Bunte Republik Neustadt

Schon sehr lange stand dieses Straßenfest auf unserer ToDo-Liste und jetzt haben wir es endlich geschafft ein Zimmer zu buchen und uns in Getümmel zu stürzen. Schon einmal vorweg: Es hat sich gelohnt und auch nächstet Jahr sind wir wieder dabei.

Die BRN = Bunte Republik Neustadt ist ein Stadtteilfest im Kneipen- und Szeneviertel Dresdens, der Neustadt. Dieses Straßenfest wird seit 1990 veranstaltet und war für mich als gebürtige Dresdnerin in meiner Jugend ein MUSS.

Die Straßen der Neustadt sind alle für Autos gesperrt und jede Kneipe begibt sich mit einem Stand auf die Straße. Hinzu kommen kleine Stände von Einwohnern, egal ob Flohmarkt, Essen, Getränke oder Selbstgemachtes, jeder kann mitmachen. Weitere Essens- und Getränkestände, wenige „Krimskrams“-Stände und ganz viel Kreativität der Bewohner findet man in den Straßen zwischen der Alaunstraße und der Martin-Luther-Kirche.

Eindrücke von der BRN 2017

 

Die Häuser und Straßen sind ausgefallen dekoriert, überall spielt Musik und für jede Alterklasse ist etwas geboten.

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Eindrücke von der BRN in Dresden 2017

Es bleiben kaum Wünsche offen was die Auswahl des Essens angeht. Ob indisch, afrikanisch, türkisch, russisch, spanisch, chinesisch oder einfach nur eine Bratwurst, es ist für jeden etwas dabei. Wir haben einiges ausprobiert und uns geschmacklich in das afrikanische Spinatcurry mit Süßkartoffeln und Kichererbsen und das gefüllte Fladenbrot verliebt. Für den süßen Gaumen gibt es natürlich so einige Leckereien, und mal ehrlich, ein Baumstriezel geht immer.

Unser Getränkehighlight war die Himbeer-Weißbierbowle (Martin-Luther-Kirche) und der Pisco Sour (Görlitzer Straße), der uns in Erinnerungen an unseren Peruaufenthalt schwelgen ließ.

einer der vielen Bowlestände

Einen wirklich guten Kaffee gab es am Hefeklößestand (Martin-Luther-Kirche), wo wir am Nachmittag in Ruhe das bunte Treiben beobachten konnten. Da reicht einfach nur sitzen und genießen!

Foodtruck mit Hefeklößen & Kaffee: Super Kaffee & wenn man den anderen Mitsitzern glauben darf auch leckere Hefeklöße

Am Abend wird es immer lauter in den Straßen und es gibt jede Menge Möglichkeiten das Tanzbein zu schwingen.
Der Sonntag startet ganz entspannt mit dem Anwohnerfrühstück. Alle räumen ihre Tische und Stühle nach draußen, laden sich Freunde ein und genießen das Frühstück unter freiem Himmel.

Unser Fazit: Wir sind auch nächstes Jahr wieder dabei!

Noch ein Tipp für Menschen mit leichtem Schlaf: Sucht euch ein Zimmer außerhalb der Neustadt oder im Hinterhof, sonst wird es mit der erholsamen Nachtruhe schwierig.

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Kosten Costa Rica

Costa Rica wird auch gerne die Schweiz Süd- und Mittelamerika genannt, aber überzeugt euch selbst:

1 Euro = 590 Colones

Unterkunft:

immer pro Person und Nacht

Hotel Puerta del Sol in San José: 25 Euro
Paisajes del Tortuguero in Tortuguero: 17 Euro
Lagunillas Lodge in Paosito: 21 Euro
Hotel Villas Wilma in Fortuna: 23 Euro
Camino Verde B&B in Monteverde: 21 Euro
Tropical Beach in Uvita: 22.50 Euro
Casa Mariposa in Drake Bay: 14 Euro
Natural Pacific Suites in Manuel Antonio: 18 Euro
Hotel Vista del Sol in San José: 26 Euro

Transport:

Mietwagen Toyota Raw4 über Check24/Europcar: 37 Euro pro Tag
Boot von La Pavona nach Tortuguero: 3000 Colones pro Fahrt mit Gepäck
Boot von Sierpe nach Drake Bay: 8000 Colones pro Fahrt mit Gepäck

Essen & Getränke:

Cola 600ml: 790 Colones
Apfelsaft 600ml: 790 Colones
Orangensaft 1000ml: 935 Colones
Milch 1000ml: 545 Colones
Wassermelone 1kg: 2380 Colones
Cappuccino: 1400 Colones
Latte: 1500 Colones
Flasche Wein: 3500-4500 Colones
Cocktail im Restaurant: 3000-3500 Colones
Bier im Restaurant: 1700 Colones
Tüte Bananenchips: 1125 Colones
Frischkäse: 1225 Colones
Stück Käse: 1900 Colones
Dose Thunfisch: 775 Colones
Tomaten 1kg: 1150 Colones
Frühstück in Soda: 2500-3200 Colones p.P.
Essen im Restaurant: 6000-10.000 Colones p.P.
Essen in Soda: 3000-4000 Colones p.P.

Eintritt:

Tortuguero NP: 15$
Parkplatz La Pavona Bootsanleger: 5000 Colones pro Tag
Parkplatz Poas Vulkan: 1500 Colones
Poas Vulkan: 15 $
Observatory Lodge Arenal: 10.000 Colones
Parkplatz Sierpe Bootsanleger:
NP Manuel Antonio: 16 $

traumhafte Segeltour von Panama nach Kolumbien mit Höhen und Tiefen

Ein Traum wird wahr…

Gut, lange träume ich noch nicht von dieser Tour, aber ich möchte diese Tour unbedingt machen seitdem ich davon gehört habe. Segeln zum Inseltraum San Blas, von Insel zu Insel hüpfen, schnorcheln & das Karibikfeeling genießen.

So stelle ich es mir vor …

…und hier schon einmal der erste Eindruck

Empfohlen wurde mir die Stahlratte, leider hatten sie gerade zu meiner angestrebten Reisezeit „Urlaub“.
Okay, also musste ein anderes Segelschiff her, was kann da schon schiefgehen. Nach etwas Recherche hatte ich einen Anbieter gefunden: Itravelbyboat.com

Kandry, die Ansprechpartnerin, hat sich sofort gemeldet und mir eine mögliche Auswahl zur Verfügung gestellt. Entschieden: Amande soll es sein, da es zeitlich am besten passt und der dazugehörige Kapitän war Humberto.

So buchte ich diese Tour zum üblichen Preis von 550$ bei Kandry und bekam alle weiteren Infos (Abholzeitpunkt, Ablauf, etc.) von ihr. Einen Tag vor Abfahrt erhielt ich jedoch die Information, dass wir nicht wie geplant abgeholt werden, sondern allein zum Treffpunkt nach Puerto Lindo kommen sollen.

Von Panama City, wo wir am Abend zuvor landeten, wollten wir gleich am Morgen gegen 7 Uhr starten, da wir spätestens um 12 Uhr am Hafen sein sollten. Leider fehlte mein Gepäck, da es wegen Übergewicht des Flugzeuges in San Jose gelassen wurde. Ich war nicht die Einzige ohne Gepäck und so redeten wir zu 5 auf das Personal ein. Das Gepäck sollte am nächsten Morgen um 8 Uhr landen, bedeutet nach meiner letzten Erfahrung nicht vor 10 Uhr -realistisch 14 Uhr- im Hotel. Eigentlich schon viel zu spät für mich, da wir mindestens 3h unterwegs sein werden & wir keine Ahnung hatten wann die Busse abfahren. Nach vielen Erklärungen meinerseits und Unterstützung eines Panamaer versprach die Airline meinen Rucksack mit einer anderen Airline bereits um 6 Uhr mitzuschicken und ich bekam ein Notfallpaket mit Zahnbürste & T-Shirt.

Wie man schon vermuten kann, hat es natürlich nicht funktioniert…der Rucksack wurde nicht mit dem ersten Flugzeug mitgeschickt!

Gegen 10 Uhr, nach mehren Telefonaten, machten wir uns ohne Rucksack auf den Weg, da sonst unsere Ausreise nicht mehr funktioniert hätte.

Mit den Taxi zum Busbahnhof Albrook und von dort für nur 3,50 Dollar bis nach Sabanitas. Unterwegs hatte ich Kontakt mit dem netten Panamaer, der versuchte den Transport meines Rucksacks zu organisieren.

Angekommen in Sabanitas kauften wir uns im Supermarkt noch etwas zum Essen und entschieden uns für ein Taxi zur Weiterfahrt, da uns die Zeit davon lief. Für 35 Dollar fuhren wir mit dem klapprigsten Taxi bis zum Hafen und kamen kurz nach 13 Uhr an. Alle Mitreisenden waren schon da, aber das Ausreisebüro geschlossen. Super, da hätten wir noch Zeit gehabt.

Jetzt konnte ich mich wieder um den Rucksack kümmern, sonst hab ich 5 Tage keine Klamotten & Schwimmsachen.

18 Uhr ging es auf das Segelschiff und ihr werdet es nicht glauben, aber 17.50 Uhr kam eine Flughafenmitarbeitern mit mein Rucksack an. Glück gehabt!

Auf dem Schiff wurden die Regeln erläutert (keine Schuhe & Sand, nachts nicht auf die Vorderseite,…). die Kajüten verteilt und es gab Abendessen.

Gegen 24 Uhr legten wir ab & das Schaukeln begann. Irgendwann in der Nacht verschwand Hardi (meine Reisegefährtin) und kam nicht wieder. Sie war nicht die Einzige, die auf dem Deck übernachtete. Mir halfen meine Reisetabletten und Ingwerbonbons, aber an Aufstehen war nicht zu denken. Kurz nach dem Frühstück (kaum einer aß etwas) erreichten wir die Inseln.

Etwas in Sorge, dass uns zwei Seetage am Ende bevor standen, krochen wir aus den Betten. Beim Blick auf die Inseln und dem Sprung ins Wasser war alles vergessen.

Angekommen im Paradies!

Landgang auf dem Inseltraum
Landgang auf dem Inseltraum

Auf den Inseln leben die Kuna, eine indigene Ethnie Panamas, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgen, eine Unterkunft bei Bedarf zur Verfügung stellen und meist gab es einen kleinen „Laden“, wo man Getränke kaufen konnte. Unser Essen war inklusive und wurde von unsere Köchin, der Schwester des Kapitäns, zubereitet. Leider konnte man sie nicht als Köchin bezeichnen und das Essen war sehr einfach. Wir hatten schon Befürchtungen nur von Toast leben zu müssen, nachdem es die ersten zwei Tage fast nichts anderes gab. Am zweiten Abend gab es jedoch Fisch und am dritten Abend ein Barbecue, was jedoch sehr lange auf sich warten ließ (22 Uhr).

Die ersten zwei Tage verbrachten wir an den Inseln, wovon wir ca. 4 besuchten. Wir konnten jeder Zeit schnorcheln, an Land schwimmen oder und auf dem Deck entspannen. Es hat schon etwas, wenn man am Morgen als erstes munter wird, seine Schnorchelsachen anzieht und schwimmen geht.

Zu sehen bekamen wir Riffhaie, verschiedene Rochen und natürlich viele kleine bunte Fische.

Schnorcheln in der Unterwasserwelt von San Blas
Schnorcheln in der Unterwasserwelt von San Blas

Unsere Abende verbrachten wir zusammen bei Musik, Spielen, am Lagerfeuer oder beobachteten die Sterne.

Am dritten Tag wurde der Skipper von einem anderen Boot abgeholt, da sich der Kapitän und er nicht verstanden hatten. Sie waren noch nie zusammen unterwegs und man hat die Spannung von Anfang an spüren können. Jetzt war der Kapitän ohne „Hilfe“ mit uns allein unterwegs, aber zum Glück hatte ein Mitreisender Erfahrung und konnte unterstützen. Zusätzlich wurde die Nachtwache für die Seetage verteilt und jeder sollte sich eintragen. Ich hielt das für völlig absurd und da ich nicht wusste, wie ich die Tage auf See vertrage, habe ich mich nicht eingetragen. Die meisten haben im zwei Stundentakt gewechselt und die nicht wach waren wurden sogar von Kapitän geweckt. Der Servicegedanke und das wir Gäste waren, war bei ihm noch nicht angekommen.

Nach zwei Tagen auf den Inseln verließen wir sie am Abend und segelten Richtung Kolumbien.

einfach nur traumhaft …

Die beiden Nächte verbrachten wir auf den Sitzbänken, da unsere Kajüte extrem stickig war. Es wurde aber niemanden mehr schlecht und wir haben sogar während der Fahrt gegessen und gelesen.

Am frühen Morgen nach 5 Nächten (insgesamt) erreichten wir Cartagena in Kolumbien. Der Kapitän arrangierte die Einreiseformalitäten und gegen Mittag konnten wir unsere Pässe im Büro der Agentur abholen.

Es lief nicht alles reibungslos, aber es war eine tolle Erfahrung, die ich nur jedem ans Herz legen kann. Das nächste Mal würde ich lediglich ein anderes Segelschiff nehmen. Wichtig ist, dass ihr nach Erfahrungen anderer, vor allem mit dem Kapitän sucht und eine eingespielte Crew an Bord ist.

Weitere Tipps:

  • Tabletten (Reisegold hat bei mir gut funktioniert) gegen Überlkeit, vor allem für den ersten Tag, danach gewöhnt sich der Körper daran.
  • Ingwerbonbons wirken ebenfalls gut gegen Seekrankheit
  • Schnorchel, da die auf dem Schiff schon modrig waren
  • Buch zum lesen
  • wasserfesten Sack zum schwimmen, den man zum Landgang mitnehmen kann
  • dünner Schlafsack

Für Getränke und Essen war bei uns gesorgt. Es gab sogar Snacks und ab und zu auch Cola. Wer Alkohol/Bier haben möchte, kann dieses auf den Inseln oder vorab an Land kaufen und mitnehmen. Meine Empfehlung ist auf den Alkohol spätestens nach dem zweiten Tag zu verzichten, da es sich schlecht mit der Schaukelei verträgt ;o)

Zusätzliche Kosten (außer ein paar Getränke auf der Insel) hatten wir nur den „Eintritt“ in das Gebiet der Kuna ($22), denn weder die Einreise noch die Ausreise mussten wir bezahlen, obwohl wir dazu einiges im Internet gelesen hatten.

Für Menschen, die schnell seekrank werden, habe ich in Cartagena eine Tour entdeckt, wo man insgesamt nur 8 Stunden auf dem Boot ist, da man mit dem Auto bereits weit fährt. Diese Tour möchte ich gerne mit Sarah testen, da sie aufgrund der Seetage dieses Mal nicht dabei war, sie aber dieses tolle Stück Erde trotzdem kennenlernen sollte. Wir werden dann wieder berichten.

Kosten

  • Tour: 500 Dollar
  • Vermittlung: 50 Dollar
  • organisierter Transport: 40 Dollar (25 Dollar Jeep + 15 Dollar Wassertaxi)
  • Eintritt Nationalpark: 22 Dollar
  • Bus von Panama City nach Sabanitas: 3,50 Dollar
  • Bus von Sabanitas nach Puerto Lindo: ca 5 Dollar
  • Taxi von Panam City nach Puerto Lindo: 100 Dollar
  • Taxi von Sabanitas nach Puerto Lindo: 35 Dollar
  • Cola auf den Inseln: 1,50 Dollar
  • Bier auf den Inseln: 2 Dollar
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Entspannung pur

Monteverde

Auf geht`s in die Nebelwälder von Monteverde.

Nach einer kurzen Pannenhilfe des Besitzers der Bungalowanlage konnte es dann endlich losgehen.

Monteverde wir kommen – vorbei an den vielen Spa´s und Wellnesseinrichtungen bis zu der Stelle der natürlichen heißen Quellen. Dort war direkt neben der Straße ein Faultier und wir mussten natürlich anhalten. Diese Tiere sind einfach total niedlich und wir konnten sie locker eine halbe Stunde nur beobachten.

Faultier an den heißen Quellen
Faultiere – daran kann man sich nie satt sehen

Als wir dann weiterfahren wollten, streikte unser Wagen ein zweites Mal. Nichts ging mehr und wir standen etwas ungeschickt mit dem Heck auf der Straße. Also erneut den Pannendienst kontaktieren. Da ich hier null Empfang hatte, trabte ich also zum Spa um zum Telefonieren. Die Mitarbeiter waren sehr hilfsbereit und auch eine zweiter Anruf war kein Problem.

Nach 2h warten (genug Zeit das Faultier weiter zu bestaunen) kam dann der Pannendienst aus Arenal. Er brachte den Wagen wieder in Gang, wir mußten ihm allerdings zu seiner Werkstatt folgen, damit er alles durchchecken konnte. Wir machten noch Witze, dass es bestimmt die Werkstatt gegenüber unserer letzten Unterkunft wäre. Natürlich war sie es und nach ca 3 h waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Ob wir es so noch nach Monteverde schaffen? Nach weiteren 30 min warten und einem Einkauf war alles erledigt. Es hatte wohl nur etwas mit dem Kabel zur Batterie zu tun. Nicht dramatisch und er ließ uns ohne Bedenken weiterfahren.

Als nochmal die schöne Strecke um den Arenal Vulkan, diesmal ohne anhalten. Da die Zeit nun etwas knapper wurde, hatten wir uns eine Abkürzung von einem Cafebesitzer erklären lassen, denn es gibt 2 Möglichkeiten von Arenal nach Monteverde:

  1. Komplette Umrundung des Arenal See: 250 km und ein ganzer Tag Fahrt
  2. Abkürzung nur mit 4WD: 100km Fahrt 4h mit Flussdurchquerung

Was für eine Frage, wir wollten Zeit sparen und wir hatten einen 4WD und wir wollten etwas Abenteuerurlaub, also entschieden wir uns für Möglichkeit 2.

Unser Navi führte uns durch das Städtchen El Castillo und weiter auf eine holprige Piste, die im Nirgendwo auf einem Privatweg endete. Also wenden und die halbe Strecke zurück. Die Abzweigung lag direkt an einem etwa 100m breitem Fluss, dem Cano Negro in der Nähe des Rancho Margot. Ein Touristenbus steckte in dessen Mitte fest. Wir wollten helfen und begaben uns mit hochgekrempelten Hosen in den Fluss. Doch da war nichts zu machen. Ein weiteres Auto mit Seilwinde konnte den Bus rausziehen.

Jetzt waren wir uns doch nicht mehr so sicher, ob wir den Fluss durchqueren sollten. Nach unserer Inspektion des Flusses und Festlegung der Durchquerungsroute, war sich Sonja ihrer Sache sicher und tatsächlich durchquerten wir den Fluss ohne Probleme. Angekommen auf der anderen Seite waren wir alle sichtlich erleichtert. Bis hierhin dauerte unsere Fahrt bereits ca. 1,5h (30 km).

Auf der weiteren Fahrt folgten noch eine paar kleine Flussbette, die wir ohne Probleme meisterten und man hatte einen tollen Blicke auf den Arenal Vulkan mit dem davor liegenden See. Entlang des Rio Chiquito fuhren wir dann vom See weg Richtung Südwesten. Über die staubigen Steinpisten ging es nur langsam voran und so brauchten wir für 46 km weitere 2h bis wir endlich in Monteverde ankamen.

Monteverde liegt 172 km nordwestlich von San José in der Cordillera de Tilarán, auf der Kontinentalscheide Costa Ricas auf einer Höhe zwischen 1400 und 1700 m. Die dadurch entstehenden klimatischen und geologischen Bedingungen sind Grundlage für die große  Artenvielfalt und einzigartige Vegetation. Monteverde heißt „grüner Berg“ und diesem Namen macht das private 10.000 Hektar große Nebelwaldreservat Monteverde alle Ehre. Der Wald in dieser Region zählt zu den ursprünglichsten des Landes und wegen der hohen jährlichen Niederschlagsmenge und der hohen Luftfeuchtigkeit weist er eine faszinierende und dichte tropische Flora und Fauna auf. Die Atmosphäre von bemoosten Bäume, Lianen und dichten, feuchten Grün ist einzigartig und versetzt jeden Besucher irgendwie in die Urzeit zurück.

Diese Region gehört zu den bekanntesten Naturschutzgebieten der Tropen dieser Welt. Es konnten bisher 400 verschiedene Vogelarten, 490 Schmetterlingsarten und 100 verschiedene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Säugetierarten identifiziert werden.

War es früher nur das Reservat Monteverde, so hat die gesamte Region mittlerweile deutlich mehr für seine Besucher zu bieten, wobei jedoch auch viele gleiche Attraktionen um die Gunst der Touristen buhlen. Man findet Schmetterlings-, Kolibri- und Orchideengärten, Schlangenmuseen (Serpentario), Froschterrarien (Ranario), Insektenausstellungen, Pferdetouren, Besuche der Käsefabrik, usw. Um auch die nachtaktiven Tiere beobachten zu können, werden von verschiedenen Veranstaltern Nachttouren in den umiegenden Nebelwald angeboten. Nicht zu vergessen sind da natürlich auch Sky-Walks (System aus Hängebrücken) und Sky-Treks bzw. Canopy-Touren (am Drahtseil durch die Baumwipfel rauschen). Während man beim Sky-Walk ja noch in Ruhe die Natur und evtl. auch einige Tiere im Kronendach des Waldes genießen kann, so steht beim Sky-Trek allein der Adrenalin-Kick im Vordergrund. Beinahe alle Attraktion vereint findet man im Selvatura Park an der Straße zum Nebelwaldreservat Santa Elena. Die Eintrittspreise zu all diesen touristischen Unternehmungen sind jedoch meistens unverschämt hoch.

Unsere Touren haben wir direkt im Hostel gebucht. Die Preise haben sich im Vergleich zu anderen Anbietern nicht großartig unterschieden. Wir konnten einen kleinen Rabatt rausschlagen, da wir zu viert waren und vier Touren buchten.

Touren:

Aventura Zipline Park:  Das wollten wir auf jeden Fall machen. Es war super, 12 Ziplines, davon die längste Costa Ricas mit 1,5km Länge und 2 Superman Cables, bei denen man in Bauchlage die Welt unter einem vorbeirauschen sieht. Der krönende Abschluss war für uns der Tarzan Swing in 20m Höhe. Adrenalin pur!!!

Don Juan Coffee and Chocolate Tour mit Junior: Eine tolle Tour, die uns viel über den Anbau, die Ernte und die Qualität von Kaffee, Kakao und Zuckerohr gelehrt hat. Junior ist ein witziger Guide und er ist so begeistert von seinem Beruf und den Produkten, dass es einfach nur Spaß gemacht hat ihm zuzuhören. Zwischendurch gab es eine Kakao Kostprobe und am Ende der Tour durften wir drei unterschiedliche Kaffees testen.

Selvatura Hängebrücken und Kolibri Garten: Über eine Länge von 3km kann man über Hängebrücken durch die Baumwipfel des Nebelwaldes wandern. Es ist verdammt schwer Tiere zu erkennen, dafür lohnt sich natürlich ein zusätzlicher Guide. Wir sind gemütlich gelaufen mit vielen Pausen und waren ungefähr 2h unterwegs. Direkt am Eingang befindet sich der Kolibri Garten. Es schwirrt und flattert an allen Ecken in vielen bunten Farben.

Kinkajous Night Walk: Wir wurden gegen halb 6 am Hostel abgeholt. Vorort bekam jeder noch eine Stirnlampe und dann ging es zu Fuß in ein Waldgebiet. Es waren allerdings gefühlt 10 Gruppen gleichzeitig unterwegs. Es ist viel zu laut und wäre ich ein Tier würde ich mich ziemlich schnell aus dem Staub machen. Wir konnten einen schlafenden Tukan, eine Tarantel, ein Opossum, einen Skorpion und ein paar Frösche sehen. Sehr weit oben konnten wir auch ein Faultier mit einem Jungtier sehen. Die Tour hat ca 2 Stunden gedauert und es hat uns nur mäßig überzeugt.

Nebelwaldreservat Monteverde

Das 1972 gegründete private Nebelwaldreservat Monteverde ist täglich von 7-16 Uhr geöffnet und ein Besuch kostet 15 USD Eintritt. Vor allem während der Hauptsaison (Dez.-April) sollte man möglichst früh vor Ort sein, denn die Besucherzahl im Monteverde ist auf 120 Besucher gleichzeitig begrenzt. Wer seine Tour durch den Nebelwald lieber mit einem Guide durchführen möchte, der wird diesbezüglich direkt am Eingang fündig. Im westlichen Teil des Parks sind mehrere gut ausgebaute Wanderwege angelegt (eine Karte erhält man an der Kasse) und die 6km „große“ Runde dauert ca. 5 Stunden. Es sind aber auch problemlos mehrtägige Touren in den tieferliegenden Teil möglich, wobei in Schutzhütten übernachtet werden kann (an Schlafsack und Verpflegung denken!). Nähere Infos dazu gibt es am Parkeingang bzw. bei den örtlichen Veranstaltern. Das Reservat liegt übrigens genau auf der kontinentalen Wasserscheide, was natürlich auch drastische Klimaumschwünge innerhalb kurzer Zeit zur Folge haben kann.

Monteverde ist mittlerweile sehr auf die Touristen eingestellt und in der Stadt wimmelt es nur so von Backpackern. Hier gibt es kleine Cafes, Burgerbuden, große Restaurants, viele Souveniregeschäfte und jede Menge Hostels.

Wir entschieden nicht direkt im Zentrum zu nächtigen. Unser tolles Hostel Camino Verde B&B lag etwas abseits, aber dafür hatte es eine tolle Terasse mit atemberaubenden Blick. Zudem war es sehr kreativ eingerichtet und extrem sauber. Direkt nebenan gab es eine kleine nette Soda namens La Amistad, wo es sehr leckeres landestypisches Essen gab. So gefällt uns das dann doch etwas besser.

Unter Fazit: Monteverde bietet einiges und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Man sollte jedoch etwas Zeit mitbringen und auf eigene Faust den Regenwald erkunden.

 

 

 

Unterwegs in Norden Costa Ricas

Unsere Reise führt uns von der Karibikküste zurück ins Landesinnere. Wir fahren über San José, Heredia und Alajuela zum Parque National Volcán Poás. Die Strecke von 152 km legen wir in 5h zurück. Einen etwas längeren Stopp haben wir in La Union eingelegt, nur 50m nach der Abzweigung der N4 Richtung Puerto Viejo. Wir wollten eigentlich nur etwas Obst und Gemüse einkaufen, doch die Besitzerin des Standes hat uns nahezu alles aus ihrem Sortiment probieren lassen. Es gab unter anderem gegrillte Palmfrucht, Mangostan, Caimito, und auch ihre Käsesorten mußten wir testen. Sehr lecker und natürlich sind wir mit deutlich mehr gegangen als geplant.

Ihr Plan ist also aufgegangen ;o)

Sie war super nett und die Kommunikation sehr witzig, denn Sie und ihr Mann haben die passenden Tiergeräusche zu den Käsesorten nachgemacht als wir es auf spanisch leider nicht verstanden haben.

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Lebensmittelstand auf dem Weg zum Poas

Die Straße hoch zum Poás wird gesäumt von schönen Cafés und Erdbeerständen. Beides wird dort angebaut und ist überaschenderweise extrem teuer. Für 1 kg Kaffeebohnen zahlt man hier schon mal über 20$ und die Erdberren kosten über 5$ für ca. 500g (so sah es zumindestens aus).  Das war uns dann doch etwas zuviel.

Die Straße windet sich in Serpentinen bis auf eine Höhe von über 2500m. Nur ein kleines Schild am Wegesrand zeigt uns die Abzweizung zu unserer spektakulären Unterkunft. In der Beschreibung stand schon, dass es eine abenteuerliche Strecke wird und nur mit 4WD zu bewältigen. Wir dachten zuerst so schlimm kann es nicht sein, wurden aber Vorort eines besseren belehrt. Ein Allradantrieb ist bei der ca 1,5km langen Anfahrt zur Lagunillas Lodge von Nöten. Es ist eine staubige Schotterpiste, zudem noch sehr steil und man verbraucht jede Menge Benzin im 4Rad-Antrieb.

Wir waren froh, dass wir unten angekommen sind, nur leider hatten wir zu wenig Benzin um wieder rauf zu kommen. Also auf keinen Fall unter mit zu wenig Benzin den Berg runter! Die netten Besitzer haben uns ausgeholfen und das Abendessen war ebenfalls super lecker und empfehlenswert!

Am nächsten Morgen konnten wir mir gefülltem Tank starten und ein Hoch auf Sonja unsere Fahrerin, dass Sie uns da wieder hoch gebracht hat.

Die Unterkunft selbst war wie ein Ferienhäuschen im Allgäu, nur das Läuten der Kuhglocken hat gefehlt. Die Aussicht war super sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

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unser Zimmer im „Allgäu“-Häuschen am Poas mit einem fantastischen Ausblick

Der Vulkan Poás gehört zu den aktivsten Vulkanen Costa Ricas und ist zudem auch der am meisten besuchte Nationalpark im Land. Das liegt vielleicht daran, dass man bequem mit dem Auto bis fast zum Kraterrand fahren kann.

Wir sind früh aufgebrochen, da es bereits Vormittags zuziehen kann und wir noch nach Arenal wollten. Wir hatten wirklich Glück, denn es waren wenige Touristen da und wir hatten einen super Blick und konnten weit schauen, was wohl (lt. belauschter Reiseführerin einer kleinen dt. Gruppe) nur selten möglich ist.

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Poas

Auf unserem Weg nach La Fortuna machten wir einen kleinen Halt am LaPaz Wasserfall… entdeckten einen Nasenbären am Straßenrand…und fuhren durch riesige Ananasplantagen.

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Nasenbär am Straßenrand

Leider war die N4 wegen Umbaus gesperrt und haben deshalb für unsere 125 km über 4 Stunden gebraucht. Man sollte die Strecken niemals unterschätzen, und das nicht nur in Costa Rica.

La Fortuna ist unser Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen am Vulkan Arenal. Es gibt dort viele Touren, wie z.B. Wanderungen, Mountainbiking, Rafting, Kajakfahren oder Reitausflüge. Wir haben den Cerro Chato bestiegen, den kleineren ruhenden Bruder des Arenal-Vulkans. Der Vulkan wurde nur eine Woche nach unserer Besteigung für Touristen geschlossen um die örtliche Tierwelt zu schützen. Da hatten wir mal wieder echt großes Glück. Vom Parkplatz der Observatory Lodge(10$ pro Person) geht es auch für Nicht-Gäste über gut ausgeschilderte Wanderwege zum Cerro Chato. Der Anstieg über die letzten 1500m war sehr steil und ziemlich beschwerlich, da der Boden matschig und rutschig war aufgrund der Regenfälle der letzten Tage.

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Weg zur Lagune Cerro Chato

Manchmal mußten wir uns sogar auf allen Vieren fortbewegen und über großes Wurzel und Baumwerk klettern. Es war alles andere als leicht, und so waren wir etwas enttäuscht als wir oben aufgrund des Nebels nichts sehen konnten. Belohnt wurden wir unten an der Lagune Cerro Chato. Ein erfrischendes Bad in der Lagune, der Nebel verzog sich und auf dem Weg zurück war der Blick nach unten frei.

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Blick auf die Lagune Cerro Chato

Die Straße von La Fortuna zum Arenal ist links und rechts gesäumt von Wellness-, Thermalbädern und Spas. Es gibt etwas für jede Preisklasse. Wir entschieden uns für die „öffentliche“ Badestelle El Chollín ohne Schnick Schnack ;o).

Diese Badestelle liegt unterhalb des Balneario Tabacón direkt neben der Straße. Es gibt ein paar warme Badepools inmitten einer Dschungellandschaft, die man sich mit vielen Menschen teilen muss. Mit viel Glück, es ist gerade jemand gegangen als wir gekommen sind, konnten wir einen eigenen kleinen Pool erhaschen.

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unser Pool in der Badestelle El Chollín

Parken kann  man direkt an der Straße, wo wir das Glück hatten noch diesen Einwohner Costa Ricas zu entdecken:

Faultier an den heißen Quellen
Faultier an der Badestelle El Chollín

Toller Abschluss im Norden!

Tortuguero Nationalpark

Einen Tag Anreise von Deutschland nach Costa Rica nehmen wir gerne in Kauf um dieses von vielen beschwärmte Land zu besuchen.

Unser erstes Ziel ist der Tortuguero Nationalpark im Nordosten Costa Ricas.

Mit unserem Mietwagen fahren wir 4,5h von San Jose bis nach La Pavona. Dabei führt unser Weg durch den Braulio Carillo Nationalpark bis nach Guápiles. Dort biegen wir links auf die 247 Richtung Cariari ab. Von Cariari ist der Tortuguero NP ausgeschildert und es geht 16km über eine Schotterpiste bis zum Bootsanleger nach La Pavona.

Anfahrt nach Tortuguero + Parkplatz in La Pavona

Da der Park nur per Boot erreichbar ist, müssen wir hier parken ($10 oder 5.000 Colones pro Tag auf einem bewachten Parkplatz) und kaufen uns die Tickets für die Fähre (einfache Fahrt = 3.000 Colones pro Person inkl. Gepäck) nach Tortuguero.
Bereits jetzt bekommen wir einen ersten Eindruck was uns erwartet. Ringsherum ist es grün und die ersten Tiere bekommen wir ebenfalls zu sehen. 45 Minuten dauert die Fahrt und wir werden bereits von unserem Hostel Paisajes del Tortuguero in Empfang genommen. Das Hostel haben wir bereits von Deutschland gebucht, es liegt direkt am Meer, die Zimmer sind einfach, aber sauber.

Tortuguero, das kleine Dorf am Eingang zum Nationalpark, ist komplett auf den Tourismus eingerichtet und es tummelt sich alles an der „Hauptstraße“:

Hauptstraße in Tortuguero

Der kleine Ort mit ca. 800 Einwohnern bietet einen kleinen Supermarkt, Souvenirshops, Restaurants& Cafés und viele Touranbieter, einzig die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Fortbewegungsmittel vor Ort sind Fahrräder & Boote, Autos gibt es hier keine.
Empfehlenswert ist die Soda Doña mit typisch karibischen Gerichten und günstigen Preisen. Das Buddha Cafe ist sehr gemütlich, aber relativ teuer. Vom Essen hier waren wir enttäuscht, für einen Drink nach der Tour ist das Café super. Das beste Frühstück gab es in der Doling’s Bakery, die bereits ab 5 Uhr geöffnet hat und in der man schon vor der Tour einen guten Kaffee bekommt. Seit kurzem gibt es am Ende der Hauptstraße einen Geldautomaten, der jedoch nicht immer befüllt ist. Aus diesem Grund ist es trotzdem ratsam ausreichend Bargeld mitzunehmen.

Touranbieter findet ihr jede Menge an der „Hauptstraße“ und die Preise sind bei allen Anbietern gleich:

  • 2h Nachttour = $20 oder 10.000 Colones (außerhalb des Parkes)
  • 2h Tagestour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kanutour = $20 oder 10.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2,5h Kayaktour = $40 oder 20.000 Colones (innerhalb des Parkes)
  • 2h Canopywalk = $35 oder 17. 500 Colones (innerhalb des Parkes) -$5 Discount
  • 2h Schildkrötentour = $25 oder 12. 500 Colones
  • 2,5h Vogelbeobachtungstour = $35 oder 17. 500 Colones
  • Cerro Tour (fantastischer Blick über die Landschaft, Flüsse & Meer) = $45 (außerhalb des Parkes)

Zu beachten ist, dass für alle Aktivitäten innerhalb des Parkes zusätzlich ein Ticket gekauft werden muss. Das Ticket kostet $15 oder 7500 Colones und ist einen Tag gültig. Man kann damit selbstständig im Park spazieren und auf Tiersuche gehen. 

Wir haben unsere Touren über ASOPROTUR, direkt am Bootsanleger gebucht. Die Kanutour um 6 Uhr am Morgen ist definitiv empfehlenswert. Die Landschaft ist atemberaubend und wir haben viele Tiere gesehen.

Kanufahrt am Morgen im Tortuguero NP

Eine Tour ist immer abhängig vom Guide und bei der Nachtwanderung hatten wir etwas Pech. Steven, unser Guide, schien wenig motiviert und nur dank eines anderen Guides haben wir ein Tier zu sehen bekommen. Es war unser Wunschtier, der grüne Frosch:

Rotaugen-Laubfrosch

Hätten wir noch etwas mehr Zeit gehabt, wären wir auf jeden Fall noch auf den Berg gewandert. Der Recherche nach, kann man auch mit der Fähre bis zum Berg fahren & dann allein hochwandern.

Plätze für den Folgetag zu bekommen war kein Problem, eine Vorreservierung ist also nicht von Nöten. 

Wir blieben 2 Nächte und fuhren auch mit der Fähre wieder zurück. Unsere Rückfahrt dauerte deutlich länger (etwas mehr als 2h) und wir waren froh das 9 Uhr Boot genommen zu haben.

Post aus aller Welt

Wie lange braucht eine Postkarte bis nach Deutschland und was kostet sie?

Wir haben mal ein Ranking aufgestellt, wohlwissend dass man sich über jede Karte freut (sofern sie ankommt).

Gewichtet wurden Kosten und Dauer gleich und somit entstand folgende Reihenfolge:
Platz 1: Singapur (am günstigsten -0,60 SGD- und innerhalb von 8 Tage da)
Platz 2: Malaysia (2 MYR und innerhalb von 2 Wochen angekommen)
Platz 3: Südsee (am weitestens entfernt und trotzdem in 10 Tage für 1 NZD bei uns)
Platz 4: Russland (für 35 RUB in 24 Tagen)
Platz 5: Neuseeland (die schnellste Post unserer Reise für stattliche 2,20 NZD)
Platz 6: China – Peking (für 5,40 CNY in 23 Tgen)
Platz 7: Kambodscha (kam nicht überall an)
Platz 8: China – Guilin (war einen Monat unterwegs und hat 5,40 CNY gekostet)
Platz 9: Peru (extrem teuer – 6,50 PEN und trotzdem 21 Tage unterwegs)
Platz 10: Brasilien (4 BRL und 24 Tage)
Platz 11: Mongolei (kam nie an)

Meist hat eine Briefmarkt um die 50 Cent gekostet, nur in Brasilien, Neuseeland und Peru haben wir mehr als einen Euro bezahlt pro Karte.

Unsere Karte aus Kambodscha kam nie an, unsere Familie und Freunde durften sich jedoch freuen, den sie haben ihre erhalten.

Wir haben uns ebenfalls in einigen Ländern nach Paketsendungen erkundigt und aus Malaysia sogar eins versendet. Es ist tatsächlich nach ziemlich genau 3 Monaten angekommen und hat uns inkl. Verpackung für knapp 5 kg nur 23 Euro gekostet.

In Neuseeland hätte uns das ca. 120 Euro gekostet und in Peru 80 Euro. Dort entschieden wir uns die Souvenire und Geschenke lieber weiter zu schleppen. Hat ja auch alles noch in den Rucksack gepasst und die Gepäckgrenze der Fluggesellschaften war ebenfalls nicht erreicht. Anstrengend war es trotzdem.

Kosten Brasilien

1 Euro = 3,64 Reales

Bei unseren Recherchen haben wir Brasilien immer als teures Urlaubsland eingestuft. Es kam uns während unserer Reise auch immer teuer vor. Im nachhinein müssen wir aber feststellen, dass dies gar nicht so war. Wir waren fast jeden Tag essen und haben trotzdem im Durchschnitt nich mehr als 12 Euro für Essen und Lebensmittel pro Tag ausgegeben.

Essen:
Wasser 500ml: 1- 3 Reales
Wasser 1,5l: 1,5 – 5 Reales
Cola: 2-3 Reales
Cafe: 6-8 Reales
Cappuccino (sehr süß ): 8-10 Reales
Sandwich: 10 Reales
Tapioca: 10 Reales
Abendessen Restaurant: 50-70 Reales

Unterkunft: immer im DZ/Nacht 
Tabatinga Hotel Solimoes: 100 Reales
Manaus Eco Suite Hotel: 100 Reales
Manaus Local Hostel: 84 Reales
Salvador Pousada Pais Tropical: 81 Reales
Itacaré Pousada Natural Mystik  : 150 Reales
Rio de Janeiro CabanaCopa Hostel: 140 Reales

Touren:
Manaus Tagestour rosa Delfine(9Std): 350 Reales
Surfkurs Itacaré (3×2 Std): 300 Reales
Walbeobachtung Itacaré (4 Std ): 90 Reales
Favela Tour Rio de Janeiro (4 Std): 90 Reales

Fliegen und Taxi fahren sind erstaunlich teuer in Brasilien. Bus fahren war in Ordnung.

Alles hat ein Ende …

Wir treten nun den Rückflug an. Unsere 5monatige Reise ist heute beendet und in wenigen Stunden sind wir wieder in Deutschland.

Diese 5 Monate waren extrem erlebnisreich und jeder Tag hatte etwas Neues zu bieten.

Wir sind nicht traurig, dass die Zeit vorrüber ist, denn sie war wie wir es uns vorgestellt hatten und wir sind glücklich diesen Schritt gegangen zu sein. Es war eine unglaublich intensive Zeit und immer wieder wird uns ein Detail der Reise in den Kopf kommen und ein Schmunzeln und Glücksgefühl breitet sich aus.

Natürlich war nicht alles perfekt. Einige Gerüche werden wir (leider) nicht vergessen, wir wussten nicht immer was wir gegessen haben und auch nicht jedes Essen ist uns bekommen. Wir hatten auch Durchhänger, wo wir uns eine Weiterreise kaum vorstellen konnten. Mit etwas Erholung und Ruhe war das schnell wieder verflogen. Also auch das gehört dazu und rundet die Erlebnisse ab.

Viele haben gesagt wir würden verändert wiederkommen. Wir glauben nicht! Wir denken, wir sind nur zufrieden und glücklich und um viele Erinnerungen reicher!

Wir freuen uns jetzt unsere Familie (auch wenn wir nicht gleich jeden sehen können) und Freunde wiederzusehen.

Zu schätzen wissen wir auch unseren neuen-alten Luxus: die Waschmaschine, eine warme Dusche, genießbares Leitungswasser und unser Bett. Darauf freuen wir uns sehr!

Wir können nur allen raten, die Reise anzutreten, wenn es euer Traum ist.

Unsere letzten Tage in Rio de Janeiro

Gegen 17.30 Uhr landeten wir in Rio und der Himmel erstrahlte in allen möglichen Gelbtönen. Ein Wahnsinnssonnenuntergang!

Uns blieben zwei volle Tage die Stadt zu erkunden – viel zu wenig für diese Stadt, mussten wir schnell feststellen. Aber ein paar Dinge wollten wir auf jeden Fall sehen und so ging es direkt am nächsten Morgen zum Zuckerhut. Man kann entweder auf den ersten Berg laufen und nur für den zweiten Berg die Seilbahn nehmen oder direkt von unten mit der Seilbahn starten. Oben angekommen war es ganz schön windig und es zog immer wieder zu. Sobald die Wolken sich jedoch verzogen hatte man eine tolle Aussicht.

Ein weiteres ‚wollen-wir-unbedingt-sehen‘ waren die Stufen von Selarón. Mit der Metro ging es bis zur Station Gloria und von dort zu Fuß weiter.

Wir waren früh hier und der Touristenansturm hielt sich in Grenzen. Angekommen in Santa Theresa mussten wir leider feststellen, dass keine Cafes, Geschäfte etc. geöffnet hatten (10 Uhr) und wir machten uns wieder auf den Weg nach unten.

Die Nachmittage & Abenden verbrachten wir in Ipanema (toller Strand) & Copacabana.

Wir haben ebenfalls noch eine Favela-Tour gemacht, die uns von einer Hostel-Mitbewohnerin empfohlen wurde. Abgeholt werden wir von Carlos, der selbst in der Favela aufgewachsen ist und lebt. Er gab uns viele Informationen und regt zum Nachdenken an. Wir sind mit ihm durch die Favela Rochina gelaufen und am Ende haben wir noch Fußball gespielt. Ich finde wir haben uns richtig gut geschlagen, fertig waren wir trotzdem. Zunächst spielten wir mit zwei Jungen, später kam noch ein kleines Mädchen hinzu. Sie ist 8 Jahre alt und wahnsinnig talentiert. Ich hab noch nie ein 8-jahiges Kind so spielen sehen. Hoffentlich bekommt sie die Chance ihr Talent weiter zu fördern und ein Verein entdeckt und unterstützt sie! Wir können auch gerne den Kontakt herstellen ;o)

Die Tour mit Carlos war großartig und wir können sie nur jedem empfehlen. Er ist wahnsinnig belesen und spricht 5 Sprachen. Respekt!

Bei Interesse kann die Tour bei getmyguide.com oder direkt bei Carlos über Whatsapp +55 21 999 234 834 gebucht werden.

Nach einem letzten Mal Strand verabschieden wir uns von Rio. Morgen früh gehts zum Flughafen… goodbye Südamerika!

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