, bekannt aus Michael Jackson’s Musikvideo ‚They don’t care about us‘. 

Bahia – und speziell Salvador ist geprägt durch die Kolonisation und der damit verbundenen Sklaverei. Der Anteil der afrikanisch abstammenden Einwohner ist hier ziemlich groß und hat die Kultur und das Essen geprägt. Füllige, schwarze Frauen sitzen auf den Marktplatz, gekleidet in bunte Kostüme mit Kopftuch und verkaufen sehr scharfe Kartoffeltaschen. Salvador ist bekannt für seine Capoera – und Trommelschulen, die man bis spät in die Nacht hören kann. 

Wir wurden ständig gewarnt bloß auf unsere Sachen aufzupassen und die Kamera immer vorne zu tragen , denn Salvador ist kein sicheres Pflaster. Es herrscht eine hohe Kriminalität, und auch Drogenkonsum ist ein großes Problem. Eine Deutsche erzählte uns im Hostel, dass sie im Dunklen an der Bushaltestelle mit den Messer bedroht wurde. Wir haben uns tagsüber die Stadt angeschaut und sind abends, wenn es dunkel wurde, ins Hostel zurückgekehrt. 

Collage Salvador

Wir hatten uns sehr auf Salvador gefreut, auf die bunten Häuser, den Strand in der Stadt und das Afrikanische. Leider waren wir etwas enttäuscht und für uns war Salvador nicht was wir erwartet hatten.

Nach nicht mal 2 Tagen sind wir dann weiter nach Itacaré gefahren, südlich von Salvador. Für 25 Reales ging es mit den Taxi zur Fähre São Joaquim. Diese hat uns in 1h für 5 Reales nach Bom Despacho gebracht. Dort gibt es einen Busbahnhof und für 45 Reales sind wir in einem klimatisierten Bus in 6h nach Itacaré gefahren. Der Bus hat jeden aufgegabelt, der am Straßenrand gewunken hat und so erklärt sich die lange Fahrzeit für 170 km. 

Itacaré ist ein kleines Surferparadies an der Küste und wir haben uns hier sofort wohlgefühlt. Unser Hostel Pousada Mystic Natural war sehr entspannend und ihre Besitzerin Maria super herzlich und hilfsbereit. Es gab viele Cafés und Restaurants und Geschäfte einfach nur zum Bummeln. Das hatten wir schon lange nicht mehr.

Collage Itacaré 

Wenn schon Surferpardies – dann auch surfen. Da auch hier mal wieder Nebensaison war, gab es einen Privatsurfkurs für Anfänger mit 3×2h bei Bibi für nur 80€. Es hat viel Spaß gemacht und ich bin wirklich gesurft, nur waren die Wellen ganz schön heftig, so dass ich am ersten Tag seekrank wurde und mir an letzten Tag das Surfbrett eine verpasst hat, als hätte ich in Boxring gestanden. 

Sarah is surfing

Zeitlich waren wir genau richtig für eine Walbeobachtung, doch auch hier stellte sich das Wetter gegen uns. Es soll wohl einfach auf dieser Reise für uns nicht möglich sein Wale zu sehen. Nach Neuseeland und der Südsee war es der dritte und letzte Versuch. Irgendwann wird es schon klappen.

Von Itacaré fahren wir mit dem Bus für 15 Reales nach Ilheus zum Flughafen, um zu unserer letzte Station auf unserer Reise zu gelangen. Rio de Janeiro…mal schauen was diese Stadt noch für uns parat hält!