Fazit unseres Kurzaufenthaltes in Kambodscha

Geplant waren wenige Tage, da wir eigentlich nur Angkor sehen wollten. Geblieben sind wir jetzt tatsächlich eine Woche und hätten wir nicht vor ein paar Tagen die Weiterreise schon gebucht, wäre es wahrscheinlich noch länger geworden.

Kambodscha hat im Vergleich zu Laos definitiv einen höheren Standard zu bieten. Gerade die großen Städte sind auf Touristen eingerichtet, was bei dem vielen „Madam Tuk Tuk“, „Tuk Tuk Lady“, „Hello Tuk Tuk“ oder „buy something“ schon etwas anstrengend werden kann.

Sowohl in Siem Reap als auch Phnom Penh haben wir uns wohl und sicher gefühlt. Es gibt eine Menge zu tun, auch bei schlechtem Wetter, denn die Museen und Touristenattraktionen sind gut gepflegt oder man kann eine der unzähligen Shows besuchen, die in jeder Stadt mehrfach angeboten werden.

Bei gutem Wetter (und auch bei Regen) muss man auf jeden Fall Angkor besuchen. Mehr dazu in unserem Blogbeitrag die Tempel von Siem Reap.

Natürlich gibt es unzählige Märkte, Straßenständen und Restaurants, wo man die kambodschanische Küche genießen kann. Da wir nach Laos etwas mit unseren Mägen zu kämpfen hatten, haben wir in Kambodscha (vor allem Phnom Penh) eher auf Restaurants vertraut. Dabei gibt es viele Restaurants im Besitz von Europäern, aber auch tolle lokale Projekte. Wir haben an einem Abend im Restaurant von Friends‘ n Stuff gegessen, eine Lehrküche + Ausbildung für Servicekräfte. Es ist sehr zu empfehlen und gleichzeitig unterstützt man ein großartiges Projekt.
Kambodscha hat viele Gegensätze zu bieten. Auf der einen Seite luxuriöse Hotels und Restaurants, auf der anderen Seite der Müll in den Straßen, vom Krieg gezeichnete Menschen und viele Obdachlose. Das ist schwer zusammen zu bekommen und wenn man Familien auf der Straße unter Moskitonetzen schlafen sieht, blutet einem das Herz. Gerade aus diesem Grund ist es aus unserer Sicht wichtig lokale Projekte zu unterstützen. 

Und genau deswegen rennt EIke gerade eben noch einmal in den Friends’n Stuff Laden um eine selbstgebastelte Postkarte zu kaufen. Eine gute Tat für heute !!

Sowohl in Laos als auch Kambodscha scheint Kinderarbeit ein großes Problem zu sein. Überall laufen Kinder mit Körben herum und versuchen Dinge zu verkaufen. Leider gibt es viele Touristen, die bei den Kindern kaufen, was jedoch nur dazu führt, dass die Kinder nicht zu Schule gehen. Sie verdienen so zuviel und es ist für die Familie zu lukrativ. Auf vielen Hinweisschildern wird darauf hingewiesen, bei Kindern nichts zu kaufen. Bitte haltet euch daran und gebt auch bettelten Kindern nichts. Gebt dafür lieber mehr Geld für eine gute Dienstleistung oder ehrliche Arbeit aus. So verdienen die Erwachsenen / Eltern mehr und können sich leisten ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Ein weiteres Projekt in Kambodscha, was mir persönlich am Herzen liegt, ist Azizas Coffee Tuk Tuk. Hier bekommen Frauen die Möglichkeit einer geregelten Arbeit mit guten Arbeitsbedingungen nachzugehen. Zusätzlich setzen sie sich für den Umweltschutz ein und sammeln Plastikflaschen zum recyceln. Leider wird das Tuk Tuk aktuell repariert und wir haben es erfolglos gesucht. Die aktuellen Infos findet ihr auch auf Facebook. Dieses Projekt ist aus Azizas Place entstanden, wo Straßenkinder und Familien Unterstützung bekommen. Gegründet von meiner ehemaligen Gastfamilie aus den USA nach dem Tod ihrer Tochter. Wer also ein vertrauenswürdige Projekt in Kambodscha sucht: Hier ist es!

In diesen Sinne GOOD BYE und AKHUN Kambodscha! 

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