Unterwegs in Norden Costa Ricas

Unsere Reise führt uns von der Karibikküste zurück ins Landesinnere. Wir fahren über San José, Heredia und Alajuela zum Parque National Volcán Poás. Die Strecke von 152 km legen wir in 5h zurück. Einen etwas längeren Stopp haben wir in La Union eingelegt, nur 50m nach der Abzweigung der N4 Richtung Puerto Viejo. Wir wollten eigentlich nur etwas Obst und Gemüse einkaufen, doch die Besitzerin des Standes hat uns nahezu alles aus ihrem Sortiment probieren lassen. Es gab unter anderem gegrillte Palmfrucht, Mangostan, Caimito, und auch ihre Käsesorten mußten wir testen. Sehr lecker und natürlich sind wir mit deutlich mehr gegangen als geplant.

Ihr Plan ist also aufgegangen ;o)

Sie war super nett und die Kommunikation sehr witzig, denn Sie und ihr Mann haben die passenden Tiergeräusche zu den Käsesorten nachgemacht als wir es auf spanisch leider nicht verstanden haben.

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Lebensmittelstand auf dem Weg zum Poas

Die Straße hoch zum Poás wird gesäumt von schönen Cafés und Erdbeerständen. Beides wird dort angebaut und ist überaschenderweise extrem teuer. Für 1 kg Kaffeebohnen zahlt man hier schon mal über 20$ und die Erdberren kosten über 5$ für ca. 500g (so sah es zumindestens aus).  Das war uns dann doch etwas zuviel.

Die Straße windet sich in Serpentinen bis auf eine Höhe von über 2500m. Nur ein kleines Schild am Wegesrand zeigt uns die Abzweizung zu unserer spektakulären Unterkunft. In der Beschreibung stand schon, dass es eine abenteuerliche Strecke wird und nur mit 4WD zu bewältigen. Wir dachten zuerst so schlimm kann es nicht sein, wurden aber Vorort eines besseren belehrt. Ein Allradantrieb ist bei der ca 1,5km langen Anfahrt zur Lagunillas Lodge von Nöten. Es ist eine staubige Schotterpiste, zudem noch sehr steil und man verbraucht jede Menge Benzin im 4Rad-Antrieb.

Wir waren froh, dass wir unten angekommen sind, nur leider hatten wir zu wenig Benzin um wieder rauf zu kommen. Also auf keinen Fall unter mit zu wenig Benzin den Berg runter! Die netten Besitzer haben uns ausgeholfen und das Abendessen war ebenfalls super lecker und empfehlenswert!

Am nächsten Morgen konnten wir mir gefülltem Tank starten und ein Hoch auf Sonja unsere Fahrerin, dass Sie uns da wieder hoch gebracht hat.

Die Unterkunft selbst war wie ein Ferienhäuschen im Allgäu, nur das Läuten der Kuhglocken hat gefehlt. Die Aussicht war super sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

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unser Zimmer im „Allgäu“-Häuschen am Poas mit einem fantastischen Ausblick

Der Vulkan Poás gehört zu den aktivsten Vulkanen Costa Ricas und ist zudem auch der am meisten besuchte Nationalpark im Land. Das liegt vielleicht daran, dass man bequem mit dem Auto bis fast zum Kraterrand fahren kann.

Wir sind früh aufgebrochen, da es bereits Vormittags zuziehen kann und wir noch nach Arenal wollten. Wir hatten wirklich Glück, denn es waren wenige Touristen da und wir hatten einen super Blick und konnten weit schauen, was wohl (lt. belauschter Reiseführerin einer kleinen dt. Gruppe) nur selten möglich ist.

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Poas

Auf unserem Weg nach La Fortuna machten wir einen kleinen Halt am LaPaz Wasserfall… entdeckten einen Nasenbären am Straßenrand…und fuhren durch riesige Ananasplantagen.

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Nasenbär am Straßenrand

Leider war die N4 wegen Umbaus gesperrt und haben deshalb für unsere 125 km über 4 Stunden gebraucht. Man sollte die Strecken niemals unterschätzen, und das nicht nur in Costa Rica.

La Fortuna ist unser Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen am Vulkan Arenal. Es gibt dort viele Touren, wie z.B. Wanderungen, Mountainbiking, Rafting, Kajakfahren oder Reitausflüge. Wir haben den Cerro Chato bestiegen, den kleineren ruhenden Bruder des Arenal-Vulkans. Der Vulkan wurde nur eine Woche nach unserer Besteigung für Touristen geschlossen um die örtliche Tierwelt zu schützen. Da hatten wir mal wieder echt großes Glück. Vom Parkplatz der Observatory Lodge(10$ pro Person) geht es auch für Nicht-Gäste über gut ausgeschilderte Wanderwege zum Cerro Chato. Der Anstieg über die letzten 1500m war sehr steil und ziemlich beschwerlich, da der Boden matschig und rutschig war aufgrund der Regenfälle der letzten Tage.

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Weg zur Lagune Cerro Chato

Manchmal mußten wir uns sogar auf allen Vieren fortbewegen und über großes Wurzel und Baumwerk klettern. Es war alles andere als leicht, und so waren wir etwas enttäuscht als wir oben aufgrund des Nebels nichts sehen konnten. Belohnt wurden wir unten an der Lagune Cerro Chato. Ein erfrischendes Bad in der Lagune, der Nebel verzog sich und auf dem Weg zurück war der Blick nach unten frei.

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Blick auf die Lagune Cerro Chato

Die Straße von La Fortuna zum Arenal ist links und rechts gesäumt von Wellness-, Thermalbädern und Spas. Es gibt etwas für jede Preisklasse. Wir entschieden uns für die „öffentliche“ Badestelle El Chollín ohne Schnick Schnack ;o).

Diese Badestelle liegt unterhalb des Balneario Tabacón direkt neben der Straße. Es gibt ein paar warme Badepools inmitten einer Dschungellandschaft, die man sich mit vielen Menschen teilen muss. Mit viel Glück, es ist gerade jemand gegangen als wir gekommen sind, konnten wir einen eigenen kleinen Pool erhaschen.

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unser Pool in der Badestelle El Chollín

Parken kann  man direkt an der Straße, wo wir das Glück hatten noch diesen Einwohner Costa Ricas zu entdecken:

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Faultier an der Badestelle El Chollín

Toller Abschluss im Norden!

Tortuguero Nationalpark

Einen Tag Anreise von Deutschland nach Costa Rica nehmen wir gerne in Kauf um dieses von vielen beschwärmte Land zu besuchen.

Unser erstes Ziel ist der Tortuguero Nationalpark im Nordosten Costa Ricas.

Mit unserem Mietwagen fahren wir 4,5h von San Jose bis nach La Pavona. Dabei führt unser Weg durch den Braulio Carillo Nationalpark bis nach Guápiles. Dort biegen wir links auf die 247 Richtung Cariari ab. Von Cariari ist der Tortuguero NP ausgeschildert und es geht 16km über eine Schotterpiste bis zum Bootsanleger nach La Pavona.

Anfahrt nach Tortuguero + Parkplatz in La Pavona

Da der Park nur per Boot erreichbar ist, müssen wir hier parken ($10 oder 5.000 Colones pro Tag auf einem bewachten Parkplatz) und kaufen uns die Tickets für die Fähre (einfache Fahrt = 3.000 Colones pro Person inkl. Gepäck) nach Tortuguero.
Bereits jetzt bekommen wir einen ersten Eindruck was uns erwartet. Ringsherum ist es grün und die ersten Tiere bekommen wir ebenfalls zu sehen. 45 Minuten dauert die Fahrt und wir werden bereits von unserem Hostel Paisajes del Tortuguero in Empfang genommen. Das Hostel haben wir bereits von Deutschland gebucht, es liegt direkt am Meer, die Zimmer sind einfach, aber sauber.

Tortuguero, das kleine Dorf am Eingang zum Nationalpark, ist komplett auf den Tourismus eingerichtet und es tummelt sich alles an der „Hauptstraße“:

Hauptstraße in Tortuguero

Der kleine Ort mit ca. 800 Einwohnern bietet einen kleinen Supermarkt, Souvenirshops, Restaurants& Cafés und viele Touranbieter, einzig die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Fortbewegungsmittel vor Ort sind Fahrräder & Boote, Autos gibt es hier keine.
Empfehlenswert ist die Soda Doña mit typisch karibischen Gerichten und günstigen Preisen. Das Buddha Cafe ist sehr gemütlich, aber relativ teuer. Vom Essen hier waren wir enttäuscht, für einen Drink nach der Tour ist das Café super. Das beste Frühstück gab es in der Doling’s Bakery, die bereits ab 5 Uhr geöffnet hat und in der man schon vor der Tour einen guten Kaffee bekommt. Seit kurzem gibt es am Ende der Hauptstraße einen Geldautomaten, der jedoch nicht immer befüllt ist. Aus diesem Grund ist es trotzdem ratsam ausreichend Bargeld mitzunehmen.

Touranbieter findet ihr jede Menge an der „Hauptstraße“ und die Preise sind bei allen Anbietern gleich:

  • 2h Nachttour = $20 oder 10.000 Colones (außerhalb des Parkes)
  • 2h Tagestour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kanutour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kayaktour = $40 oder 20.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2h Canopywalk = $35 oder 17. 500 Colones (innerhalb des Parkes) -$5 Discount
  • 2h Schildkrötentour = $25 oder 12. 500 Colones
  • 2,5h Vogelbeobachtungstour = $35 oder 17. 500 Colones
  • Cerro Tour (fantastischer Blick über die Landschaft, Flüsse & Meer) = $45 (außerhalb des Parkes)

Zu beachten ist, dass für alle Aktivitäten innerhalb des Parkes zusätzlich ein Ticket gekauft werden muss. Das Ticket kostet $15 oder 7500 Colones und ist einen Tag gültig. Man kann damit selbstständig im Park spazieren und auf Tiersuche gehen. 

Wir haben unsere Touren über ASOPROTUR, direkt am Bootsanleger gebucht. Die Kanutour um 6 Uhr am Morgen ist definitiv empfehlenswert. Die Landschaft ist atemberaubend und wir haben viele Tiere gesehen.

Kanufahrt am Morgen im Tortuguero NP

Eine Tour ist immer abhängig vom Guide und bei der Nachtwanderung hatten wir etwas Pech. Steven, unser Guide, schien wenig motiviert und nur dank eines anderen Guides haben wir ein Tier zu sehen bekommen. Es war unser Wunschtier, der grüne Frosch:

Rotaugen-Laubfrosch

Hätten wir noch etwas mehr Zeit gehabt, wären wir auf jeden Fall noch auf den Berg gewandert. Der Recherche nach, kann man auch mit der Fähre bis zum Berg fahren & dann allein hochwandern.

Plätze für den Folgetag zu bekommen war kein Problem, eine Vorreservierung ist also nicht von Nöten. 

Wir blieben 2 Nächte und fuhren auch mit der Fähre wieder zurück. Unsere Rückfahrt dauerte deutlich länger (etwas mehr als 2h) und wir waren froh das 9 Uhr Boot genommen zu haben.

Post aus aller Welt

Wie lange braucht eine Postkarte bis nach Deutschland und was kostet sie?

Wir haben mal ein Ranking aufgestellt, wohlwissend dass man sich über jede Karte freut (sofern sie ankommt).

Gewichtet wurden Kosten und Dauer gleich und somit entstand folgende Reihenfolge:
Platz 1: Singapur (am günstigsten -0,60 SGD- und innerhalb von 8 Tage da)
Platz 2: Malaysia (2 MYR und innerhalb von 2 Wochen angekommen)
Platz 3: Südsee (am weitestens entfernt und trotzdem in 10 Tage für 1 NZD bei uns)
Platz 4: Russland (für 35 RUB in 24 Tagen)
Platz 5: Neuseeland (die schnellste Post unserer Reise für stattliche 2,20 NZD)
Platz 6: China – Peking (für 5,40 CNY in 23 Tgen)
Platz 7: Kambodscha (kam nicht überall an)
Platz 8: China – Guilin (war einen Monat unterwegs und hat 5,40 CNY gekostet)
Platz 9: Peru (extrem teuer – 6,50 PEN und trotzdem 21 Tage unterwegs)
Platz 10: Brasilien (4 BRL und 24 Tage)
Platz 11: Mongolei (kam nie an)

Meist hat eine Briefmarkt um die 50 Cent gekostet, nur in Brasilien, Neuseeland und Peru haben wir mehr als einen Euro bezahlt pro Karte.

Unsere Karte aus Kambodscha kam nie an, unsere Familie und Freunde durften sich jedoch freuen, den sie haben ihre erhalten.

Wir haben uns ebenfalls in einigen Ländern nach Paketsendungen erkundigt und aus Malaysia sogar eins versendet. Es ist tatsächlich nach ziemlich genau 3 Monaten angekommen und hat uns inkl. Verpackung für knapp 5 kg nur 23 Euro gekostet.

In Neuseeland hätte uns das ca. 120 Euro gekostet und in Peru 80 Euro. Dort entschieden wir uns die Souvenire und Geschenke lieber weiter zu schleppen. Hat ja auch alles noch in den Rucksack gepasst und die Gepäckgrenze der Fluggesellschaften war ebenfalls nicht erreicht. Anstrengend war es trotzdem.

Kosten Brasilien

1 Euro = 3,64 Reales

Bei unseren Recherchen haben wir Brasilien immer als teures Urlaubsland eingestuft. Es kam uns während unserer Reise auch immer teuer vor. Im nachhinein müssen wir aber feststellen, dass dies gar nicht so war. Wir waren fast jeden Tag essen und haben trotzdem im Durchschnitt nich mehr als 12 Euro für Essen und Lebensmittel pro Tag ausgegeben.

Essen:
Wasser 500ml: 1- 3 Reales
Wasser 1,5l: 1,5 – 5 Reales
Cola: 2-3 Reales
Cafe: 6-8 Reales
Cappuccino (sehr süß ): 8-10 Reales
Sandwich: 10 Reales
Tapioca: 10 Reales
Abendessen Restaurant: 50-70 Reales

Unterkunft: immer im DZ/Nacht 
Tabatinga Hotel Solimoes: 100 Reales
Manaus Eco Suite Hotel: 100 Reales
Manaus Local Hostel: 84 Reales
Salvador Pousada Pais Tropical: 81 Reales
Itacaré Pousada Natural Mystik  : 150 Reales
Rio de Janeiro CabanaCopa Hostel: 140 Reales

Touren:
Manaus Tagestour rosa Delfine(9Std): 350 Reales
Surfkurs Itacaré (3×2 Std): 300 Reales
Walbeobachtung Itacaré (4 Std ): 90 Reales
Favela Tour Rio de Janeiro (4 Std): 90 Reales

Fliegen und Taxi fahren sind erstaunlich teuer in Brasilien. Bus fahren war in Ordnung.

Alles hat ein Ende …

Wir treten nun den Rückflug an. Unsere 5monatige Reise ist heute beendet und in wenigen Stunden sind wir wieder in Deutschland.

Diese 5 Monate waren extrem erlebnisreich und jeder Tag hatte etwas Neues zu bieten.

Wir sind nicht traurig, dass die Zeit vorrüber ist, denn sie war wie wir es uns vorgestellt hatten und wir sind glücklich diesen Schritt gegangen zu sein. Es war eine unglaublich intensive Zeit und immer wieder wird uns ein Detail der Reise in den Kopf kommen und ein Schmunzeln und Glücksgefühl breitet sich aus.

Natürlich war nicht alles perfekt. Einige Gerüche werden wir (leider) nicht vergessen, wir wussten nicht immer was wir gegessen haben und auch nicht jedes Essen ist uns bekommen. Wir hatten auch Durchhänger, wo wir uns eine Weiterreise kaum vorstellen konnten. Mit etwas Erholung und Ruhe war das schnell wieder verflogen. Also auch das gehört dazu und rundet die Erlebnisse ab.

Viele haben gesagt wir würden verändert wiederkommen. Wir glauben nicht! Wir denken, wir sind nur zufrieden und glücklich und um viele Erinnerungen reicher!

Wir freuen uns jetzt unsere Familie (auch wenn wir nicht gleich jeden sehen können) und Freunde wiederzusehen.

Zu schätzen wissen wir auch unseren neuen-alten Luxus: die Waschmaschine, eine warme Dusche, genießbares Leitungswasser und unser Bett. Darauf freuen wir uns sehr!

Wir können nur allen raten, die Reise anzutreten, wenn es euer Traum ist.

Unsere letzten Tage in Rio de Janeiro

Gegen 17.30 Uhr landeten wir in Rio und der Himmel erstrahlte in allen möglichen Gelbtönen. Ein Wahnsinnssonnenuntergang!

Uns blieben zwei volle Tage die Stadt zu erkunden – viel zu wenig für diese Stadt, mussten wir schnell feststellen. Aber ein paar Dinge wollten wir auf jeden Fall sehen und so ging es direkt am nächsten Morgen zum Zuckerhut. Man kann entweder auf den ersten Berg laufen und nur für den zweiten Berg die Seilbahn nehmen oder direkt von unten mit der Seilbahn starten. Oben angekommen war es ganz schön windig und es zog immer wieder zu. Sobald die Wolken sich jedoch verzogen hatte man eine tolle Aussicht.

Ein weiteres ‚wollen-wir-unbedingt-sehen‘ waren die Stufen von Selarón. Mit der Metro ging es bis zur Station Gloria und von dort zu Fuß weiter.

Wir waren früh hier und der Touristenansturm hielt sich in Grenzen. Angekommen in Santa Theresa mussten wir leider feststellen, dass keine Cafes, Geschäfte etc. geöffnet hatten (10 Uhr) und wir machten uns wieder auf den Weg nach unten.

Die Nachmittage & Abenden verbrachten wir in Ipanema (toller Strand) & Copacabana.

Wir haben ebenfalls noch eine Favela-Tour gemacht, die uns von einer Hostel-Mitbewohnerin empfohlen wurde. Abgeholt werden wir von Carlos, der selbst in der Favela aufgewachsen ist und lebt. Er gab uns viele Informationen und regt zum Nachdenken an. Wir sind mit ihm durch die Favela Rochina gelaufen und am Ende haben wir noch Fußball gespielt. Ich finde wir haben uns richtig gut geschlagen, fertig waren wir trotzdem. Zunächst spielten wir mit zwei Jungen, später kam noch ein kleines Mädchen hinzu. Sie ist 8 Jahre alt und wahnsinnig talentiert. Ich hab noch nie ein 8-jahiges Kind so spielen sehen. Hoffentlich bekommt sie die Chance ihr Talent weiter zu fördern und ein Verein entdeckt und unterstützt sie! Wir können auch gerne den Kontakt herstellen ;o)

Die Tour mit Carlos war großartig und wir können sie nur jedem empfehlen. Er ist wahnsinnig belesen und spricht 5 Sprachen. Respekt!

Bei Interesse kann die Tour bei getmyguide.com oder direkt bei Carlos über Whatsapp +55 21 999 234 834 gebucht werden.

Nach einem letzten Mal Strand verabschieden wir uns von Rio. Morgen früh gehts zum Flughafen… goodbye Südamerika!

Bahia – an der Küste Brasiliens

Unser eigentlicher Plan den Amazonas bis an die Küste nach Belem zu befahren, mussten wir aufgrund Zeitmangels leider abkürzen und auch der Weg Überland bis an die Küste Bahia’s war einfach gesagt viel zu weit. Somit entschieden wir uns in Manaus für einen Flug bis Salvador. 

Um 2 Uhr morgens flogen wir los und mit 1 Zwischenlandung in Fortaleza und 1 mal umsteigen in Recife landeten wir gegen halb 11 in Salvador. Mit dem öffentlichen Bus sind wir für nur 5 Reales bis zum Placa de Ser im „Centro historico“ gefahren. Das Taxi für 100 Reales oder auch der Airport Bus für 33 Reales wären deutlich teuer gewesen. Die Fahrt hat zwar 1,5h gedauert, aber dafür hatten wie eine kleine Stadtrundfahrt für fast umsonst.

Unser Hostel Pousada Pais Tropical liegt an einen kleinen Platz mitten im historischen Zentrum, bekannt aus Michael Jackson’s Musikvideo ‚They don’t care about us‘. 

Bahia – und speziell Salvador ist geprägt durch die Kolonisation und der damit verbundenen Sklaverei. Der Anteil der afrikanisch abstammenden Einwohner ist hier ziemlich groß und hat die Kultur und das Essen geprägt. Füllige, schwarze Frauen sitzen auf den Marktplatz, gekleidet in bunte Kostüme mit Kopftuch und verkaufen sehr scharfe Kartoffeltaschen. Salvador ist bekannt für seine Capoera – und Trommelschulen, die man bis spät in die Nacht hören kann. 

Wir wurden ständig gewarnt bloß auf unsere Sachen aufzupassen und die Kamera immer vorne zu tragen , denn Salvador ist kein sicheres Pflaster. Es herrscht eine hohe Kriminalität, und auch Drogenkonsum ist ein großes Problem. Eine Deutsche erzählte uns im Hostel, dass sie im Dunklen an der Bushaltestelle mit den Messer bedroht wurde. Wir haben uns tagsüber die Stadt angeschaut und sind abends, wenn es dunkel wurde, ins Hostel zurückgekehrt. 

Collage Salvador

Wir hatten uns sehr auf Salvador gefreut, auf die bunten Häuser, den Strand in der Stadt und das Afrikanische. Leider waren wir etwas enttäuscht und für uns war Salvador nicht was wir erwartet hatten.

Nach nicht mal 2 Tagen sind wir dann weiter nach Itacaré gefahren, südlich von Salvador. Für 25 Reales ging es mit den Taxi zur Fähre São Joaquim. Diese hat uns in 1h für 5 Reales nach Bom Despacho gebracht. Dort gibt es einen Busbahnhof und für 45 Reales sind wir in einem klimatisierten Bus in 6h nach Itacaré gefahren. Der Bus hat jeden aufgegabelt, der am Straßenrand gewunken hat und so erklärt sich die lange Fahrzeit für 170 km. 

Itacaré ist ein kleines Surferparadies an der Küste und wir haben uns hier sofort wohlgefühlt. Unser Hostel Pousada Mystic Natural war sehr entspannend und ihre Besitzerin Maria super herzlich und hilfsbereit. Es gab viele Cafés und Restaurants und Geschäfte einfach nur zum Bummeln. Das hatten wir schon lange nicht mehr.

Collage Itacaré 

Wenn schon Surferpardies – dann auch surfen. Da auch hier mal wieder Nebensaison war, gab es einen Privatsurfkurs für Anfänger mit 3×2h bei Bibi für nur 80€. Es hat viel Spaß gemacht und ich bin wirklich gesurft, nur waren die Wellen ganz schön heftig, so dass ich am ersten Tag seekrank wurde und mir an letzten Tag das Surfbrett eine verpasst hat, als hätte ich in Boxring gestanden. 

Sarah is surfing

Zeitlich waren wir genau richtig für eine Walbeobachtung, doch auch hier stellte sich das Wetter gegen uns. Es soll wohl einfach auf dieser Reise für uns nicht möglich sein Wale zu sehen. Nach Neuseeland und der Südsee war es der dritte und letzte Versuch. Irgendwann wird es schon klappen.

Von Itacaré fahren wir mit dem Bus für 15 Reales nach Ilheus zum Flughafen, um zu unserer letzte Station auf unserer Reise zu gelangen. Rio de Janeiro…mal schauen was diese Stadt noch für uns parat hält!

Über den Amazonas von Iquitos nach Manaus

Von Cusco sind wir über Lima und Tarapoto nach Iquitos geflogen. Direkt bei unserer Ankunft kam es uns vor als wären wir in einem anderen Land, definitiv nicht Peru. Hier fuhren unendlich viele Mototaxis, es war dreckig und natürlich das Klima ein ganz anderes. Wir fühlten uns etwas zurück in Asien.

Da Iquitos selbst nicht viel zu bieten hat, wollten wir nur wenig Zeit in der Stadt verbringen. Insgesamt hatten wir nur einen vollen Tag und den Ankunfts-& Abfahrtstag. Diese Zeit nutzten wir für einen Spaziergang durch die Stadt und natürlich unsere Tour und die Weiterreise an organisieren.

Die Stadt ist sehr lebhaft hat die beste Zeit aber definitiv hinter sich.

Collage Iquitos

Um von Iquitos bis nach Manaus zu kommen mussten wir zunächst zur Grenze.

Für diesen ersten Teil der Strecke entschieden wir uns für das Schnellboot, dass in ca 10 h im Dreiländereck Kolumbien, Brasilien, Peru ankommen sollte.

Unsere Tickets kauften wir am Vorabend bei der Agentur Amazon Bravo Xpedition.

Wir sollten pünktlich 5 Uhr morgens am Hafen sein, also klingelte der Wecker bereits 4Uhr und 4: 45 Uhr saßen wir im Mototaxi zum Hafen …

An diesem Hafen fährt neben Flipper, unserer Bootsgesellschaft, auch Golfinio ab. Es sind die einzigen beiden Anbieter und unterscheiden sich kaum. Sie fahren beide zur gleichen Zeit ab, kommen zur gleichen Zeit an und bieten wohl auch den gleichen Service. Über deren Preis können wir leider nichts sagen.

Bei unserer Ankunft an Hafen standen bereits ein paar Personen da und man musste sich bei der jeweiligen Gesellschaften anmelden. Kurz nach 5 Uhr öffneten sich die Tore und es ging zur Gepäck- & Passkontrolle. Alle Gepäckstücke wurden untersucht außer unsere, entweder waren unsere Rucksäcke zur groß oder wir haben einen vertrauenswürdigen Eindruck gemacht. Weiter zum Boot und dort hieß es warten. Das Boot sollte pünktlich um 6 Uhr abfahren, so hieß es, los ging es aber erst gegen halb sieben.

Bootsfahrt von Iquitos zur Grenze nach Santa Rosa

Die Fahrt war angenehm, wir lasen, schliefen und bekamen Frühstück und Mittag ( Geschmackssache).
Nach ca 9h sind wir in Santa Rosa angekommen und schon gleich warteten viele Bootsfahrer, die unsere Rucksäcke entgegennehmen wollten. Da musste wir ganz schön aufpassen, dass sie nicht auf einem Boot landeten. Uns wurde die Überfahrt für 10 Soles angeboten, so wie es überall beschrieben war. Was wir nicht wussten, dass wir auch noch ein Mototaxi brauchten um zur Immigration für den Ausreisestempel zu fahren. Wir hatten nur etwas mehr als 20 Soles, aber zum Glück hatten wir uns schon mit 3 Brasilianern zusammengeschlossen, die für uns Boot und Taxi gleich mit verhandelten und das Geld reichte aus.

Blick vom Mototaxi auf den Hafen von Santa Rosa

Angekommen in Tabatinga mussten wir uns beeilen, da die Polizei zur Registrierung nur bis 18 Uhr geöffnet hätte und es aufgrund der Zeitverschiebung schon 1h später war.

Leider wussten wir nicht, wo wir Bank, Polizei und Boot nach Manaus finden können und so versuchten wir mit Händen und Füßen zu fragen, da wir kein Portugiesch sprechen und die Menschen kaum Englisch oder Spanisch.

Gegen 17.45 Uhr hatten wir Geld in der Hand und eilten weiter zur Polizei, die wir 18. 15 Uhr erreichten und zum Glück noch geöffnet war. Stempel haben wir direkt erhalten -ein Hoch auf den deutschen Pass.

Jetzt mussten wir nur noch Tickets für ein Boot bekommen. Den Hafen für die großen Schiffe zu finden war nicht ganz einfach und als wir es endlich geschafft hatten, bekamen wir die Auskunft, dass 17 Uhr geschlossen wurde. Der Herr am Hafen sprach spanisch und sagte uns noch, dass am nächsten Tag nur 15 Uhr ein Boot nach Manaus abfährt. Okay, dann musste der Ticketkauf wohl warten.

Kartenausschnitt von Tabatinga

Nachdem wir mehrere Kilometer mit unseren mittlerweile 20kg Rucksäcken gelaufen sind wollten wir sie nur noch ablegen. In der Nähe des Hafens gab es ein schönes Hotel und wir buchten.

Tipp: Nehmt gleich ein Mototaxi am Hafen, da in der Stadt keine zu finden sind. Zumindest ging es uns so und uns blieb nichts anderes übrig als mit Rucksäcken bei der Hitze weiter zulaufen.

Am Abend gingen wir nur noch Burger an einem Straßenstand essen und suchten einen Supermarkt für den Folgetag, damit wir uns für die Fahrt eindecken konnten.

Burger-Straßenstand mit Telefonanschluss ;o) in Tabatinga

Am nächsten Tag standen wir früh auf, da wir auf jeden Fall noch am gleichen Tag mit dem Schiff nach Manaus abfahren wollten und um kurz nach 7 Uhr hielten wir die Tickets in der Hand. Der Preis war der höchste für diese Fahrt lt. Liste, also musste es sich um ein besseres Schiff handeln. Eine Auswahl hatten wir eh nicht, da nur dieses Schiff heute abfuhr. Im Preis enthalten waren 60 Real für Essen. Wir entschieden trotzdem noch etwas zu kaufen, da man ja nie sicher sein kann. Zwei Stunden vor Abfahrt muss man an Hafen sein und so liefen wir eingedeckt mit ein paar Getränken und etwas zum Essen um 12.30Uhr hin.

Es waren schon einige Menschen anwesend, nur Brasilianer, man musste sein Gepäck auf eine gelbe Linie stellen und bekam ein Armband. Die Farbe richtete sich nach dem Ort des Ausstieges und wir bekamen ein oranges Armband.

Bevor wir einsteigen durften gab es noch eine Polizeikontrolle inkl. Spürhund und dann durften wir auf das Schiff.

Polizeikontrolle vor der Abfahrt nach Manaus

Wir gingen auf das Deck 1 und blieben nicht unten, was unser Glück war. Die Engländer unten erzählten uns nach der ersten Nacht, dass das Licht die ganze Nacht an blieb und sie mehrmals aufstehen mussten, da ausgeladen wurde.
Gut, dass wir etwas früher da waren und mit den zweiten Schwung auf das Schiff durften. So konnten wir uns gute Plätze sichern und mussten uns nirgends dazwischen quetschen.

Hängematten auf dem Schiff nach Manaus

Erst gegen 17 Uhr verließen wir Tabatinga und hielten in den nächsten 2h mehrmals und das Deck wurde richtig voll. Uns begrüßte noch ein Mitarbeiter in Englisch und bot uns seine Hilfe an, sollten wir etwas benötigen. Super nett! Insgesamt machte das Schiff eine ordentlichen & sauberen Eindruck. Wir hatten wirklich anderes erwartet. Es gab drei Mahlzeiten am Tag in Form eines kleinen Buffet, geputzt wurde regelmäßig und Toilette + Dusche war ordentlich.

Das Essen war wirklich okay und wer keine Schüsseln oder Teller dabei hatte, konnte in einem kleinen Raum essen. Hier musste man zwar meist anstehen, war aber auch eine gute Möglichkeit mit anderen ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich gab es zum Essen Saft, sonst war aber immer sauberes, kühles Wasser,Tee und Kaffee verfügbar.

Dann schauen wir mal, ob wir in der Hängematten schlafen können?! Die Nächte waren tatsächlich gut, es wehte immer in frischer Wind und das Motorengeräusch übertönte jegliches Schnarchen. Gut waren unsere Schlafsäcke, da es nachts doch sehr frisch werde.

Die meiste Zeit verbrachten wir mit Lesen oder bei Unterhaltungen mit Mitreisenden. Es waren nicht viele Touristen auf dem Boot, aber auch die Einheimischen suchten das Gespräch und waren extrem freundlich. Leider kann mit ihnen kann ein längeres Gespräch zustande, da wir kein Portugiesch und sie kein Englisch sprechen. Das bedauerten wir wirklich sehr, obwohl sie immer bemüht waren sich mit Händen und Füßen verständlich zu machen. Touristen von außerhalb Südamerikas waren es noch 5 weitere. Da hatten wir mit deutlich mehr gerechnet.

Trotz der Sprachbarriere haben wir viel miteinander gelacht.

Schifffahrt von Tabatinga nach Manaus

Am Abend traf man sich auf dem oberen Deck, dort lief Musik, es gab eine kleine Bar und mit brasilianischem Bier und dort haben wir den Sonnenuntergang genossen.

Fahrt nach Manaus – Sonnenuntergang

Ursprünglich sollten wir drei Tage nach Abfahrt um 10 Uhr in Manaus ankommen. An Tag zwei hieß es bereits 16 Uhr und am dritten Tag wurde es 18 Uhr und später 22 Uhr. 

Der Hafen von Manaus bei unserer Ankunft

Tatsächlich waren wir kurz vor 22 Uhr in Manaus und wir wurden angehalten, das Schiff nicht zu verlassen um ein Hostel zu suchen. Also entschieden wir noch eine Nacht in der uns liebgewonnenen Hängematte zu übernachten. Mit uns blieben noch 6 weitere Touristen (Venezuela, Chile, Brasilien, Uruguay, Mexiko, USA) und wir hängten die Hängematten zusammen für einen gemütlichen Abend. Da es alles Männer waren taten sie sich zusammen und gingen auf die Suche nach einem Supermarkt. Wir blieben an Board und bewachten das Gepäck. Nach einer gefühlten Ewigkeit kehrten sie mit Cola, Cachaça und Bier zurück und der Abend wurde unterhaltsam.

Der verbliebene Rest für die letzte Nacht auf dem Schiff im Hafen von Manaus

Nach der wirklich letzten, tatsächlich guten Nacht packten wir kurz nach 7 Uhr unsere Sachen und verabschiedeten uns herzlich.
Die Schifffahrt verging wie im Flug und war deutlich angenehmer als wir dachten. Dadurch, dass alles offen wir hatten man trotz der vielen Hängematten kein beengtes Gefühl und man konnte sich in seiner Hängematte immer zurückziehen. Wir haben die Zeit sehr genossen und können diese Art zu reisen nur jedem empfehlen! Wenn ihr hier seid, nehmt euch die drei Tage Zeit.

Jetzt hieß es ein Hotel finden, Flüge buchen und die nächsten Tage Manaus erkunden.

Wir wählten für die erste Nacht ein Hotel in der Nähe des Hafens und dank WLAN war auch der Flug nach Salvador schnell gebucht. Uns blieben drei Tage in Manaus.

Nachdem alles erledigt war zogen wir los. Manaus ist unserer Meinung nach keine Schöne Stadt und hat wenig zu bieten.

Collage Manaus

Wir versuchten es noch mit dem Parque do Mindu, wo es Orichideen und kleine Affen, die nur in Manaus leben, geben soll. Leider hat sich die Busfahrt und der Spaziergang bei Regen nicht gelohnt. Der Park ist sehr dreckig und außer uns gab es keine anderen Besucher. Affen haben wir auch nicht gesehen.

An unserem letzten Tag durfte ich mein Geburtstagsgeschenk einlösen, schwimmen mit rosa Delfinen. Es ging raus aus Manaus mit einer Tagestour, die nicht nur die Delfine zu bieten hatte. Wir waren nur zu dritt + Guide (Milton) und seine Tochter. Zuerst sind wir zu einem Dorf der Ureinwohner gefahren. Eigentlich mag ich diese gestellten Tänze etc nicht. Der „Häuptling“ hat uns jedoch sehr viel über die Traditionen und das Leben des Stammes erzählt und es war keine Show sondern sehr interessant. Wir durften uns auch am Blasrohr versuchen und es war gar nicht schlecht fürs erste Mal.

Dorf im Amazonas

Danach ging es zu den Delfinen. Anfangs mussten wir Sicherheitswesten tragen, die wir später ablegen durften. Die Delfine wurden mit Fischen gefüttert, Leben jedoch völlig frei im Fluß. Wir durften sie anfassen und sie sind viel weicher als erwartet und es war einfach nur toll. Später sind wir auch noch raus geschwommen, aber ohne Bestechung halten sie immer einen gewissen Abstand. 

Rosa Delfine

Danach ging es weiter zum Mittagessen und auch das übertraf unsere Erwartungen.  Es gab Buffet und wir konnten die Amazonas Küche durchtesten.Nach dem Essen standen weitere Programmpunkte auf dem Plan und wir sahen noch einige Tiere des Amazonas. Wir konnten dieses Mal sogar ein Faultier auf dem Arm halten und haben uns total verliebt.

Faultier – Affen – Kaiman – Anakonda – Paiche

Zum Abschluss sahen wir noch das Treffen der Flüsse, wo schwarzes und braunes Wasser zusammentreffen und noch einen ganze Weile nebeneinanderher fließen.

Das war ein gelungener Abschluss unseres Amazonasaufenthaltes!

Heute Nacht fliegen wir weiter nach Salvador, an die Küste Brasiliens, und verbringen unsere letzten Tage am Strand bis wir von Rio die Heimreise antreten.


Kosten:

Schnellboot Iquitos – Santa Rosa: 200 Soles = 55€
Überfahrt Santa Rosa – Tabatinga: 5 Soles = 1,40€
Mototaxi Santa Rosa Hafen zur Immigration: 5 Soles = 1,40€
Langsames Boot von Tabatinga nach Manaus: 140-200 Real = 39€ – 55€

Fazit Peru

Nach nun genau  1 Monat verlassen wir Peru, unser erstes Land in Südamerika. Nach anfänglichen Verständigungsproblemen aufgrund unserer mangelnden Spanischkenntnisse, können wir jetzt am Ende behaupten, dass wir uns wacker geschlagen haben und ich mittlerweile sogar 500 Wörter auf meiner Spanisch-Lern-App zu verzeichnen habe. Alles weitere ließ sich mit zeigen oder anderen Gestiken bewerkstelligen.

Wir waren auch hier mal wieder außerhalb der Saison unterwegs, ohne es zu wissen. Dies bedeutete weniger Touristen, günstigere Preise für die Touren und es gab immer noch kurzfristig  2 freie Plätze für uns. Es gibt in Peru insgesamt über das Jahr verteilt nur 3 Millionen Touristen, was für uns sehr wenig klingt und ein Großteil davon besucht nur Machu Picchu.

Peru hat einfach alles. Diesen Satz könnte man einfach so stehen lassen, weil es genauso ist!

  • Unterschiedliche Landschaft: Strand, Wüste, Hohe Berge, Hoch- und Tieflanddschungel
  • Echte Peruanische Kleidung, Frauen mit Hut und Tuch, dazu noch typisch peruanische Encanto de Corazon Musik aus dem Radio im öffentlichen Bus haben sich als Bild bei uns eingeprägt.
  • Sehr freundliche, herzliche und hilfsbereite Menschen: Zum Beispiel wurden wir sogar von unserer Hostel Besitzerin in Arequipa zum Abschied herzlich gedrückt.
  • Wunderschöne Städte: Arequipa und Cusco haben uns am besten gefallen, Lima hat uns anfangs ganz gut gefallen, aber jetzt verstehen wir warum die Leute mehr Zeit in den anderen Städten verbringen.
  • sehr vielfältiges Essen: Es gibt 3500 unterschiedliche Kartoffelsorten und durch die verschiedenen Höhenlagen und Klimazonen gibt es hier einfach alles an Früchten, Gemüse und Getreide. Alpaca haben wir ebenfalls probiert und für lecker befunden, an Meerschweinchen -hier Cuycuy genannt- wollten wir uns nicht rantrauen (… sorry Chris..)

Mein Ziel (Sarah) für Peru, das Alpaca-Selfie ohne angespuckt zu werden, habe ich ebenfalls erreicht.

Trotz unseres langen Aufenthaltes haben von diesem Land auch wieder nur einen Teil gesehen, es gibt noch soviel mehr zu entdecken. Dieses bunte, vielfältige Land hat uns begeistert, obwohl wir manchmal nicht glauben konnten, dass alles was wir gesehen haben in diesem einen Land sein soll…

Kosten Peru

1€ = 3,65 Soles

Essen:

5 Brötchen auf dem Markt: 1 Soles
500g Käse auf dem Markt: 12 Soles
Essen im Restaurant: 20-40 Soles
Sandwich: 6-10 Soles
Essen auf Markt: 5 Soles
Snickers: 5 Soles

Wasser 2,5l: 3 Soles
Wasser 500ml: 1,2 Soles
Cola 500ml: 3-4 Soles
Gatorade 750ml: 4,5 Soles
Latte oder Cappuccino: 6-10 Soles
 

 Unterkünfte:

Ein einfaches Einzelzimmer ist meist schon für unter 10€ zu bekommen.
Wir haben in ganz unterschiedlichen Hostels / Hotels geschlafen. Ausschlaggebend war für uns immer Lage und Sauberkeit.

Lima Pucllana Lodge: DZ für 153 Soles
Paracas Willis House: DZ für 45 Soles
Huacachina: Doppelzelt für 102 Soles
Arequipa Vallecito Backpackers: DZ für 55 Soles
Cusco Tayta Wasi Hostel: 83 Soles
Iquitos La Casona: 83 Soles

Touren:

Ballestas Inseln und NP: 71 Soles
Buggy Tour Huacachina: 43 Soles  ( 2 Std inkl Sonnenuntergang und Sandboarding)
Kloster Arequipa: 40 Soles

Preise für die Touren in Cusco und Iquitos sind in den einzelnen Blogbeiträgen enthalten.