Bunte Republik Neustadt

Schon sehr lange stand dieses Straßenfest auf unserer ToDo-Liste und jetzt haben wir es endlich geschafft ein Zimmer zu buchen und uns in Getümmel zu stürzen. Schon einmal vorweg: Es hat sich gelohnt und auch nächstet Jahr sind wir wieder dabei.

Die BRN = Bunte Republik Neustadt ist ein Stadtteilfest im Kneipen- und Szeneviertel Dresdens, der Neustadt. Dieses Straßenfest wird seit 1990 veranstaltet und war für mich als gebürtige Dresdnerin in meiner Jugend ein MUSS.

Die Straßen der Neustadt sind alle für Autos gesperrt und jede Kneipe begibt sich mit einem Stand auf die Straße. Hinzu kommen kleine Stände von Einwohnern, egal ob Flohmarkt, Essen, Getränke oder Selbstgemachtes, jeder kann mitmachen. Weitere Essens- und Getränkestände, wenige „Krimskrams“-Stände und ganz viel Kreativität der Bewohner findet man in den Straßen zwischen der Alaunstraße und der Martin-Luther-Kirche.

Eindrücke von der BRN 2017

 

Die Häuser und Straßen sind ausgefallen dekoriert, überall spielt Musik und für jede Alterklasse ist etwas geboten.

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Eindrücke von der BRN in Dresden 2017

Es bleiben kaum Wünsche offen was die Auswahl des Essens angeht. Ob indisch, afrikanisch, türkisch, russisch, spanisch, chinesisch oder einfach nur eine Bratwurst, es ist für jeden etwas dabei. Wir haben einiges ausprobiert und uns geschmacklich in das afrikanische Spinatcurry mit Süßkartoffeln und Kichererbsen und das gefüllte Fladenbrot verliebt. Für den süßen Gaumen gibt es natürlich so einige Leckereien, und mal ehrlich, ein Baumstriezel geht immer.

Unser Getränkehighlight war die Himbeer-Weißbierbowle (Martin-Luther-Kirche) und der Pisco Sour (Görlitzer Straße), der uns in Erinnerungen an unseren Peruaufenthalt schwelgen ließ.

einer der vielen Bowlestände

Einen wirklich guten Kaffee gab es am Hefeklößestand (Martin-Luther-Kirche), wo wir am Nachmittag in Ruhe das bunte Treiben beobachten konnten. Da reicht einfach nur sitzen und genießen!

Foodtruck mit Hefeklößen & Kaffee: Super Kaffee & wenn man den anderen Mitsitzern glauben darf auch leckere Hefeklöße

Am Abend wird es immer lauter in den Straßen und es gibt jede Menge Möglichkeiten das Tanzbein zu schwingen.
Der Sonntag startet ganz entspannt mit dem Anwohnerfrühstück. Alle räumen ihre Tische und Stühle nach draußen, laden sich Freunde ein und genießen das Frühstück unter freiem Himmel.

Unser Fazit: Wir sind auch nächstes Jahr wieder dabei!

Noch ein Tipp für Menschen mit leichtem Schlaf: Sucht euch ein Zimmer außerhalb der Neustadt oder im Hinterhof, sonst wird es mit der erholsamen Nachtruhe schwierig.

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Kosten Costa Rica

Costa Rica wird auch gerne die Schweiz Süd- und Mittelamerika genannt, aber überzeugt euch selbst:

1 Euro = 590 Colones

Unterkunft:

immer pro Person und Nacht

Hotel Puerta del Sol in San José: 25 Euro
Paisajes del Tortuguero in Tortuguero: 17 Euro
Lagunillas Lodge in Paosito: 21 Euro
Hotel Villas Wilma in Fortuna: 23 Euro
Camino Verde B&B in Monteverde: 21 Euro
Tropical Beach in Uvita: 22.50 Euro
Casa Mariposa in Drake Bay: 14 Euro
Natural Pacific Suites in Manuel Antonio: 18 Euro
Hotel Vista del Sol in San José: 26 Euro

Transport:

Mietwagen Toyota Raw4 über Check24/Europcar: 37 Euro pro Tag
Boot von La Pavona nach Tortuguero: 3000 Colones pro Fahrt mit Gepäck
Boot von Sierpe nach Drake Bay: 8000 Colones pro Fahrt mit Gepäck

Essen & Getränke:

Cola 600ml: 790 Colones
Apfelsaft 600ml: 790 Colones
Orangensaft 1000ml: 935 Colones
Milch 1000ml: 545 Colones
Wassermelone 1kg: 2380 Colones
Cappuccino: 1400 Colones
Latte: 1500 Colones
Flasche Wein: 3500-4500 Colones
Cocktail im Restaurant: 3000-3500 Colones
Bier im Restaurant: 1700 Colones
Tüte Bananenchips: 1125 Colones
Frischkäse: 1225 Colones
Stück Käse: 1900 Colones
Dose Thunfisch: 775 Colones
Tomaten 1kg: 1150 Colones
Frühstück in Soda: 2500-3200 Colones p.P.
Essen im Restaurant: 6000-10.000 Colones p.P.
Essen in Soda: 3000-4000 Colones p.P.

Eintritt:

Tortuguero NP: 15$
Parkplatz La Pavona Bootsanleger: 5000 Colones pro Tag
Parkplatz Poas Vulkan: 1500 Colones
Poas Vulkan: 15 $
Observatory Lodge Arenal: 10.000 Colones
Parkplatz Sierpe Bootsanleger:
NP Manuel Antonio: 16 $

traumhafte Segeltour von Panama nach Kolumbien mit Höhen und Tiefen

Ein Traum wird wahr…

Gut, lange träume ich noch nicht von dieser Tour, aber ich möchte diese Tour unbedingt machen seitdem ich davon gehört habe. Segeln zum Inseltraum San Blas, von Insel zu Insel hüpfen, schnorcheln & das Karibikfeeling genießen.

So stelle ich es mir vor …

…und hier schon einmal der erste Eindruck

Empfohlen wurde mir die Stahlratte, leider hatten sie gerade zu meiner angestrebten Reisezeit „Urlaub“.
Okay, also musste ein anderes Segelschiff her, was kann da schon schiefgehen. Nach etwas Recherche hatte ich einen Anbieter gefunden: Itravelbyboat.com

Kandry, die Ansprechpartnerin, hat sich sofort gemeldet und mir eine mögliche Auswahl zur Verfügung gestellt. Entschieden: Amande soll es sein, da es zeitlich am besten passt und der dazugehörige Kapitän war Humberto.

So buchte ich diese Tour zum üblichen Preis von 550$ bei Kandry und bekam alle weiteren Infos (Abholzeitpunkt, Ablauf, etc.) von ihr. Einen Tag vor Abfahrt erhielt ich jedoch die Information, dass wir nicht wie geplant abgeholt werden, sondern allein zum Treffpunkt nach Puerto Lindo kommen sollen.

Von Panama City, wo wir am Abend zuvor landeten, wollten wir gleich am Morgen gegen 7 Uhr starten, da wir spätestens um 12 Uhr am Hafen sein sollten. Leider fehlte mein Gepäck, da es wegen Übergewicht des Flugzeuges in San Jose gelassen wurde. Ich war nicht die Einzige ohne Gepäck und so redeten wir zu 5 auf das Personal ein. Das Gepäck sollte am nächsten Morgen um 8 Uhr landen, bedeutet nach meiner letzten Erfahrung nicht vor 10 Uhr -realistisch 14 Uhr- im Hotel. Eigentlich schon viel zu spät für mich, da wir mindestens 3h unterwegs sein werden & wir keine Ahnung hatten wann die Busse abfahren. Nach vielen Erklärungen meinerseits und Unterstützung eines Panamaer versprach die Airline meinen Rucksack mit einer anderen Airline bereits um 6 Uhr mitzuschicken und ich bekam ein Notfallpaket mit Zahnbürste & T-Shirt.

Wie man schon vermuten kann, hat es natürlich nicht funktioniert…der Rucksack wurde nicht mit dem ersten Flugzeug mitgeschickt!

Gegen 10 Uhr, nach mehren Telefonaten, machten wir uns ohne Rucksack auf den Weg, da sonst unsere Ausreise nicht mehr funktioniert hätte.

Mit den Taxi zum Busbahnhof Albrook und von dort für nur 3,50 Dollar bis nach Sabanitas. Unterwegs hatte ich Kontakt mit dem netten Panamaer, der versuchte den Transport meines Rucksacks zu organisieren.

Angekommen in Sabanitas kauften wir uns im Supermarkt noch etwas zum Essen und entschieden uns für ein Taxi zur Weiterfahrt, da uns die Zeit davon lief. Für 35 Dollar fuhren wir mit dem klapprigsten Taxi bis zum Hafen und kamen kurz nach 13 Uhr an. Alle Mitreisenden waren schon da, aber das Ausreisebüro geschlossen. Super, da hätten wir noch Zeit gehabt.

Jetzt konnte ich mich wieder um den Rucksack kümmern, sonst hab ich 5 Tage keine Klamotten & Schwimmsachen.

18 Uhr ging es auf das Segelschiff und ihr werdet es nicht glauben, aber 17.50 Uhr kam eine Flughafenmitarbeitern mit mein Rucksack an. Glück gehabt!

Auf dem Schiff wurden die Regeln erläutert (keine Schuhe & Sand, nachts nicht auf die Vorderseite,…). die Kajüten verteilt und es gab Abendessen.

Gegen 24 Uhr legten wir ab & das Schaukeln begann. Irgendwann in der Nacht verschwand Hardi (meine Reisegefährtin) und kam nicht wieder. Sie war nicht die Einzige, die auf dem Deck übernachtete. Mir halfen meine Reisetabletten und Ingwerbonbons, aber an Aufstehen war nicht zu denken. Kurz nach dem Frühstück (kaum einer aß etwas) erreichten wir die Inseln.

Etwas in Sorge, dass uns zwei Seetage am Ende bevor standen, krochen wir aus den Betten. Beim Blick auf die Inseln und dem Sprung ins Wasser war alles vergessen.

Angekommen im Paradies!

Landgang auf dem Inseltraum
Landgang auf dem Inseltraum

Auf den Inseln leben die Kuna, eine indigene Ethnie Panamas, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgen, eine Unterkunft bei Bedarf zur Verfügung stellen und meist gab es einen kleinen „Laden“, wo man Getränke kaufen konnte. Unser Essen war inklusive und wurde von unsere Köchin, der Schwester des Kapitäns, zubereitet. Leider konnte man sie nicht als Köchin bezeichnen und das Essen war sehr einfach. Wir hatten schon Befürchtungen nur von Toast leben zu müssen, nachdem es die ersten zwei Tage fast nichts anderes gab. Am zweiten Abend gab es jedoch Fisch und am dritten Abend ein Barbecue, was jedoch sehr lange auf sich warten ließ (22 Uhr).

Die ersten zwei Tage verbrachten wir an den Inseln, wovon wir ca. 4 besuchten. Wir konnten jeder Zeit schnorcheln, an Land schwimmen oder und auf dem Deck entspannen. Es hat schon etwas, wenn man am Morgen als erstes munter wird, seine Schnorchelsachen anzieht und schwimmen geht.

Zu sehen bekamen wir Riffhaie, verschiedene Rochen und natürlich viele kleine bunte Fische.

Schnorcheln in der Unterwasserwelt von San Blas
Schnorcheln in der Unterwasserwelt von San Blas

Unsere Abende verbrachten wir zusammen bei Musik, Spielen, am Lagerfeuer oder beobachteten die Sterne.

Am dritten Tag wurde der Skipper von einem anderen Boot abgeholt, da sich der Kapitän und er nicht verstanden hatten. Sie waren noch nie zusammen unterwegs und man hat die Spannung von Anfang an spüren können. Jetzt war der Kapitän ohne „Hilfe“ mit uns allein unterwegs, aber zum Glück hatte ein Mitreisender Erfahrung und konnte unterstützen. Zusätzlich wurde die Nachtwache für die Seetage verteilt und jeder sollte sich eintragen. Ich hielt das für völlig absurd und da ich nicht wusste, wie ich die Tage auf See vertrage, habe ich mich nicht eingetragen. Die meisten haben im zwei Stundentakt gewechselt und die nicht wach waren wurden sogar von Kapitän geweckt. Der Servicegedanke und das wir Gäste waren, war bei ihm noch nicht angekommen.

Nach zwei Tagen auf den Inseln verließen wir sie am Abend und segelten Richtung Kolumbien.

einfach nur traumhaft …

Die beiden Nächte verbrachten wir auf den Sitzbänken, da unsere Kajüte extrem stickig war. Es wurde aber niemanden mehr schlecht und wir haben sogar während der Fahrt gegessen und gelesen.

Am frühen Morgen nach 5 Nächten (insgesamt) erreichten wir Cartagena in Kolumbien. Der Kapitän arrangierte die Einreiseformalitäten und gegen Mittag konnten wir unsere Pässe im Büro der Agentur abholen.

Es lief nicht alles reibungslos, aber es war eine tolle Erfahrung, die ich nur jedem ans Herz legen kann. Das nächste Mal würde ich lediglich ein anderes Segelschiff nehmen. Wichtig ist, dass ihr nach Erfahrungen anderer, vor allem mit dem Kapitän sucht und eine eingespielte Crew an Bord ist.

Weitere Tipps:

  • Tabletten (Reisegold hat bei mir gut funktioniert) gegen Überlkeit, vor allem für den ersten Tag, danach gewöhnt sich der Körper daran.
  • Ingwerbonbons wirken ebenfalls gut gegen Seekrankheit
  • Schnorchel, da die auf dem Schiff schon modrig waren
  • Buch zum lesen
  • wasserfesten Sack zum schwimmen, den man zum Landgang mitnehmen kann
  • dünner Schlafsack

Für Getränke und Essen war bei uns gesorgt. Es gab sogar Snacks und ab und zu auch Cola. Wer Alkohol/Bier haben möchte, kann dieses auf den Inseln oder vorab an Land kaufen und mitnehmen. Meine Empfehlung ist auf den Alkohol spätestens nach dem zweiten Tag zu verzichten, da es sich schlecht mit der Schaukelei verträgt ;o)

Zusätzliche Kosten (außer ein paar Getränke auf der Insel) hatten wir nur den „Eintritt“ in das Gebiet der Kuna ($22), denn weder die Einreise noch die Ausreise mussten wir bezahlen, obwohl wir dazu einiges im Internet gelesen hatten.

Für Menschen, die schnell seekrank werden, habe ich in Cartagena eine Tour entdeckt, wo man insgesamt nur 8 Stunden auf dem Boot ist, da man mit dem Auto bereits weit fährt. Diese Tour möchte ich gerne mit Sarah testen, da sie aufgrund der Seetage dieses Mal nicht dabei war, sie aber dieses tolle Stück Erde trotzdem kennenlernen sollte. Wir werden dann wieder berichten.

Kosten

  • Tour: 500 Dollar
  • Vermittlung: 50 Dollar
  • organisierter Transport: 40 Dollar (25 Dollar Jeep + 15 Dollar Wassertaxi)
  • Eintritt Nationalpark: 22 Dollar
  • Bus von Panama City nach Sabanitas: 3,50 Dollar
  • Bus von Sabanitas nach Puerto Lindo: ca 5 Dollar
  • Taxi von Panam City nach Puerto Lindo: 100 Dollar
  • Taxi von Sabanitas nach Puerto Lindo: 35 Dollar
  • Cola auf den Inseln: 1,50 Dollar
  • Bier auf den Inseln: 2 Dollar
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Entspannung pur

Unterwegs in Norden Costa Ricas

Unsere Reise führt uns von der Karibikküste zurück ins Landesinnere. Wir fahren über San José, Heredia und Alajuela zum Parque National Volcán Poás. Die Strecke von 152 km legen wir in 5h zurück. Einen etwas längeren Stopp haben wir in La Union eingelegt, nur 50m nach der Abzweigung der N4 Richtung Puerto Viejo. Wir wollten eigentlich nur etwas Obst und Gemüse einkaufen, doch die Besitzerin des Standes hat uns nahezu alles aus ihrem Sortiment probieren lassen. Es gab unter anderem gegrillte Palmfrucht, Mangostan, Caimito, und auch ihre Käsesorten mußten wir testen. Sehr lecker und natürlich sind wir mit deutlich mehr gegangen als geplant.

Ihr Plan ist also aufgegangen ;o)

Sie war super nett und die Kommunikation sehr witzig, denn Sie und ihr Mann haben die passenden Tiergeräusche zu den Käsesorten nachgemacht als wir es auf spanisch leider nicht verstanden haben.

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Lebensmittelstand auf dem Weg zum Poas

Die Straße hoch zum Poás wird gesäumt von schönen Cafés und Erdbeerständen. Beides wird dort angebaut und ist überaschenderweise extrem teuer. Für 1 kg Kaffeebohnen zahlt man hier schon mal über 20$ und die Erdberren kosten über 5$ für ca. 500g (so sah es zumindestens aus).  Das war uns dann doch etwas zuviel.

Die Straße windet sich in Serpentinen bis auf eine Höhe von über 2500m. Nur ein kleines Schild am Wegesrand zeigt uns die Abzweizung zu unserer spektakulären Unterkunft. In der Beschreibung stand schon, dass es eine abenteuerliche Strecke wird und nur mit 4WD zu bewältigen. Wir dachten zuerst so schlimm kann es nicht sein, wurden aber Vorort eines besseren belehrt. Ein Allradantrieb ist bei der ca 1,5km langen Anfahrt zur Lagunillas Lodge von Nöten. Es ist eine staubige Schotterpiste, zudem noch sehr steil und man verbraucht jede Menge Benzin im 4Rad-Antrieb.

Wir waren froh, dass wir unten angekommen sind, nur leider hatten wir zu wenig Benzin um wieder rauf zu kommen. Also auf keinen Fall unter mit zu wenig Benzin den Berg runter! Die netten Besitzer haben uns ausgeholfen und das Abendessen war ebenfalls super lecker und empfehlenswert!

Am nächsten Morgen konnten wir mir gefülltem Tank starten und ein Hoch auf Sonja unsere Fahrerin, dass Sie uns da wieder hoch gebracht hat.

Die Unterkunft selbst war wie ein Ferienhäuschen im Allgäu, nur das Läuten der Kuhglocken hat gefehlt. Die Aussicht war super sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

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unser Zimmer im „Allgäu“-Häuschen am Poas mit einem fantastischen Ausblick

Der Vulkan Poás gehört zu den aktivsten Vulkanen Costa Ricas und ist zudem auch der am meisten besuchte Nationalpark im Land. Das liegt vielleicht daran, dass man bequem mit dem Auto bis fast zum Kraterrand fahren kann.

Wir sind früh aufgebrochen, da es bereits Vormittags zuziehen kann und wir noch nach Arenal wollten. Wir hatten wirklich Glück, denn es waren wenige Touristen da und wir hatten einen super Blick und konnten weit schauen, was wohl (lt. belauschter Reiseführerin einer kleinen dt. Gruppe) nur selten möglich ist.

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Poas

Auf unserem Weg nach La Fortuna machten wir einen kleinen Halt am LaPaz Wasserfall… entdeckten einen Nasenbären am Straßenrand…und fuhren durch riesige Ananasplantagen.

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Nasenbär am Straßenrand

Leider war die N4 wegen Umbaus gesperrt und haben deshalb für unsere 125 km über 4 Stunden gebraucht. Man sollte die Strecken niemals unterschätzen, und das nicht nur in Costa Rica.

La Fortuna ist unser Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen am Vulkan Arenal. Es gibt dort viele Touren, wie z.B. Wanderungen, Mountainbiking, Rafting, Kajakfahren oder Reitausflüge. Wir haben den Cerro Chato bestiegen, den kleineren ruhenden Bruder des Arenal-Vulkans. Der Vulkan wurde nur eine Woche nach unserer Besteigung für Touristen geschlossen um die örtliche Tierwelt zu schützen. Da hatten wir mal wieder echt großes Glück. Vom Parkplatz der Observatory Lodge(10$ pro Person) geht es auch für Nicht-Gäste über gut ausgeschilderte Wanderwege zum Cerro Chato. Der Anstieg über die letzten 1500m war sehr steil und ziemlich beschwerlich, da der Boden matschig und rutschig war aufgrund der Regenfälle der letzten Tage.

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Weg zur Lagune Cerro Chato

Manchmal mußten wir uns sogar auf allen Vieren fortbewegen und über großes Wurzel und Baumwerk klettern. Es war alles andere als leicht, und so waren wir etwas enttäuscht als wir oben aufgrund des Nebels nichts sehen konnten. Belohnt wurden wir unten an der Lagune Cerro Chato. Ein erfrischendes Bad in der Lagune, der Nebel verzog sich und auf dem Weg zurück war der Blick nach unten frei.

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Blick auf die Lagune Cerro Chato

Die Straße von La Fortuna zum Arenal ist links und rechts gesäumt von Wellness-, Thermalbädern und Spas. Es gibt etwas für jede Preisklasse. Wir entschieden uns für die „öffentliche“ Badestelle El Chollín ohne Schnick Schnack ;o).

Diese Badestelle liegt unterhalb des Balneario Tabacón direkt neben der Straße. Es gibt ein paar warme Badepools inmitten einer Dschungellandschaft, die man sich mit vielen Menschen teilen muss. Mit viel Glück, es ist gerade jemand gegangen als wir gekommen sind, konnten wir einen eigenen kleinen Pool erhaschen.

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unser Pool in der Badestelle El Chollín

Parken kann  man direkt an der Straße, wo wir das Glück hatten noch diesen Einwohner Costa Ricas zu entdecken:

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Faultier an der Badestelle El Chollín

Toller Abschluss im Norden!

Tortuguero Nationalpark

Einen Tag Anreise von Deutschland nach Costa Rica nehmen wir gerne in Kauf um dieses von vielen beschwärmte Land zu besuchen.

Unser erstes Ziel ist der Tortuguero Nationalpark im Nordosten Costa Ricas.

Mit unserem Mietwagen fahren wir 4,5h von San Jose bis nach La Pavona. Dabei führt unser Weg durch den Braulio Carillo Nationalpark bis nach Guápiles. Dort biegen wir links auf die 247 Richtung Cariari ab. Von Cariari ist der Tortuguero NP ausgeschildert und es geht 16km über eine Schotterpiste bis zum Bootsanleger nach La Pavona.

Anfahrt nach Tortuguero + Parkplatz in La Pavona

Da der Park nur per Boot erreichbar ist, müssen wir hier parken ($10 oder 5.000 Colones pro Tag auf einem bewachten Parkplatz) und kaufen uns die Tickets für die Fähre (einfache Fahrt = 3.000 Colones pro Person inkl. Gepäck) nach Tortuguero.
Bereits jetzt bekommen wir einen ersten Eindruck was uns erwartet. Ringsherum ist es grün und die ersten Tiere bekommen wir ebenfalls zu sehen. 45 Minuten dauert die Fahrt und wir werden bereits von unserem Hostel Paisajes del Tortuguero in Empfang genommen. Das Hostel haben wir bereits von Deutschland gebucht, es liegt direkt am Meer, die Zimmer sind einfach, aber sauber.

Tortuguero, das kleine Dorf am Eingang zum Nationalpark, ist komplett auf den Tourismus eingerichtet und es tummelt sich alles an der „Hauptstraße“:

Hauptstraße in Tortuguero

Der kleine Ort mit ca. 800 Einwohnern bietet einen kleinen Supermarkt, Souvenirshops, Restaurants& Cafés und viele Touranbieter, einzig die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Fortbewegungsmittel vor Ort sind Fahrräder & Boote, Autos gibt es hier keine.
Empfehlenswert ist die Soda Doña mit typisch karibischen Gerichten und günstigen Preisen. Das Buddha Cafe ist sehr gemütlich, aber relativ teuer. Vom Essen hier waren wir enttäuscht, für einen Drink nach der Tour ist das Café super. Das beste Frühstück gab es in der Doling’s Bakery, die bereits ab 5 Uhr geöffnet hat und in der man schon vor der Tour einen guten Kaffee bekommt. Seit kurzem gibt es am Ende der Hauptstraße einen Geldautomaten, der jedoch nicht immer befüllt ist. Aus diesem Grund ist es trotzdem ratsam ausreichend Bargeld mitzunehmen.

Touranbieter findet ihr jede Menge an der „Hauptstraße“ und die Preise sind bei allen Anbietern gleich:

  • 2h Nachttour = $20 oder 10.000 Colones (außerhalb des Parkes)
  • 2h Tagestour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kanutour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kayaktour = $40 oder 20.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2h Canopywalk = $35 oder 17. 500 Colones (innerhalb des Parkes) -$5 Discount
  • 2h Schildkrötentour = $25 oder 12. 500 Colones
  • 2,5h Vogelbeobachtungstour = $35 oder 17. 500 Colones
  • Cerro Tour (fantastischer Blick über die Landschaft, Flüsse & Meer) = $45 (außerhalb des Parkes)

Zu beachten ist, dass für alle Aktivitäten innerhalb des Parkes zusätzlich ein Ticket gekauft werden muss. Das Ticket kostet $15 oder 7500 Colones und ist einen Tag gültig. Man kann damit selbstständig im Park spazieren und auf Tiersuche gehen. 

Wir haben unsere Touren über ASOPROTUR, direkt am Bootsanleger gebucht. Die Kanutour um 6 Uhr am Morgen ist definitiv empfehlenswert. Die Landschaft ist atemberaubend und wir haben viele Tiere gesehen.

Kanufahrt am Morgen im Tortuguero NP

Eine Tour ist immer abhängig vom Guide und bei der Nachtwanderung hatten wir etwas Pech. Steven, unser Guide, schien wenig motiviert und nur dank eines anderen Guides haben wir ein Tier zu sehen bekommen. Es war unser Wunschtier, der grüne Frosch:

Rotaugen-Laubfrosch

Hätten wir noch etwas mehr Zeit gehabt, wären wir auf jeden Fall noch auf den Berg gewandert. Der Recherche nach, kann man auch mit der Fähre bis zum Berg fahren & dann allein hochwandern.

Plätze für den Folgetag zu bekommen war kein Problem, eine Vorreservierung ist also nicht von Nöten. 

Wir blieben 2 Nächte und fuhren auch mit der Fähre wieder zurück. Unsere Rückfahrt dauerte deutlich länger (etwas mehr als 2h) und wir waren froh das 9 Uhr Boot genommen zu haben.

Post aus aller Welt

Wie lange braucht eine Postkarte bis nach Deutschland und was kostet sie?

Wir haben mal ein Ranking aufgestellt, wohlwissend dass man sich über jede Karte freut (sofern sie ankommt).

Gewichtet wurden Kosten und Dauer gleich und somit entstand folgende Reihenfolge:
Platz 1: Singapur (am günstigsten -0,60 SGD- und innerhalb von 8 Tage da)
Platz 2: Malaysia (2 MYR und innerhalb von 2 Wochen angekommen)
Platz 3: Südsee (am weitestens entfernt und trotzdem in 10 Tage für 1 NZD bei uns)
Platz 4: Russland (für 35 RUB in 24 Tagen)
Platz 5: Neuseeland (die schnellste Post unserer Reise für stattliche 2,20 NZD)
Platz 6: China – Peking (für 5,40 CNY in 23 Tgen)
Platz 7: Kambodscha (kam nicht überall an)
Platz 8: China – Guilin (war einen Monat unterwegs und hat 5,40 CNY gekostet)
Platz 9: Peru (extrem teuer – 6,50 PEN und trotzdem 21 Tage unterwegs)
Platz 10: Brasilien (4 BRL und 24 Tage)
Platz 11: Mongolei (kam nie an)

Meist hat eine Briefmarkt um die 50 Cent gekostet, nur in Brasilien, Neuseeland und Peru haben wir mehr als einen Euro bezahlt pro Karte.

Unsere Karte aus Kambodscha kam nie an, unsere Familie und Freunde durften sich jedoch freuen, den sie haben ihre erhalten.

Wir haben uns ebenfalls in einigen Ländern nach Paketsendungen erkundigt und aus Malaysia sogar eins versendet. Es ist tatsächlich nach ziemlich genau 3 Monaten angekommen und hat uns inkl. Verpackung für knapp 5 kg nur 23 Euro gekostet.

In Neuseeland hätte uns das ca. 120 Euro gekostet und in Peru 80 Euro. Dort entschieden wir uns die Souvenire und Geschenke lieber weiter zu schleppen. Hat ja auch alles noch in den Rucksack gepasst und die Gepäckgrenze der Fluggesellschaften war ebenfalls nicht erreicht. Anstrengend war es trotzdem.

Kosten Brasilien

1 Euro = 3,64 Reales

Bei unseren Recherchen haben wir Brasilien immer als teures Urlaubsland eingestuft. Es kam uns während unserer Reise auch immer teuer vor. Im nachhinein müssen wir aber feststellen, dass dies gar nicht so war. Wir waren fast jeden Tag essen und haben trotzdem im Durchschnitt nich mehr als 12 Euro für Essen und Lebensmittel pro Tag ausgegeben.

Essen:
Wasser 500ml: 1- 3 Reales
Wasser 1,5l: 1,5 – 5 Reales
Cola: 2-3 Reales
Cafe: 6-8 Reales
Cappuccino (sehr süß ): 8-10 Reales
Sandwich: 10 Reales
Tapioca: 10 Reales
Abendessen Restaurant: 50-70 Reales

Unterkunft: immer im DZ/Nacht 
Tabatinga Hotel Solimoes: 100 Reales
Manaus Eco Suite Hotel: 100 Reales
Manaus Local Hostel: 84 Reales
Salvador Pousada Pais Tropical: 81 Reales
Itacaré Pousada Natural Mystik  : 150 Reales
Rio de Janeiro CabanaCopa Hostel: 140 Reales

Touren:
Manaus Tagestour rosa Delfine(9Std): 350 Reales
Surfkurs Itacaré (3×2 Std): 300 Reales
Walbeobachtung Itacaré (4 Std ): 90 Reales
Favela Tour Rio de Janeiro (4 Std): 90 Reales

Fliegen und Taxi fahren sind erstaunlich teuer in Brasilien. Bus fahren war in Ordnung.

Alles hat ein Ende …

Wir treten nun den Rückflug an. Unsere 5monatige Reise ist heute beendet und in wenigen Stunden sind wir wieder in Deutschland.

Diese 5 Monate waren extrem erlebnisreich und jeder Tag hatte etwas Neues zu bieten.

Wir sind nicht traurig, dass die Zeit vorrüber ist, denn sie war wie wir es uns vorgestellt hatten und wir sind glücklich diesen Schritt gegangen zu sein. Es war eine unglaublich intensive Zeit und immer wieder wird uns ein Detail der Reise in den Kopf kommen und ein Schmunzeln und Glücksgefühl breitet sich aus.

Natürlich war nicht alles perfekt. Einige Gerüche werden wir (leider) nicht vergessen, wir wussten nicht immer was wir gegessen haben und auch nicht jedes Essen ist uns bekommen. Wir hatten auch Durchhänger, wo wir uns eine Weiterreise kaum vorstellen konnten. Mit etwas Erholung und Ruhe war das schnell wieder verflogen. Also auch das gehört dazu und rundet die Erlebnisse ab.

Viele haben gesagt wir würden verändert wiederkommen. Wir glauben nicht! Wir denken, wir sind nur zufrieden und glücklich und um viele Erinnerungen reicher!

Wir freuen uns jetzt unsere Familie (auch wenn wir nicht gleich jeden sehen können) und Freunde wiederzusehen.

Zu schätzen wissen wir auch unseren neuen-alten Luxus: die Waschmaschine, eine warme Dusche, genießbares Leitungswasser und unser Bett. Darauf freuen wir uns sehr!

Wir können nur allen raten, die Reise anzutreten, wenn es euer Traum ist.

Unsere letzten Tage in Rio de Janeiro

Gegen 17.30 Uhr landeten wir in Rio und der Himmel erstrahlte in allen möglichen Gelbtönen. Ein Wahnsinnssonnenuntergang!

Uns blieben zwei volle Tage die Stadt zu erkunden – viel zu wenig für diese Stadt, mussten wir schnell feststellen. Aber ein paar Dinge wollten wir auf jeden Fall sehen und so ging es direkt am nächsten Morgen zum Zuckerhut. Man kann entweder auf den ersten Berg laufen und nur für den zweiten Berg die Seilbahn nehmen oder direkt von unten mit der Seilbahn starten. Oben angekommen war es ganz schön windig und es zog immer wieder zu. Sobald die Wolken sich jedoch verzogen hatte man eine tolle Aussicht.

Ein weiteres ‚wollen-wir-unbedingt-sehen‘ waren die Stufen von Selarón. Mit der Metro ging es bis zur Station Gloria und von dort zu Fuß weiter.

Wir waren früh hier und der Touristenansturm hielt sich in Grenzen. Angekommen in Santa Theresa mussten wir leider feststellen, dass keine Cafes, Geschäfte etc. geöffnet hatten (10 Uhr) und wir machten uns wieder auf den Weg nach unten.

Die Nachmittage & Abenden verbrachten wir in Ipanema (toller Strand) & Copacabana.

Wir haben ebenfalls noch eine Favela-Tour gemacht, die uns von einer Hostel-Mitbewohnerin empfohlen wurde. Abgeholt werden wir von Carlos, der selbst in der Favela aufgewachsen ist und lebt. Er gab uns viele Informationen und regt zum Nachdenken an. Wir sind mit ihm durch die Favela Rochina gelaufen und am Ende haben wir noch Fußball gespielt. Ich finde wir haben uns richtig gut geschlagen, fertig waren wir trotzdem. Zunächst spielten wir mit zwei Jungen, später kam noch ein kleines Mädchen hinzu. Sie ist 8 Jahre alt und wahnsinnig talentiert. Ich hab noch nie ein 8-jahiges Kind so spielen sehen. Hoffentlich bekommt sie die Chance ihr Talent weiter zu fördern und ein Verein entdeckt und unterstützt sie! Wir können auch gerne den Kontakt herstellen ;o)

Die Tour mit Carlos war großartig und wir können sie nur jedem empfehlen. Er ist wahnsinnig belesen und spricht 5 Sprachen. Respekt!

Bei Interesse kann die Tour bei getmyguide.com oder direkt bei Carlos über Whatsapp +55 21 999 234 834 gebucht werden.

Nach einem letzten Mal Strand verabschieden wir uns von Rio. Morgen früh gehts zum Flughafen… goodbye Südamerika!

Bahia – an der Küste Brasiliens

Unser eigentlicher Plan den Amazonas bis an die Küste nach Belem zu befahren, mussten wir aufgrund Zeitmangels leider abkürzen und auch der Weg Überland bis an die Küste Bahia’s war einfach gesagt viel zu weit. Somit entschieden wir uns in Manaus für einen Flug bis Salvador. 

Um 2 Uhr morgens flogen wir los und mit 1 Zwischenlandung in Fortaleza und 1 mal umsteigen in Recife landeten wir gegen halb 11 in Salvador. Mit dem öffentlichen Bus sind wir für nur 5 Reales bis zum Placa de Ser im „Centro historico“ gefahren. Das Taxi für 100 Reales oder auch der Airport Bus für 33 Reales wären deutlich teuer gewesen. Die Fahrt hat zwar 1,5h gedauert, aber dafür hatten wie eine kleine Stadtrundfahrt für fast umsonst.

Unser Hostel Pousada Pais Tropical liegt an einen kleinen Platz mitten im historischen Zentrum, bekannt aus Michael Jackson’s Musikvideo ‚They don’t care about us‘. 

Bahia – und speziell Salvador ist geprägt durch die Kolonisation und der damit verbundenen Sklaverei. Der Anteil der afrikanisch abstammenden Einwohner ist hier ziemlich groß und hat die Kultur und das Essen geprägt. Füllige, schwarze Frauen sitzen auf den Marktplatz, gekleidet in bunte Kostüme mit Kopftuch und verkaufen sehr scharfe Kartoffeltaschen. Salvador ist bekannt für seine Capoera – und Trommelschulen, die man bis spät in die Nacht hören kann. 

Wir wurden ständig gewarnt bloß auf unsere Sachen aufzupassen und die Kamera immer vorne zu tragen , denn Salvador ist kein sicheres Pflaster. Es herrscht eine hohe Kriminalität, und auch Drogenkonsum ist ein großes Problem. Eine Deutsche erzählte uns im Hostel, dass sie im Dunklen an der Bushaltestelle mit den Messer bedroht wurde. Wir haben uns tagsüber die Stadt angeschaut und sind abends, wenn es dunkel wurde, ins Hostel zurückgekehrt. 

Collage Salvador

Wir hatten uns sehr auf Salvador gefreut, auf die bunten Häuser, den Strand in der Stadt und das Afrikanische. Leider waren wir etwas enttäuscht und für uns war Salvador nicht was wir erwartet hatten.

Nach nicht mal 2 Tagen sind wir dann weiter nach Itacaré gefahren, südlich von Salvador. Für 25 Reales ging es mit den Taxi zur Fähre São Joaquim. Diese hat uns in 1h für 5 Reales nach Bom Despacho gebracht. Dort gibt es einen Busbahnhof und für 45 Reales sind wir in einem klimatisierten Bus in 6h nach Itacaré gefahren. Der Bus hat jeden aufgegabelt, der am Straßenrand gewunken hat und so erklärt sich die lange Fahrzeit für 170 km. 

Itacaré ist ein kleines Surferparadies an der Küste und wir haben uns hier sofort wohlgefühlt. Unser Hostel Pousada Mystic Natural war sehr entspannend und ihre Besitzerin Maria super herzlich und hilfsbereit. Es gab viele Cafés und Restaurants und Geschäfte einfach nur zum Bummeln. Das hatten wir schon lange nicht mehr.

Collage Itacaré 

Wenn schon Surferpardies – dann auch surfen. Da auch hier mal wieder Nebensaison war, gab es einen Privatsurfkurs für Anfänger mit 3×2h bei Bibi für nur 80€. Es hat viel Spaß gemacht und ich bin wirklich gesurft, nur waren die Wellen ganz schön heftig, so dass ich am ersten Tag seekrank wurde und mir an letzten Tag das Surfbrett eine verpasst hat, als hätte ich in Boxring gestanden. 

Sarah is surfing

Zeitlich waren wir genau richtig für eine Walbeobachtung, doch auch hier stellte sich das Wetter gegen uns. Es soll wohl einfach auf dieser Reise für uns nicht möglich sein Wale zu sehen. Nach Neuseeland und der Südsee war es der dritte und letzte Versuch. Irgendwann wird es schon klappen.

Von Itacaré fahren wir mit dem Bus für 15 Reales nach Ilheus zum Flughafen, um zu unserer letzte Station auf unserer Reise zu gelangen. Rio de Janeiro…mal schauen was diese Stadt noch für uns parat hält!

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