Zu Gast bei einer Familie auf Borneo
unterwegs durch die Mangroven bei Kudat

Zu Gast bei einer Familie auf Borneo

Nachdem wir einen tollen Blogbeitrag zu Homestay in Sabah-Borneo gelesen hatten, entschieden wir dies ebenfalls zu machen.

Wir suchten uns Kudat, eine Stadt im Norden Borneos, aus und traten mit Cobra (Organisator) in Kontakt. Es gibt sehr viele Homestays in Sabah, mit unterschiedlichen Aktivitäten, je nach Lage.

Cobra holte uns in Kudat an der Busstation (Bus von Kota Kinabalu nach Kudat 3h) ab und wir fuhren zu seinem Haus, ca 30km entfernt.  Wir wurden herzlich von seiner Tochter begrüßt und dann gab es auch gleich Mittagessen. Aber wie isst man das nur? Es gab kleine gebratene Fische (ganz) und wir sollten wie bei Hähnchen einfach abbeißen. Wirklich? Die Gräten? Glaub wir haben uns echt blöd angestellt.

Am Nachmittag fuhren wir zur Bienenfarm (unspektakulär, aber der frische Honig direkt aus den Waben war lecker) und zum Gong-Dorf. Gongs sind traditionelle Instrumente und werden von jedem in diesem Dorf hergestellt. Es ist wohl so, dass sich jedes Dorf auf etwas spezialisiert. Sarah durfte auch Hand anlegen und den Gong in Rohfassung bearbeiten. Gar nicht so schlecht für das erste Mal, fand ich. 

Collage Gong-Dorf

Am Abend ging es noch zu einem tollen Strand in der Nähe und wir hatten ihn für uns alleine. Baden in Badewannenwasser, Muscheln suchen und den Sonnenuntergang anschauen, das hat schon was.

Collage Strand Homestay Kudat

Am nächsten Vormittag stand Mangroventrekking auf dem Plan und nebenbei haben wir noch unser Abendessen, Mangrovenmuscheln, gesucht. Es ging auch das ein oder andere Mal schief, wenn wir uns an einem toten Ast festgehalten oder drauf gestellt haben. Nach 8km kamen wir etwas lädiert und mit einem Beutel voller Muscheln wieder raus aus den Mangroven.

Collage Mangroventrekking 

Den Nachmittag verbrachten wir mit lesen auf der Terrasse und einem kurzen Abstecher in den Obst-& Gemüsegarten. Nachdem wir jedoch innerhalb kürzester Zeit völlig zerstochen wurden, gingen wir gleich wieder raus. An einem Arm hatte ich 25 Stiche und der andere Arm + Beine waren mindestens genauso zerstochen. Dafür suchten wir unterschiedliche Mangos im Ort zusammen, um die Unterschiede zu sehen. Uns war nicht klar, dass es so viele Sorten gibt…

Am Abend gingen wir zu einer kleinen Feier. Alle waren total freundlich, aber irgendwie haben wir uns fehl am Platz gefühlt. Als wir ankamen bekamen nur wir etwas zum Essen und alle anderen warteten. Erst nachdem alle da waren und das Gebet gesprochen war, aßen auch alle anderen (ca. 1h später). Da die meisten kein Englisch konnten, gab es nur wenig Unterhaltung, die jedoch war gut. ;o) 

Unseren letzten Tag verbrachten wir am Strand in der Nähe des Tip of Borneo. Wieder hatten wir den Strand fast für uns allein. Cobra organisierte aus noch ein Boogie-Board und Surfbretter und wir konnten das erste Mal „surfen“. Surfen kann man es eigentlich nicht bezeichnen, da zu wenig Wellen da waren und wir keine Ahnung hatten. Aber wir hatten Spaß.

einsamer Strand in der Nähe des Tip of Borneos – Sarah mit Boogie-Board

Nach dem Strandtag besuchten wir noch kurz das Tip of Borneo und fuhren zurück zu Cobra.

Sarahs Sprung am Tip of Borneo

Am Abend war die nächste Feier angesagt, da unsere Familie moslimisch ist und aktuell das Zuckerfest (glaube ich) gefeiert wird. Dieses Mal fanden sich alle bei Cobra zum BBQ ein. Wir aßen gemeinsam und das Essen war sehr gut. Die Stimmung war ausgelassen, wir tanzten traditionelle Tänze in traditioneller Kleidung und sangen Karaoke (ich durfte bei Celine Dion ran).

Collage von unserem letzten Abend bei der Gastfamilie mit Karaoke und Tanz

Sie zeigten uns auch wie man eine Kette mit den typischen Perlen herstellt und eine frische Kokosnuss öffnet.

Collage Homestay in Kudat -BBQ und Kokosnuss öffnen am letzten Abend

Es war ein toller Abend und gelungener Abschluss unseres Besuches.

Haus der Homestay Gastfamilie in der Nähe von Kudat auf Borneo

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns nach einer kurzen Nacht und Cobra brachte uns zum Flughafen.
Es war eine tolle Erfahrung und wir bekamen so einen Einblick in das Leben in Sabah, den wir sonst definitiv nicht bekommen hätten. 

An einige Dinge mussten wir uns erst gewöhnen (z.B. Essensregeln), an andere werden wir uns nie gewöhnen, wie z.B. die Katzen. Im Haus gab es unendlich viele Katzen und es hat danach gerochen. Bei Interesse am Homestay, sollte ihr gleich bei der Anmeldung sagen, wenn ihr mit Katzen ein Problem habt. Es gibt viele verschiedene Homestays in Sabah und jede Familie ist anders, damit also immer ein einmaliges Erlebnis.

Ich denke mit dem einen oder anderen bleiben wir in Kontakt und können diese Möglichkeit das Land und die Menschen kennenzulernen nur empfehlen.

Die Gastfamilie hat noch viele Fotos geschossen. Sobald sie uns erreichen, könnt ihr euch auf weitere Eindrücke freuen.

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