Huacachina – mit Hochgeschwindigkeit durch die Wüste
Wir auf den Dünen bei Huacachina

Huacachina – mit Hochgeschwindigkeit durch die Wüste

Von Paracas ging es mit dem Bus weiter Richtung Süden bis nach Ica. Wir haben gleich morgens 7.30 Uhr einen Bus genommen und waren gegen 9 Uhr am Busbahnhof in Ica für 20 Soles (ca. 5,50 €). Von Ica haben wir uns mit einer weiteren Backpackerin zusammengetan und nach einem Taxi geschaut. Neben uns hielt ein gelbes Miniauto, was mehr aus Rost bestand, und uns war nicht klar, wie wir mit unserem Gepäck in dieses Auto passen sollen. Ging! Ein großer Rucksack in den Kofferraum, die restlichen 5 Rucksäcke (jeder hatte 1 kleinen und 1 großen) auf den Schoß, die Tür irgendwie schließen und 10 Minuten später waren wir für weniger als 3 Euro in Huacachina.

Wir hatten unsere Unterkunft bereits von Paracas aus gebucht. Wir wollten unbedingt, der Wüste angemessen, in Zelten schlafen. Das war auch der Grund warum wir eine weitere Nacht in Paracas blieben und nicht schon am Vorabend fuhren, da die Zelte ausgebucht waren. Es war definitiv die richtige Entscheidung! Das Camp war wirklich gut – direkt an der Düne, bequeme Betten, Pool, leckeres Frühstück. Der einzige Nachteil ist der Lärmpegel nachts. Man schläft mit seinen Nachbarn, bei uns ein Extremschnarcher, quasi in einem „Raum“ und es fahren bis sehr spät in der Nacht die lautstarken Buggys vorbei.

Unsere Unterkunft in Huacachina

Nach unsere Ankunft konnten wir unser Gepäck unterstellen und schauten uns Huacachina an und gingen frühstücken.

Huacachina ist sehr klein, alles befindet sich direkt an der Oase und außer den Aktivitäten in der Düne gibt es nichts zu tun.

Oase von Huacachina

Für den Nachmittag buchten wir eine Buggytour inkl. Sandboarding (ca. 10€) und sie war super. Es war wie Achterbahn fahren nur ohne Bahn und im Sand. Wir waren zu 9 und der Fahrer hat alle regelmäßig zum kreischen gebracht. Zwischendurch hielten wir immer wieder fürs Sandboarden an und die Abfahrt steigerte sich von  Mal zu Mal. Bei der letzten Abfahrt konnte man den zweiten Teil der Stecke nicht einmal sehen, so steil war sie. Wir hatten Spaß und danach war der Sand überall.

Collage Sandbuggytour in Huacachina
 Nach 2 Stunden endete die Tour mit dem Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang in der Wüste bei Huacachina

Nachdem wir uns vom Sand befreit hatten, gingen wir noch mit einer „Mitfahrerin“ essen.

Am nächsten Tag nutzten wir unser Zeit bis zur Weiterfahrt am Abend für eine Weintour in Ica. Wir wurden von einem sehr netten Fahrer Rumaldo abgeholt und zu den zwei „Weingütern“ gebracht. Rumaldo ist ein pensionierter Polizist, der seine Rente aufstockt. Er war sehr bemüht mit Englisch und wir mit spanisch und mit einer Mischung beider Sprachen haben wir uns die ganze Zeit unterhalten, außerhalb seiner Gesangseinlagen. 

Die eigentliche Weintour dauerte 2h (inkl. 45 min Fahrt) hat in keiner Weise etwas mit einer deutschen Weinführung zu tun. Am ersten Weingut hatten wir einen Guide, der englisch sprach, uns in 10 min alles erklärte und danach die 5 sehr süßen Weine + Pisco zur Verkostung reichte. Wir blieben dann noch etwas sitzen und quatschten mit unseren anderen zwei Tourteilnehmern, die ebenfalls Deutsche waren, und dann ging jeder wieder zu seinem Fahrer. 10 Minuten später trafen wir uns beim nächsten Weingut wieder. Hier war ein Museum, eher Sammelsurium alter Dinge, und ein Weingut vereint. Es ging direkt zur Sache und wir bekamen unseren Wein zum Testen – ebenfalls sehr süß.

Collage Weintour in Ica

Es war wirklich witzig und unser Fahrer unterhaltsam. Für uns also ein tolles Programm, um noch etwas von Ica zu sehen und die 10 Euro waren gut investiert.

Den Rest des Tages verbrachten wir am Pool bevor es mit dem Taxi (6-8 Soles) wieder nach Ica zum Bus ging. Heute liegt eine Nachtfahrt vor uns. Es geht langsam ins Hochland und wir sind gespannt, ob wir dort das Peru entdecken, dass wir uns immer vorher vorgestellt hatten.

%d Bloggern gefällt das: