Mulu NP, im Regenwald Borneos

Angekommen am Parkheadquarter haben wir nach den angebotenen Touren gefragt und was zur Verfügung stand auch direkt gebucht. Wir entschieden uns für einen Nightwalk, den Wind Cave + Clearwater Cave und den Lang Cave + Deer Cave inkl. Bat Exodus. Einige Touren darf man alleine laufen, man muss sich lediglich bei der Parksecurity anmelden, und so nutzten wir die Zeit ohne gebuchte Tour für den Paku Loop und den Botanic Loop.

Karte Mulu Nationalpark inkl unserer Wegstrecken in grün

Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken und man muss immer mit offenen Augen und Ohren laufen. Dauernd raschelte es und wir suchten die Baume und Sträucher ab. Wir hatten Glück und haben sogar einen Affen mit buschigem roten Schwanz vorbeihuschen sehen. 

Mulu NP

Aber schon alleine die Natur war ein Erlebnis. Hier findet man riesige Bäume und Pflanzen, die miteinander verwachsen sind.

Paku Loop im Mulu NP

Bei der geführten Tour am Abend haben wir gelernt noch mal ganz anders zu schauen. Mit dem Guide haben wir 6 verschiedene Schlangen, 4 Frösche (1 davon war handteller groß), Spinnen, sogar eine Tarantel, Echsen und überdimensionierte Grashüpfer entdeckt. Es war schon ein bißchen gruselig so ganz im Dunkeln mit den vielen Tiergeräuschen, aber auch spannend auf der Suche zu sein.

Entdeckungen beim Nightwalk im Mulu NP

Bekannt ist der Mulu Park auch für seine Höhlen und wir wollten sie nicht verpassen. 

Bootsfahrt & Clearwater Cave im Mulu NP

Zur Clearwater und Wind Höhle sind wir mit einem Boot gefahren und konnten uns danach noch vor der Höhle abkühlen. Die beiden Höhlen fanden wir nicht so spektakulär und kann man unserer Meinung nach auslassen. Das Highlight der Tour zur Clearwater & Wind Höhle war definitiv die Bootsfahrt. 

Wind Cave im Mulu NP

Die schönste Höhle war für uns die Lang Höhle.

Lang Cave im Mulu NP

Die beeindruckendste Höhle war die Deer Höhle, da sie riesig und für Millionen von Fledermäuse ein Zuhause ist, was man auch riechen kann.

Deer Cave im Mulu NP

Jeden Abend findet in der Deer Höhle ein Naturschauspiel statt. Gegen halb sechs verlassen Millionen von Fledermäusen die Höhle. Gerne hätten wir das Schauspiele von innen beobachtet, unser Guide hat uns jedoch nach draußen gelotst. Wie wir im Nachgang mitbekommen haben waren doch einige drinnen und da es mindesten 45 min dauert (solange haben wir gesessen bis wir gegangen sind), kann man das Ganze sowohl von drinnen als auch außen beobachten.

Fledermaus Exodus – Deer Cave

Touren kann man einfach vor Ort im Parkheadquarter buchen. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, sollte eine E-Mail an den Park einige Tage vorab genügen. Touren und Preise findet ihr unter mulupark.com. Unserer Meinung nach ein super Preis-Leistungsverhältnis – Bsp: Parkeintritt für 5 Tage 30 Ringgit (ca. 6,70€).

Gegessen haben wir im Mulu Café am Parkeingang. Hier gibt es sowohl lokale als auch westliche Gerichte, die ebenfalls für die Verhältnisse günstig sind. Weitere Restaurants findet man vor dem Park oder dem Resort. Mit dem Essen im Ressort haben wir keine guten Erfahrungen gemacht. Jedes Mal gab es etwas nicht, was wir bestellt hatten und im Vergleich zu den Restaurants in der Umgebung fanden wir das Essen und auch den Kaffee deutlich schlechter. Getränke ebenfalls lieber im Park kaufen, da es dort nur 1/3 kostet. Das Frühstücksbuffet war hingegen super und auch der Kaffee, komischerweise, gut.

Wir haben im Resort übernachtet und es war wirklich ein Traum. Seit langem haben wir mal wieder eine Badewanne nutzen können, waren im Fitnessstudio und im Pool. Es war eher aus der Not heraus, aber hat uns gut getan. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte kann direkt im Park (Bungalows sahen super aus) oder in einem der Homestays übernachten.

Unser Flug nach Mulu hat sich auf jeden Fall gelohnt und nach den vielen Städten war es eine willkommene Abwechslung. Die Natur ist beeindruckend und mit etwas Glück entdeckt man auch einen kleinen Teil der Tierwelt. Der Regenwald ist ursprünglich und doch gut erkundbar – aus unserer Sicht wurde der Tourismus wirklich gut integriert. Dadurch, dass die meisten mit dem Flugzeug anreisen, können sich auch nur eine begrenzte Anzahl an Touristen in Mulu befinden. Das macht es irgendwie heimelig, da man viele bei Touren oder beim Essen häufiger trifft.

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