Peking erkunden – zu Fuß, mit der Metro & dem Fahrrad

Die Lage unseres Hostels „Saga International“ im Stadtteil Dongcheng war perfekt um die gesamte Stadt zu erkunden. Wir hatten alles notwendige wie z B. einen 24 h Shop, ATM, Restaurants, Cafes und Straßenimbisse in näherer Umgebung. Und so haben wir uns meistens morgens mit Frühstück eingedeckt und sind losgezogen.
Ein Tipp des Reiseführers war es, sich ein Fahrrad zu leihen und da dies auch der Großteil der Chinesen so macht, empfanden wir den Vorschlag als eine gute Idee.
Ganz nach der Devise – Immer rein ins Getümmel – fanden wir uns kurzerhand zwischen Motorrollern, Fahrrädern, Kleintransportern, Autos & Bussen mitten im chinesischen Straßenverkehr wieder. Zu unserer Überraschung gab es sogar sehr viele Fahrradwege und auch das ständige Gehupe (das anfangs echt nervig war) diente hauptsächlich dem Zweck auf sich aufmerksam zu machen. Also haben wir auch immer schön unsere Klingel betätigt.

Der Platz des Himmlischen Friedens war leider gesperrt als wir hingeradelt sind. Es sah so aus, als ob ein Staatsbesuch anstehen würde – vielleicht ist es aber auch immer so stark mit Sicherheitspersonal abgeriegelt.

Die Verbotene Stadt mit ihren weit über 60 Palästen und Tempeln hat uns gut gefallen. Man sollte sich einen halben Tag dafür Zeit nehmen und nicht zur Mittagszeit dort sein. Wir waren natürlich zur Mittagszeit da, aber trotz des großen Andrangs ging alles schnell und man musste nirgends lang anstehen.
Und nicht erschrecken: 99% der Touristen dort sind Asiaten.  Man muss sich also auf einigen Fotos gefasst machen. Es kam ein paarmal vor, dass sich Leute mit uns fotografieren lassen wollten -gefragt oder ungefragt. Das ist uns auch an nicht so touristischen Plätzen oder sogar während der Fahrradfahrt passiert.

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Sehr lohnenswert sind der alte und der neue Sommerpalast. Nur sollte man beide nicht zusammen an einen Tag machen, obwohl sie nah beieinander liegen. Wir sprechen da aus Erfahrung:-)
Man benötigt für einen locker 5h und ist die ganze Zeit auf den Beinen.

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Etwas enttäuscht waren wir vom ehemaligen Olympiagelände. Leider werden viele der Hallen und Sportstätten nur noch sehr selten oder gar nicht mehr genutzt. So etwas sollte schon bei der Planung bedacht werden. Vielleicht lag es auch daran, dass es ein grauer Tag war, aber auch das Vogelnest (Nationalstadion), das ich unbedingt sehen wollte, hat keinen Charme versprüht.

Grundsätzlich ist die Stadt ist sehr sauber, überall sind Putzkolonnen unterwegs und nach dem Getümmel des Tages wird über Nacht wieder alles beseitigt. Wir haben uns sehr wohl und sicher in Peking gefühlt, denn auch Sicherheitspersonal steht an jeder Ecke.

Es gibt viele schöne gepflegte Parkanlagen, bei denen meist Eintritt verlangt wird. Hier kann man sich einfach hinsetzen und stundenlang Leute beobachten.
Oder einfach durch die Straßen schlendern, vor allem die Hutongs und kleinen Gassen, wo das Leben draußen stattfindet. Sie sitzen draußen, kochen, hängen die Wäsche vor das Haus, reparieren ihr Fahrrad, führen Unterhaltungen, spielen Karten oder Majong. Es ist einfach immer lebendig.

Unser Essen haben wir meistens an den Straßenständen oder in kleinen einheimischen Läden besorgt. Wir wollen so viel wie möglich lokale Speisen testen, aber mit unserem Hygienestandard darf man hier nicht schauen. Wir haben uns bisher nichts eingefangen und meist hat es gut geschmeckt, auch wenn man vorher nicht weiß was enthalten ist. Zum Abendessen haben wir kleine Restaurants bevorzugt und diese haben oft Karten mit Bildern, was natürlich auch nicht heißt, dass man weiß was es genau ist.

Die Dumplings, die man an jeder Ecke kaufen kann, sind immer anders oder auch gar nicht gefüllt. Da muss man sich durchtesten.

Fazit Peking: Lohnenswert!
Wir haben viele Warnungen gehört und nach dem schwierigen Start waren wir doch sehr positiv überrascht. Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit und auch ohne Chinesisch sind wir gut zurechtgekommen. Meist kommt man mit Zeichensprache zum Ziel.
Ein Tipp ist noch eine App, die in Chinesisch übersetzt und man kann seinem Gegenüber diese Zeichen dann zeigen. Diese App haben auch einige Chinesen ;o)

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